Les Miserables: Soundtrack

Les Misérables: Soundtrack

Les Misérables: Soundtrack

Das Musical „Les Misérables”, das 1980 seine Premiere in Paris feierte und sowohl in den 1980er als auch 1990er Jähren zu den größten Hits im Londoner Westend und am New Yorker Broadway zählte, ist bis heute eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.
Als der Regisseur Tom Hopper also beschloss „Les Mis“, wie es von den zahlreichen Fans genannt wird, zu verfilmen, war ihm ein Kinoerfolg fast sicher. Und tatsächlich hat „Les Misérables“ es geschafft, sowohl das Publikum als auch die Kritiker zu überzeugen: Die Verfilmung des auf Victor Hugos Roman „Die Elenden“ basierenden Musicals wurde für insgesamt acht Oscars nominiert und konnte immerhin drei Trophäen mit nach Hause nehmen. Doch abgesehen von den exzellenten schauspielerischen Leistungen von Stars wie Hugh Jackman, Russell Crowe und allen voran Anne Hathaway: Was gibt es über die Musik von „Les Misérables“ anno 2012 zu sagen? Ist es Tom Hopper gelungen, die Magie von Evergreens wie „I dreamed a Dream“ und „On my Own“ in seiner Leinwandadaption zu bewahren? Und wie wirkt die Musik, wenn man nicht die beeindruckenden Bilder von „Les Misérables“ vor den Augen hat?
Anne Hathaway und Hugh Jackman überzeugen in „Les Misérables“

„Les Misérables“: Das Kino-Musical

Les Misérables: Die Highlights

All denjenigen, die gerade völlig begeistert aus einer „Les Misérables“-Vorstellung herausgetaumelt sind und nun mit dem Gedanken spielen, das Kinoerlebnis mit Hilfe des Soundtracks fortzusetzen, sei gesagt: Der gesamte (und auf dem Cover eher klein gedruckte) Titel des im Handel erhältlichen Soundtracks lautet „Highlights from the Motion Picture Soundtrack Les Misérables“. Wenn es schon nicht möglich war, die knapp über 50 Songs, die im Originalmusical auf der Bühne performt werden, in der Verfilmung unterzubringen – auf der „Highlights“-CD wird noch weniger der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Der Produzent des Soundtracks, Claude-Michel Schönberg, welcher schon 1980 bei der Uraufführung von „Les Misérables“ für die Musik verantwortlich war, hat sich für insgesamt 20 Songs entschieden – ohne das die Auswahl für der Hörer und Musicalkenner besonders nachvollziehbar wäre. Einen Song wie „Lovely Ladies“ auszulassen, ist eine Sache. Dass auf dem Soundtrack das für „Les Misérables“ ein so essentielles Lied „Do You Hear The People Sing” nicht vertreten ist, eine ganz andere. Auch dass auf „Who Am I“ und „A Little Fall of Rain” verzichtet wird, ist für den wahren „Les Misérables“-Fan einfach unverständlich: Die Compilation vermag dadurch nicht nur nicht die Geschichte nachzuerzählen, auch einige der großartigsten Momente des Films fehlen ganz einfach.

Les Misérables: Frischer Atem für alte Klassiker

Trotz dieser Auslassungen sind die Hits, die am meisten mit „Les Misérables“ in Verbindung gebracht werden, sowohl im Film als auch auf dem Soundtrack natürlich vorhanden – und zum großen Teil steht die Filmversion den Live-Versionen in nichts nach. Hugh Jackmans „Bring him home“, Samantha Barks „On my Own“ und allen voran Anne Hathaways “I dreamed a Dream” gehören zu den absoluten Highlights des Albums – die von den Schauspielern am Filmset live eingesungenen Songs sorgen auch ohne die dazugehörigen Bilder für absoluten Gänsehautalarm. Es wird zwar gemunkelt, dass Anne Hathaways Oscar als „Beste Nebendarstellerin“ hauptsächlich dem von ihr geradezu hingehauchten „I dreamed a Dream“ geschuldet ist, doch es gibt auch noch andere Songs bei „Les Misérables“ , die den Goldjungen mindestens genau so verdient hätten – zwei um genau zu sein. Eddie Redmaynes Version von „Empty Chairs at Empty Tables“ ist zum Beispiel so ein Song: Die herzzerreißende Performance ist einer der Höhepunkte des gesamten Films. Der zweite Song, der absolut heraus sticht, ist „Master of the House“ von Sacha Baron Cohen und Helena Bonham Carter: Ein willkommener Lichtstrahl in der ansonsten sehr düsteren Welt von „Les Misérables“ – auch wenn sein gefälschter französischer Accent an einigen Stellen einfach etwas viel des Guten ist.

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