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Adele ist spätestens seit ihrem Album “21” ein Superstar, doch die Sängerin hatte es nicht immer leicht. Der Weg zum internationalen Erfolg war steinig, und trotzdem ist Adele ganz sie selbst geblieben. Wie hat Megatalent Adele das nur geschafft?

Adele wurde als Adele Laurie Blue Adkins in Nordengland geboren, doch eine Bilderbuchfamilie hatte sie nie: Ihre Mutter Penny Adkins war bei der Geburt gerade 18 Jahre alt und erfolglose Künstlerin, ihr Vater verließ die Familie, als Adele erst drei Jahre alt war. Das Verhältnis ist bis heute angespannt: Die Sängerin und ihr Vater hatten bis in ihr Teenageralter regen Kontakt, der jedoch aufgrund seines Alkoholproblems abbrach. Noch heute sagt Adele, sie wolle nichts mehr von ihrem Vater wissen.

Doch wie ist Adele trotz dieser schwierigen Familienverhältnisse zum Star geworden? Die Musik wurde ihr keineswegs in die Wiege gelegt: In ihrer Familie, so Adele, habe man hauptsächlich Chartmusik gehört, mit Soul kam sie nur zufällig in Berührung. Mit 15 Jahren entdeckte sie in einem Ramschladen CDs von Etta James und Ella Fitzgerald, den Legenden der Musikbranche in den 1940er Jahren. Adele verliebte sich sofort in die sanften Töne und blieb seitdem der Musik treu. So war ihr Schulwechsel bald darauf kaum verwunderlich: Ihre Mutter meldete sie als Überraschung an der „BRIT School of Performing Arts & Technology“ in London an. Die Schule gilt als die Talentschmiede Englands, was die Klassenkameraden von Adele beweisen: Sie saß dort gemeinsam mit Leona Lewis und Jesse J im Klassenraum und paukte.

Adele hatte prominente Klassenkameradinnen: Sie machte ihre Hausaufgaben mit Jesse J und Leona Lewis

Dann folgte das, was wohl der glücklichste Zufall im Leben der Künstlerin war: Ein Schulprojekt brachte Adele dazu, eine Tracklist mit drei Songs auf Myspace zu veröffentlichen. Die Manager der Plattenfirma „XL Records“ stießen auf die Demos und ließen sie ihren ersten Plattenvertrag unterschreiben. Doch was Adele letztlich den Weg ebnete, waren nicht etwa nur glückliche Zufälle, sondern ihr Talent, das die Menschen erkannten. Nachdem ihr Debütalbum „19“ in den USA nur mäßig Erfolg hatte und auf Platz 40 der Charts rangierte, trat sie in der TV-Show „Saturday Night Live“ auf und sang live. Das Ergebnis: Innerhalb von 24 Stunden schoss das Album auf Platz Eins. Ihr zweites Album „21“ brachte ihr sechs Grammys ein.

Adele nimmt kein Blatt vor den Mund

Trotzdem ist Adele noch immer das Mädchen von nebenan geblieben, das sie von Anfang an war. Sie will sich nicht für die Branche verstellen und nimmt kein Blatt für den Mund, womit sie oft für Schlagzeilen sorgt. Nach einer Show, in der Adele gemeinsam mit der republikanischen Politikerin Sarah Palin interviewt wurde, sagte sie: „Ich musste mit ihr gemeinsam auftreten, aber ich wollte es nicht. Um ihr das zu zeigen, habe ich mir einen riesengroßen Obama-Button ans Shirt gepinnt“. Sie gibt außerdem offen zu, dass sie vor Auftritten große Angst und sogar Panikattacken hat, wobei sie sich immer wieder übergeben muss. Vor einem Auftritt 2010 etwa war Adele so aufgeregt, dass sie sich auf einen Angestellten übergab.

Starke Frau: Adele steht zu ihren Kurven

Aber wie kann eine junge Frau, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, im Musikbusiness erfolgreich sein? Adele zeigt, wie’s geht. Sie steht ganz offen zu ihren Pfunden und lehnt Size Zero ab. „Ich mag es, mich hübsch zu machen, aber ich werde nicht abnehmen, nur, weil das jemand von mir will. Ich mache Musik, um Musikerin zu sein und nicht, um auf das Cover des Playboys zu kommen“, so Adele. Kommentare von Karl Lagerfeld, der Adele einst als „fett“ bezeichnete, ließen sie kalt – und zwar solange, bis Lagerfeld sich persönlich bei ihr entschuldigte und sie als seine neue Muse betitelte. Adele ist erfrischend echt und steht zu ihren Lastern. Auf Konzerten verlangt sie backstage grundsätzlich eine Packung Marlboro Lights, zwei Flaschen Rotwein und eine Auswahl europäischer Biere. Nicht gerade gesund, aber doch ist es das, was wir an Adele so lieben: Sie steht zu sich selbst.

Adele ist aktuell vielleicht das größte Talent der Branche und trotzdem herrlich auf dem Boden geblieben. Statt auf Skandale setzt sie lieber auf tolle Musik und trifft damit genau unseren Geschmack. Weiter so, Adele!