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Seit wann gibts sie?
12.11. 1978 (Bukarest, Rumänien – Bürgerliche Name: Alexandra Maria Plătăreanu)

Was macht sie?
Schauspielerin

Filme (Auswahl):
Crazy (2000)
Nackt (2002)
Der Untergang (2004)
Vom Suchen und Finden der Liebe (2005)
Wo ist Fred!? (2006)
Jugend ohne Jugend (2007)
Control (2008)
Der Baader Meinhof Komplex (2008)

Was gibts zu erzählen?

Alexandra Maria Lara wird von Kritikern oft auf ihren Rehaugen-Blick reduziert. Dieses Schicksal teilt sie mit Hollywoodlegende Audrey Hepburn, mit der die gebürtige Rumänin oft verglichen wird. Doch spätestens seit sich ihre unschuldigen Kulleraugen in Uli Edels „Der Baader Meinhof Komplex“ zum kalten Blick einer Terroristin wandelten, wissen wir, dass das „neue deutsche Fräuleinwunder“ durchaus mehr Facetten zu bieten hat.

Alexandra wird als Tochter eines angesehen rumänischen Schauspielers in Bukarest geboren, und die Familie flüchtet 1983 aus politischen Gründen nach Berlin. Da Papa bekanntlich der Beste ist, übernimmt er in seiner Charlottenburger Schauspielschule auch die künstlerische Ausbildung seiner Tochter. Schon mit elf Jahren steht Alexandra dann für einen Fernsehfilm vor der Kamera, und ersetzt ihren etwas kompliziert auszusprechenden Familiennamen mit dem einprägsameren „Lara“. Dieses Pseudonym schien schon in jungen Jahren gut zu funktionieren, denn Alexandra wird ein gefragtes Gesicht bei vielen Fernsehproduktionen. Ihre erste Kinorolle hat sie in der Verfilmung des Jugendromans „Crazy“, auch wenn sie dort nicht mehr als die Worte „Guten Tag, mein Name ist Melanie“ sagen durfte. Schnell wurden die Sprechrollen ausgereifter, bis sie in Doris Dörries „Nackt“ durchaus wortreich an der Seite von Jürgen Vogel diskutierte. Der internationale Durchbruch kam 2004, als sie auch über die deutschen Grenzen hinweg durch ihre wohl bekannteste Rolle als Hitlers Sekretärin in „Der Untergang“ überzeugte. Dass sie dadurch auch in Hollywood Bekanntheit erlangte, merkte Alexandra, als sie kein geringerer als Meisterregisseur Coppola („Der Pate“) für eine Hauptrolle in seinem Film „Jugend ohne Jugend“ haben wollte. Deswegen rief er die Schauspielerin höchstpersönlich während ihres Urlaubs auf dem Handy an und vor Schreck ließ Lara erstmal den Hörer fallen. Falls diese Anekdote jetzt ein bisschen uninteressant klingt: Alexandra gehört zu den Stars, die mit Allüren, Skandalen oder selbstverliebten Neurosen nicht viel anfangen kann. So kommt es auch, dass die Presse sie oft einfach nur als „nett“ bezeichnet, was der jungen Berlinerin etwas gegen den Strich geht. Aber so ist sie nun mal – eine Sauberfrau wie aus dem Bilderbuch. Das schlagzeilentauglichste in ihrer Biographie ist die Tatsache, dass sie mit 18 Jahren dreimal durch die Führerscheinprüfung gefallen ist. Aber wozu gibt es schließlich Chauffeure?

Seit ihrem Erfolg mit „Der Untergang“ ist Lara dem deutschen Film etwas fremdgegangen. Sie wirkte lieber in zahlreichen internationalen Produktionen mit, darunter ein Kriegsfilm von Spike Lee, eine Produktion mit James Ivory und die in England gedrehte Biographie der Rockband „Joy Division“. Auf dem Set zu diesem Musikfilm lernte sie praktischerweise auch direkt den Mann fürs Leben kennen. Sam Riley ist ein britischer Schauspieler, der seiner großen Liebe wegen jetzt zu Lara nach Berlin gezogen ist. Wie romantisch. Diese staatenverbindende Karriere will Alexandra nun weiter verfolgen, so dreht sie Ende 2008 mit Kate Winslet für den Film „Der Vorleser“ und sitzt in der Jury des internationalen Filmfestivals von Cannes. Ein Beweis dafür, dass Rehaugen nicht nur schüchtern und naiv sein können, zeigt sich wohl auch darin, dass Lara Tom Cruise einen Korb gab. Der Hollywoodstar wollte sie nämlich gerne in seinem Stauffenberg-Drama „Valkyrie” als Nazi-Sekretärin mit an Bord haben. Ein wenig unkreativ vielleicht, denn schließlich hatte sie diese Rolle bereits in „Der Untergang“ hinter sich gebracht. Wir geben Alexandra Recht, wenn sie sagt, dass das Angebot von Tom einfach „uninteressant“ war. Wie dem auch sei, auf jeden Fall wird Lara ihren Weg weiter Richtung Hollywood gehen. Es wäre nur schön, wenn wir sie auch bald mal wieder ein einer größeren Rolle im deutschen Kino sehen würden.