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„Game of Thrones“ ist viel mehr als nur eine erfolgreiche Buchreihe aus der genialen Feder des US-amerikanischen Fantasy-Autors George R. R. Martin. Mit der Verfilmung aus dem Jahr 2011 entwickelte sich das „Spiel um den Thron“ zur beliebtesten TV-Serie aller Zeiten. Schauspieler wie Peter Dinklage, Kit Harington, Sophie Turner, Richard Madden und Maisie Williams wurden über Nacht zu Weltstars, denn „Game of Thrones“ eroberte die Herzen des TV-Publikums im Sturm. Aber worin liegt eigentlich das Erfolgsgeheimnis von „Game of Thrones“?

Etliche Familieclans kämpfen auf dem fiktiven Kontinent Westeros um den „Eisernen Thron“: darunter die treusorgenden Starks aus Winterfell, die intriganten Lannisters aus Königsmund und die Drachenlady Daenerys Targaryen aus Essos. In den Sieben Königreichen wird niemandem etwas geschenkt – im Gegenteil: tragische Todesfälle, intrigante Morde und Verrat unter Freunden sind in der Welt von „Game of Thrones“ an der Tagesordnung. Und genau das ist es auch, was die Faszination für die nie enden wollende Geschichte um die sechs Stark-Erben Robb, Jon, Sansa, Arya, Bran und Rickon ausmacht. Vor grausamer Gewalt, schrecklichen Folter- oder aber heißen Sexszenen schreckt das Produzentenduo aus David Benioff und D. B. Weiss bei der filmischen Umsetzung der Buchreihe von George R. R. Martin jedenfalls nicht zurück. Doch nicht nur beim Dreh der Serie, sondern auch innerhalb der Handlung werden ständig Tabus gebrochen: Lieblinge sterben ohne Vorankündigung, Helden fallen und Bösewichte erlangen Ruhm und Ehre. „Game of Thrones“ ist nichts für schwache Nerven – und zieht gleichzeitig Staffel für Staffel ein Millionenpublikum in den Bann.

Die Welt von „Game of Thrones“: Wie Mittelerde, nur anders!

Auf den ersten Blick erinnert uns der Name George R. R. Martin orthografisch stark an den „Herr der Ringe“-Schöpfer J. R. R. Tolkien. Doch auf den zweiten Blick mussten selbst Kritiker zugeben, dass es sich bei dem schreibwütigen US-Amerikaner nicht um einen Nachahmer des Mittelerde-Erfinders handelt. Mit „Game of Thrones“ (auf Deutsch: „Das Lied von Eis und Feuer“) hat George R. R. Martin das geschafft, was J. R. R. Tolkien Zeit seines Lebens versucht hat: Er hat eine Fantasiewelt ge- und erschaffen, die bis ins kleinste Detail durchdacht ist, die Elemente von Fantasy, Sci-Fi und Reality in sich vereint und dabei irgendwie an das Mittelalter erinnert. Mit seiner komplexen Figuren- und Handlungsstruktur hat George R. R. Martin beweisen, dass er ein Meister des Erzählens ist. In den zahlreichen Bänden von „Game of Thrones“ erhält jede einzelne Figur ihren eigenen Erzählrahmen. Die vielen Perspektivwechsel, die die Identifikation mit den „Game of Thrones“-Charakteren gleichzeitig erleichtern und erschweren, tragen zum riesigen Erfolg der Fantasy-Bestseller bei.

Game of Thrones: Von der Buchreihe zur Erfolgsserie

Doch „Game of Thrones“ besticht nicht nur durch die unbeschönigte Darstellung mittelalterlicher Verhältnisse, die ganz und gar nicht hollywoodlike sind: Es handelt sich dabei weder um Gewaltverherrlichung noch um die pure Demonstration von männlicher Vormachtstellung. Die männlichen sowie weiblichen Figuren sind sehr fein und facettenreich gezeichnet. Jeder ist auf der einen Seite Freund, auf der anderen Verräter, jeder erhebt Anspruch auf den „Eisernen Thron“, doch es geht nicht alleine um diesen unerbittlichen Kampf. „Game of Thrones“ berührt über das „Spiel um den Thron“ hinaus Themen wie Freundschaft, Politik, Religion und natürlich Liebe und schafft damit einen optimalen Identifikationsrahmen für die TV-Zuschauer aus der heutigen Gesellschaft.

Game of Thrones: Who is who?

Das Figurenarsenal von „Game of Thrones“ ist so umfassend wie die Todesliste von George R. R. Martin. Obwohl „Game of Thrones“ eine amerikanische Produktion ist, wurden die meisten Rollen mit britischen Schauspielstars besetzt – darunter Sean Bean als Eddard Stark, Peter Dinklage als Tyrion Lannister, Lena Headey als dessen Schwester Cersei, die in ihren Bruder Jamie alias Nikolaj Coster-Waldau verliebt ist. Als Stark-Kinder brillieren Richard Madden, Kit Harington, Sophie Turner und Maisie Williams. Weitere Hauptrollen wurden mit Emilia Clarke als Daenerys Targaryen, Alfie Allen als Theon Graufreud und Charles Dance als Fiesling Tywin Lannister besetzt. Jack Gleeson verkörpert den wohl verhasstesten Charakter aus „Game of Thrones“: Joffrey Baratheon. Doch sicher vor dem plötzlichen Serien-Tod ist keiner der „Game of Thrones“-Darsteller. Wer weiß, was George R. R. Martin schon wieder ausgeheckt hat…

Seit 2011 zieht die Erfolgsserie „Game of Thrones“ Staffel für Staffel ein Millionenpublikum in ihren Bann. Nicht nur George R. R. Martin hat mit seiner Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ eine Traumvorlage geliefert, auch die filmische Umsetzung von David Benioff und D. B. Weiss versteht es, zu faszinieren, zu fesseln und vor allem – zu schockieren! Es ist der Nervenkitzel und das Spiel mit der Ungewissheit, die „Game of Thrones“ zu einem einzigartigen TV-Erlebnis machen. Und am Anfang jeder Folge steht die Frage: Wen schreibt George R. R. Martin dieses Mal aus dem Skript?