Joaquin Phoenix ist DER Charakterschauspieler Hollywoods und begeistert uns mit tiefgründigen und emotionalen Rollen wie der des Johnny Cash in Walk the Line. Ob diese düstere Aura wohl seinem tragischen Familienhintergrund zuzuschreiben ist?

Joaquin Phoenix wuchs in Puerto Rico in einfachen Verhältnissen auf. Seine Familie gehörte der Sekte „Kinder Gottes“ an und missionierte mehrere Jahre lang in Südamerika für diese, trat jedoch später aus. Der Umzug nach Los Angeles und die Änderung des Familiennamens von ursprünglich „Bottom“ in „Phoenix“ sollte diesen Neuanfang symbolisieren.

Ein großer Verlust für Joaquin Phoenix war der Tod seines Bruders River. Der ebenfalls erfolgreiche Schauspieler starb an Halloween 1993 an einer Überdosis verschiedenster Drogen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Joaquin Phoenix sein Privatleben heute möglichst aus der Öffentlichkeit fern hält, damals wurde er von den Medien geradezu belagert.

Das schauspielerische Talent scheint auf jeden Fall in der Familie zu liegen, denn auch seine Schwester Rain wurde Schauspielerin und wirkte z.B. in O und Hitch – Der Date Doktor mit. Aber auch musikalisch steht Joaquin Phoenix seinen beiden Geschwistern, die früher zusammen in einer Band spielten, in nichts nach. Das beweist er im Film Walk the Line, für den er extra Gitarre spielen und singen lernte. Nicht schlecht! Kein Wunder, dass Joaquin Phoenix dafür bei den „Golden Globes“ 2006 auch den Award in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller in einer Komödie bzw. in einem Musical“ absahnte. Im Oktober 2008 kündigte er dann sogar seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft an, da er sich nun lieber auf seine Musik konzentrieren wolle. Two Lovers könnte also sein letzter Film gewesen sein.

Schade eigentlich, denn trotz seiner schwierigen Vergangenheit scheint Joaquin Phoenix ein richtig lustiger Kerl zu sein. Das behaupten zumindest Russel Crowe und Ben Afflecks jüngerer Bruder Casey, der mit Joaquin Phoenix Schwester Summer verheiratet ist – und denen wollen wir mal glauben!