Seit wann gibt’s ihn?
27. Juli 1977, Dublin / Irland

Was macht er?
Schauspieler, Model

Filme (Auswahl)

Auf der Suche nach Finbar (1996)
Velvet Goldmine (1998)
Kick it like Beckham (2002)
Alexander (2004)
Elvis (2005)
Match Point (2005)
Mission Impossible 3 (2006)
Der Klang des Herzens (2007)
Die Tudors (2007-2009)
Shelter (2009)
From Paris with Love (2010)
Albert Nobbs (2011)

Was gibt’s zu erzählen?
Obwohl Jonathan Rhys Meyers bereits in großen Hollywood-Produktionen mitgewirkt hat, ist er vielen noch immer unbekannt. Die, die ihn kennen, glauben, er sei ein Newcomer. Man sieht ihn auf keiner Party und in den Schlagzeilen ist er auch sehr selten. Das liegt daran, dass Jonathan selbst nicht wirklich viel vom ganzen Hollywood-Rummel hält. Im Vergleich zu vielen seiner Kollegen ist ihm sein Image ziemlich egal. Johnny, wie er von Freunden genannt wird, möchte auch nicht von jedem gemocht werden. Er bleibt sich selbst treu und macht das, was er will.

Bereits seine ersten Kindheitsjahre sind sehr schwierig. Er wird mit einem Herzfehler geboren und notgetauft, da man seine Überlebenschancen als sehr gering einschätzt. Als kleiner Junge muss er mit ansehen, wie sein Vater die Familie verlässt. Zurück bleiben drei jüngere Brüder, eine alkoholabhängige Mutter und ein immer öfter rebellierender Jonathan. Mit 15 fliegt der Ire von der Schule und treibt sich von da an nur noch in Billardhallen herum. Dort wird er dann auch entdeckt. Seine ersten Castings und Filmrollen sind nicht sehr erfolgreich und so gibt Jonathan die Hoffnung auf eine Schauspielkarriere schnell wieder auf. Als er dann aber das neue Gesicht des Suppenherstellers Knorr wird, läuft seine Karriere langsam an.

Seinen Durchbruch schafft der charismatische Jungschauspieler 1998 im Film Velvet Goldmine. Er spielt einen bisexuellen Rockstar und beweist, dass er keine Probleme damit hat, Perücken und Nagellacke zu tragen. Er ist experimentierfreudig und unangepasst. So verwundert es nicht, dass Jonathan auch dem Drehen von Liebesszenen mit männlichen Kollegen sehr unkompliziert und offen gegenüber steht. Für seine sehr freizügige Darbietung als David Bowie wird er bei den London Critics Film Awards als bester britischer Newcomer nominiert.

Nach seinem imposanten Filmauftakt folgen Rollen als junger französischer König Philip in The Lion in Winter und als junger Elvis Presley in der gleichnamigen Fernsehserie. Für seine Elvis Darstellung erhält er 2006 sogar den Golden Globe als bester Hauptdarsteller. Mittlerweile hat Johnny viele Produzenten und Regisseure von seinem Können überzeugt. Zu einem seiner Bewunderer gehört auch Woody Allen, in dessen Film Match Point er an der Seite von Scarlett Johansson als skrupelloser Mörder überzeugt. „Er ist großartig: intensiv, glühend, voller Zerrissenheit und Leidenschaft!“ so Woody Allen.
Trotz seines Erfolges in Hollywood und erfolgreichen Kampagnen als Fotomodell für Hugo Boss lebt der charismatische Schauspieler immer noch in seiner Heimatstadt Cork. Er hat sich nicht groß verändert und ist immer noch unangepasst und rebellisch. Irgendwie ist er anders als die meisten Hollywood-Stars. Ein bisschen wie der junge James Dean. Man kann nur hoffen, dass seine Karriere nicht so früh enden wird und wir ihn noch in vielen interessanten und provozierenden Rollen sehen werden.