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Die amerikanische Serie „New Girl“, die sich mit den Irrungen und Wirrungen liebesverrückter Großstadtsingles befasst und erst 2011 in den USA angelaufen ist, ist in kürzester Zeit zum absoluten TV-Hit avanciert. Die Besonderheit dabei: Bei „New Girl“ scheinen sich sowohl das Publikum als auch die Kritik ausnahmsweise einig zu sein, dass die Serie zum Besten gehört, was Sitcoms derzeit zu bieten haben. Doch was ist es, das „New Girl“ so unwiderstehlich macht?

„New Girl“: Wie alles begann

Die Handlung von „New Girl“ setzt ein, als die von Zooey Deschanel gespielte Jessica „Jess“ Day ihren langjährigen Freund Spencer mit einer anderen Frau in flagranti erwischt. Die hübsche Grundschullehrerin macht auf der Stelle Schluss und sieht sich mit Ende 20 gezwungen, noch einmal in eine WG zu ziehen – und das mit gleich drei Männern. Nick, Schmidt und Coach bzw. Winston sind trotz all ihrer Unterschiede seit langem miteinander befreundet und zunächst gar nicht darauf aus, in ihrer Große Jungs-Welt Platz für eine Frau zu machen. Doch Jess alias „New Girl“ appelliert mit ihrer traurigen Geschichte und ihrem extrem hohen Niedlichkeitsfaktor an ihre männlichen Beschützerinstinkte und überzeugt sie auch mit dem Versprechen, ihre Modelfreundinnen regelmäßig in die WG einzuladen.

„New Girl“: Exzentriker unter sich

Neben Zooey Deschanel, die natürlich die Titelheldin der Serie ist, überzeugt „New Girl“ auch durch die trotz all ihrer Schrulligkeit liebevoll gezeichneten Figuren, die vor allem durch die exzellente Darstellung der Schauspieler zum Leben erweckt werden.
Im Vordergrund von „New Girl“ steht die Beziehung zwischen Jess und ihrem Mitbewohner Nick, die alles andere als spannungsfrei verläuft. Die Figur des zutiefst misstrauischen und pessimistischen Nick, der sein Jurastudium kurz vor dem Abschluss geschmissen hat und sich seitdem mit einen Job als Barkeeper durchs Leben schlägt, ist nämlich als das direkte Gegenteil von Jess und ihrem sonnigen und teilweise recht kindlichen Gemüt konzipiert.
Die beiden anderen Mitbewohner, Winston und Schmidt, verkörpern – ähnlich wie Nick – den absolut zeitgemäßen Typus des Jungen, der sich auch im besten Mannesalter weigert, erwachsen zu werden – Peter Pan lässt grüßen. Doch während Schmidt und Winston zumindest in beruflicher Hinsicht versuchen, ihren Weg zu gehen, scheint Nick in seiner Entwicklung komplett zu stagnieren.
Eine weitere Beziehung, auf der das Gerüst von „New Girl“ fußt, ist die zwischen Jess’ Mitbewohner Schmidt und Jess’ bester Freundin, dem wunderschönen Model Cece. Schmidt, dessen Vorname auch im weiteren Verlauf der Serie nicht verraten wird, ist zu keinerlei Selbstreflexion fähig und stößt so seine Mitmenschen, vor allem Cece, ständig vor den Kopf. Die beiden lassen sich im Verlauf von „New Girl“ auf eine zunächst heimliche Affäre ein, aus der trotz tiefer Gefühle keine „richtige“ Beziehung sind – weil weder Schmidt noch Cece dazu in der Lage sind, diese Gefühle zu kommunizieren.

„New Girl“: Ein völlig neues Konzept?

„New Girl“ – vordergründig ist es „nur“ eine Serie um eine Gruppe von Freunden in ihren späten Zwanzigern, die sich mit Jobs, Familie und vor allem der Liebe herumschlagen müssen – ein Konzept, das im Fernsehen schon seit Jahrzehnten mit mal mehr, mal weniger Erfolg erprobt ist.
Dass „New Girl“ nicht nur eine weitere von unzähligen amerikanischen Sitcoms ist, ist vor allem auch den Drehbuchautoren geschuldet – allem voran Elizabeth Meriwether, die die Idee zu „New Girl“ hatte. In einem Interview erzählte sie, dass sie niemals Comedy nur wegen des komischen Effekts macht – um wirklich witzig zu sein, müsse es neben all den Gags auch eine Art „emotionalen Rückgrat“ geben.

„New Girl“ macht Zooey Deschanel endgültig zum Star

Dieses Rückgrat stellt in „New Girl“ zweifellos Jess dar: Durch ihre herzliche und oft naive Art und ihre ständigen Versuche, die Menschen dazu zu bringen, sich miteinander anzufreunden, schafft sie genau das: Ihre Mitbewohner werden zu ihren Freunden und schließlich sogar zu einer ArtFamilie, die trotz aller Unterschiede und Streitigkeiten immer zusammenhält und einander bedingungslos unterstützt.
Wenn Nick, Winston und Schmidt typische Vertreter eines bestimmten Männertypus sind, gilt das gleiche für Zooey Deschanel alias Jess für die Frauen.
Jess, mit ihrem Sinn für Vintage-Mode, ihren hübschen Kleidern und Röcken, den Haarschleifen und den unglaublich großen blauen Augen, ist allein schon optisch vor allem eins: unglaublich niedlich. Hinzu kommt ihre Quirligkeit, der naive Optimismus, die Aufrichtigkeit in allen Lebenslagen, ihre phantasievolle Art und die Angewohnheit, in einfach allen Lebenslagen zu laut zu singen.
Das alles miteinander kombiniert ergibt nicht nur Zooey Deschanels Erfolgsgeheimnis als Schauspielerin, sondern letztendlich auch die Essenz von „New Girl“: Wie ein Journalist einmal so farbenfroh beschrieb, ist Zooey Deschanel durch ihre Rolle zu einem „inoffiziellen Postergirl für hippe, gerne leicht verschroben wirkende Mädchen in ihren Zwanzigern, die zottelige Ponys und Schränke voller bunter Vintage-Cardigans haben“ geworden.

„New Girl“ ist eine spannende und witzige Comedyserie, die den Finger direkt am Puls der Zeit zu hat. Die cleveren Drehbücher aus der Feder von Elizabeth Merriwether stecken trotz aller Komik voller emotionaler Momente. Das gut besetzte Cast, allen voran die wunderbare Zooey Deschanel alias Jess, überzeugt durch Spielfreude und schauspielerisches Können. Wir jedenfalls können es von Woche zu Woche kaum abwarten, Jess und ihren Freunden beim Lieben und Leiden in ihrem schicken Loft zuzusehen!