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Samu Haber ist „schwanzlos“!Mit seinem Charme und seinen goldigen Wortdrehern hat Samu Haber längst die Herzen der „The Voice of Germany"-Zuschauer erobert.

Castingshows gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Dass sich in einem derart ausgereizten Programmsegment ein Format noch erfrischend anders präsentieren kann, ist selten. Und doch gelang Sat.1 und ProSieben mit „The Voice of Germany“ in den Wintermonaten 2011/12 eine Sendung, die Zuschauer wie Kritiker gleichermaßen in ihren Bann zog und zu wahren Begeisterungsstürmen animierte. Die Quoten waren derart überzeugend, dass für „The Voice of Germany“ noch kein Ende in Sicht ist. Doch was ist das Erfolgsrezept hinter der Show?

Eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist nicht leicht. Es ist wohl die Mischung aus einem aufregend neuen Konzept, einer sympathischen Jury und außergewöhnlich begabten Kandidaten, die „The Voice of Germany“ zu einem derartigen Showerlebnis macht. Gerade durch diese Mischung unterscheidet sich „The Voice of Germany“ so stark von anderen Castingshows, dass manche Kritiker während der Premierenstaffel sogar glaubten, mit der Suche nach Deutschlands bester Stimme eine Wiedergeburt des ausgelutschten Programmsegments feiern zu können.

Bei „The Voice of Germany“ zählt nur die Stimme

Erfrischend neu ist vor allem die Idee hinter „The Voice of Germany“, die sich speziell in den Blind Auditions widerspiegelt. Dort treffen die Kandidaten erstmals auf ihre Juroren und – wie der Name der Show schon so treffend sagt – soll in dieser Phase der Sendung allein die Stimme des Kandidaten entscheidend sein, denn „Blind Audition“ ist bei „The Voice of Germany“ wörtlich zu nehmen: Die Juroren sitzen während diesen mit dem Rücken zu den Kandidaten und müssen allein anhand der gesanglichen Leistung entscheiden, ob ein Kandidat das Zeug für die nächste Runde bei „The Voice of Germany“ hat. In anderen Castingshows so wichtige Kriterien wie Aussehen, Performance und Bühnenpräsenz verlieren dadurch vollkommen ihre Bedeutung. Mit schwerwiegenden Folgen für die Kandidaten und die Juroren bei „The Voice of Germany“: So entpuppt sich so manche Hammerstimme nach dem Umdrehen der Juroren als Mauerblümchen, mit dem man noch kräftig an der eigenen Ausstrahlung arbeiten muss. Zugleich würden es so manche Fipsstimmen, die bei „The Voice of Germany“ sang- und klanglos ausscheiden, in anderen Formaten dank des angeblichen Starappeals des Sängers wohl in die nächsten Runden schaffen.

Die „The Voice of Germany“-Kandidaten sind nicht perfekt

Die Folge dieses unkonventionellen Auswahlverfahrens sind unkonventionelle Kandidaten, die zum Teil in keiner Weise mit den ungeschriebenen Castingshowgesetzen übereinstimmen. Es scheint vielmehr sogar so, als habe gerade das neue Konzept zahlreiche deutsche Gesangstalente ins Rampenlicht von „The Voice of Germany“ gerückt, die vorher vor Castingshows zurückgeschreckt sind. So tummeln sich unter den Kandidaten, die ihr Talent in den „The Voice of Germany“-Liveshows beweisen dürfen, unter anderem auch korpulentere Sänger und Sängerinnen, talentierte Backgroundsänger, die endlich ebenfalls auf die große Bühne wollen, aufstrebende YouTube-Stars, idealistische Straßenmusiker, regionale Berühmtheiten, die den Durchbruch noch nicht geschafft haben, und bühnenerprobte Ex-Popstars, deren Karrieren jedoch mit der Zeit im Sande verlaufen sind. Kurzum, Menschen mit Fehlern und Macken. Menschen, die eine Geschichte haben. Menschen, mit denen sich ein Publikum identifizieren kann, und keine möglichst perfekten Popstars aus der Konserve.

Die Jury bei „The Voice of Germany“ behandelt ihre Kandidaten mit Respekt

Dass diese Kandidaten bei „The Voice of Germany“ aber auch ihre Bestform erreichen, ist vor allem die Leistung der namhaft besetzten Jury. Diese vereint mit beispielsweise Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß, Nena, Xavier Naidoo, Rea Garvey, sowie Alec und Sascha von The BossHoss nicht nur die Crème de la Crème der deutschen Musikbranche, sondern repräsentiert auch durch Juroren wie Smudo und Michi Beck der Fanta 4 oder dem Finnen Samu Haber verschiedene Musikstile und -geschmäcker der Republik. Gerade durch die hohe gesangliche Leistung, die die Kandidaten bei „The Voice of Germany“ für ihr stetiges Weiterkommen erbringen müssen, wuchs in der ersten Staffel mit jeder Folge der Respekt der berühmten Coaches vor ihren eigenen Schülern. Die Jury akzeptiert die Kandidaten nicht nur als Menschen, sondern auch als vollwertige Künstler auf Augenhöhe. Aufgrund dieses Respekts nimmt man es beispielsweise einem Xavier Naidoo auch ab, dass er sich die Zeit für ein gründliches Coaching seines Teams auch wirklich nimmt und beim Gesangstraining nicht nur kurz für die Kameras posiert, um dann während der Shows in Dieter Bohlen-Manier über seine Kandidaten herzuziehen.

Kann „The Voice of Germany“ an die alten Erfolge anknüpfen?

Aus diesen drei eigentlich simplen Zutaten entstand 2011 ein Überraschungshit, der „The Voice of Germany“ zur „etwas anderen Castingshow“ macht. Da an der Grundausrichtung der Sendung nichts Grundlegendes verändert wurde und hochklassigen Juroren auf den Jurybänken Platz nehmen, wird der Erfolg der Show sicherlich auch zukünftig nicht abnehmen. Für neue Reize sorgen die frischen Kandidaten, die um den Titel der besten Stimme Deutschlands kämpfen werden. Wir sind in jedem Fall sicher: Die mutmaßlich beste Stimme Deutschlands wird erneut ein riesiges Talent sein. Und die Suche nach ihr eine aufregende Reise.