Wer gewinnt?
Katharina Meyeram 26.07.2017

Liebestrunkene Kandidaten, betrunkene Redakteurinnen: Zu Ehren der finalen Folge meiner Lieblings-Trash-TV-Sendung (die ich vor genau sieben Wochen das erste Mal überhaupt geguckt habe), habe ich meine Kolleginnen überredet, ein Trinkspiel zu spielen. Das ist passiert!

Pizza ist bestellt, Bier und Schnaps stehen im Kühlschrank. Gleich geht es los und ein letztes Mal muss Jessy sich entscheiden, welcher der liebestollen Kandidaten eine Rose verdient hat. Wir sind zwar gespannt, aber die Entscheidung, ob nun die blonde Gelfrise Johannes, Psycho Ich-habe-schon-mein-ganzes-Leben-mit-dir-geplant Niklas oder Eigentlich-will-ich-nur-meine-Band-promoten David das Rennen macht, ist heute nur Nebensache. Denn egal, was passiert, wir werden unseren Spaß haben.

Dafür sorgt das Trinkspiel, dass wir uns eigens für das „Bachelorette“-Finale ausgedacht haben. Und – das sagt mein betrunkenes Ich, das nun diese Zeilen schreibt, es ist ziemlich effektiv. Hier die Regeln:

Unser Trinkspiel. Wer hat mitgemacht?

Unser Trinkspiel. Wer hat mitgemacht?

Und schon geht‘s los!

Die Vorschau lässt uns schon vorausahnen, worauf wir uns eingelassen haben. Es wir geknuuuutscht! „Es war das Abenteuer meines Lebens“, resümiert Jessy. Meins auch. Meins auch! (Naja, sag ich jetzt mal so.)

Zuerst das Dreamdate mit Johannes. Wir haben unsere Ohren darauf getrimmt, jedes „Hey, Cool, Wow, Mega, Wahnsinn, Hammer…“ zu erlauschen, denn wenn zwei dieser Worte in einem Satz fallen, muss die Bierpulle ran. Die beiden sind auf Mauritius unterwegs und gehen tauchen. Erstes Mega, erster Kuss. Fängt ja gut an.

Jessy hat eine Fischphobie

Jessy hat eine Fischphobie.

Jessy hat ‘ne Fischphobie. Hätte ich das gewusst, hätte ich den Punkt „Jessy so: Mimimimi“ hinzugefügt. Wenn man vor allem Angst hat, ist auch irgendwie alles ein Erfolg. Zitat wir: „Die tut so, als würde sie mit Haien tauchen.“

Unter Wasser findet Johannes eine Muschel und denkt sich – völlig spontan – „Das sieht doch fast wie eine Ringschatulle aus. Mach ich Jessy doch mal nen Fake-Antrag.“ Jessy findet: Traumantrag! Naja, dass sie auf Fake-Hochzeiten steht, wussten wir ja schon. Nichtsdestotrotz wir so: „Kotzkotzkotz!“

Genug geknutscht, wir kommen nicht mehr hinterher

Okay, das war ‘ne doofe Idee. Oder? Denn leider ist der Plan „Wir essen erst ‘ne Pizza, dann haben wir eine gute Grundlage“ grandios gescheitert. Egal. Das bisschen, was wir essen, können wir auch trinken. Denn: Noch mehr Geknutsche UND ein Outfitwechsel. Proooost!

Jessy hat sich eine Überraschung für Johannes ausgedacht, aber natürlich verät sie ihm nicht, was. Unser erster Eindruck von der „Liebesstation“? Boah nee, da könnt‘ ich mich ja echt übergeben. Irgendsoein Bett mitten in der Pampa, mit Rosen drauf…

Johannes macht uns fertig. Müssen die so viel knutschen? „Wenn Johannes mich küsst und berührt, dann sind auf jeden Fall Gefühle im Spiel. Dann passiert was mit mir“, gesteht Jessy. Knutschen, Outfitwechsel, Schluckschluckschluck.

 

Uuuuund am Ende vom Dreamdate #1? Werden die Vorhänge zugezogen. Was passiert da wohl? Wir trinken vorsichtshalber mal.

Dreamdate #2: David schützt vor „bösen“ Tieren

„Ich habe großen Respekt vor den Tieren und hoffe, dass David mich beschützen wird.“ Überraschung, Jessy hat vor etwas Angst. Ach ja und Outfitwechsel und Knutschen. Jessys Resümee: David würde es hinkriegen, das zu toppen, wenn sie mal heiraten würden… Aber der nimmt wahrscheinlich seine Bandjungs mit.

Knutschknutschknutsch. Bier Nummer 2. Nach 20 Minuten. Das ging schnell…

„Die machen ja gar nichts. Macht mal was.“ Erst hat Jessy Angst, dann will sie mehr Action von den hiesigen Elefanten. Und dann merken wir: Der Punkt „…wenn geknutscht wird“ ist heute unser Verhängnis…

Aber um auch mal wegen eines anderen Punktes zu trinken: Hat David wohl schon mal gelogen? „Ich habe mich hier wirklich verliebt. Damit hätte ich nie gerechnet.“ Lasst mal trinken, Girls! Und wieder wird die Tür geschlossen. Neue Regel: „Beim Bumsen müssen wir einen Schnaps trinken.“

Vorhang zu für Jessy und David

Vorhang auf für Niklas

„Weil es so schön war, muss ich dich jetzt verabschieden.“ Jessy bricht nicht nur uns das Herz, sondern auch Eskimo Callboy David. Wir so: „Ja, damit sie sich mit Psychoboy treffen kann. Oh mein Gott, ich habe schon voll einen im Kasten.“

So, Date mit Nick. Wir holen jetzt schonmal den Pfeffi raus. Jessy hat Angst vorm Sandsurfen. Überraschung. „Krass. Mega! In einem Satz. Triiiiiinken!“ Aber das war doch der Falsche. Ach, egal. Nick, dieser alte Charmebolzen: „Einer der schönsten Orte der Welt, die schönste Frau der Welt. Was zu trinken, Einsamkeit.“ Klingt gar nicht so abartig, oder? Moooment. Es folgt auf dem Fuße: „Ich hatte schon die verschiedensten Ex-Freundinnen. Aber rote Haare gehen gar nicht.“ Redhead-Bashing im TV? Buuuh! Jessy kontert: „Eigentlich steh ich nicht auf Männer ohne Haare!“ Aaaahahahaha! Buuuurn! Ich mein… You go girl!

Die Spekulationen beginnen. Wer wird es, wer fliegt?

„Die nimmt immer einen, den man überhaupt nicht leiden kann“, vermuten wir. „Da ist so die Luft raus zwischen den beiden. Das sieht man auch, wenn man nicht Psychologie studiert hat“, ist unsere Meinung zu #Jeklas. „Zusammen essen ist das Beste, was man machen kann“, meint Nick. Naja, mit Johannes und David hat sie „die Vorhänge zugezogen“ (den Euphemismus müssen wir uns merken).

Und dann das:

Dreamdate in Kapstadt: Jessica und Niklas flirten was das Zeug hält.

„Nick hat mir heute Nacht gesagt, dass er mich jetzt, hier und heute heiraten würde“. Psychoalarm! Prost! Erstes Mal knutschen mit Nick. Jetzt geht da auch der Vorhang zu! Wir so: „Ich hätte die ganze Zeit Angst, dass der mich entführt und irgendwo ankettet.“

Am nächsten Morgen will Jessy wissen: „Ich hab nicht geredet im Schlaf, oder?“ Nick so: „Ja, doch, aber ich hab nicht verstanden, was du genau gesagt hast. ‘Ja Nick, ich will oder so!‘“ Uuuuuääääähhhhh! Psycho? Yes… Trinken!

Aber es geht noch weiter: Nick hat ihr einen Brief geschrieben, will sie heiraten, weiß, dass sie die Traumfrau ist. Psyyyycho. Wir trinken wieder. Und dann nehmen die Gespräche eine ziemliche Wendung. „Der hat ja schon irgendwie einen Peniskopf. Aber unbeschnitten. Wegen der Mütze.“ Höhö.

Entscheidung. Oh mein Gott, wie spannend. Wer fliegt wohl? Wir sind uns nicht einig. Im Hintergrund läuft irgendeine Filmmusik. Titanic? Als das Schiff sinkt?

Werbung. Wir bekommen eine Nachricht per WhatsApp: „Ich gucke euch zu, ihr Suffis. Also ich möchte jetzt, dass Glatze gewinnt.“

Und mal zu einem ganz anderen Thema: „Wo bleibt der Pizazamann, Maaaaann!“ (Ja, wir haben Hunger.)

Okay, David ist weiter. Wooohhohhoo… Quietschen.

3…2…1… Wer fliegt jetzt? 2 Stimmen für Johannes, 1 für Nick. Der Verlierer muss ‘nen Schnaps trinken.

Niklas ist raus. Meine Kollegin und ich trinken. Niklas nimmt es wie ein… Psycho. Trink. Schlechter Verlierer. Trink. Überrascht uns aber gerade nicht so. Trink. Oooooohhhhhh! „Dieses Gefühl war nicht so stark wie bei den anderen“, findet Jessy. „Jetzt hat ‘se da noch so zwei blonde geschmierte Typen da“, finden wir (nicht, dass der glatzköpfige geschmierte Typ so viel besser war…).

Die Spekulationen sind groß. Was wenn es Johannes wird? Der hat doch mit Giuliana fremdgeflirtet. Das ist so spaaaaaannend! Aber erstmal dürfen die zwei Kontrahenten Jessys Eltern kennenlernen. „Wie sauber isses denn so bei dir?“, will Mama Paszka wissen. Typisch Mütter. „Ja, ich bin Musiker“. David weiß, wie man Eltern begeistert. „50 bis 60 Tage im Jahr schlafe ich nicht zu Hause.“ Mama Paszka findet: „Na okay, das geht ja.“

Dann ist Papa Paszka an der Reihe: „Hast du mal Bock, so mit zwei Männern?“ Ääöhh, hätte nicht gedacht, dass das so eine Show ist, „Wie findest du meine Tochter?“ David: „Also für mich ist das meine Frau.“ Okay, David lügt, oder? Proooost.

Mama Paszka hat die Weisheiten: „Wenn ist keine Vertrauen von Anfang. Mehh!“ Und am Ende das wohlwollende Urteil: „Aus deine Augen und sein Gesicht kommt was echtes!“ Ja, echter Glitzer. „Jetzt würde ich euch gern verabschieden, wenn das okay ist“. Cool, Jessy. Sage ich auch immer zu meinen Eltern. Aber zum Schluss noch: „Hast du sie denn schon geküsst?“ Neeeeeeeiiiiiin. (Trinktrinktrink).

Es folgt das Kennenlernen von Johannes und Mami und Papi Paszka. Die Mama: „Johannes hat „gerääädet und geräädet und geräädet.“ Ist uns auch schon aufgefallen. Hoffentlich nichts Wichtiges, denn nach so viel Bier und Schnaps stopfen wir uns gerade mit Pizza voll.

Wie Johannes die Eltern Paszka findet? „Reschpecktvoll.“

Die Kunst, Entscheidungen zu treffen, hat Jessy anscheinend nicht von ihrer Mutter geerbt. „Jessy, nimmst du zwei?“ Wir fragen uns mittlerweile auch, wo diese ganze Verliebtheit, Knutscherei und Belobhudelei hinführen soll. Knutsch, Prost, „Ich war stolz auf Johannes!“, resümiert Jessy. „Wenn ich in der Nacht der Rosen keine Rose krieg, weiß ich nicht, was ich machen soll“, gesteht Johannes.

Finaaaaale. Es geht los. „Die letzte Entscheidung könnte mich zerreißen“, fürchtet Jessy. Keine Sorge, nichts, was man mit ‘ner kleinen OP nicht wieder… Neeee. Sorry.

Fazit kurz vor der Entscheidung: Alle sind verliebt. Aber drei sind wohl einer zuviel.

Jessy im Weddingdress… Dabei ist Niklas ja schon weg. Ob wohl auch jemand anders sie „heute, jetzt und hier“ heiraten würde? Auch Jessy gesteht: „Ich hätte nie gedacht, dass ich zeitgleich für zwei Männer Gefühle haben könnte.“

Man sieht David zuerst. Schmeißt die ihn jetzt raus? Nee, cut, cut, cut.

Cut. Gott sei Dank. Die nimmt doch nicht echt Johannes, oder?

„Das hat mir gezeigt, dass ein Mann genau so sein muss wie du.“ Bäääähhh. Jessy zu Johannes. Langsam machen wir uns Sorgen. OMG, wie die das einfach switchen. Das haben die aber clever gemacht. Jessy so: „Du hast ein Boot. Das fand ich mega.“ Wow. Geil. Wahnsinn.

Kann man noch langsamer reden? Ich glaube nicht.

Dann: „Dennoch muss ich dir leider sagen, dass ich mich nicht verliebt habe!“ Oh, wie krass! Jessy wirft Johannes raus. Und heult danach. Prooooost! Johannes so: „In mir sieht‘s grad aus wie in ‘nem Mülleimer.“ Dasch gröschte Problem… Isch mein Schprachfehler.

Die Worte, auf die wir alle seit sieben Wochen gewartet haben: „ICH HABE MICH NUR IN EINEN VERLIEBT! Möchtest du die allerletzte Rose haben?“ DAVID, DAVID, DAVID!

Mann, was für eine Achterbahnfahrt. Wir mampfen jetzt den Rest unserer Pizza, trinken unser Bier aus und hoffen, dass wir morgen nur halb so verkatert aufwachen wie Jessy und David. Ich hoffe, ihr hattet ebenso viel Spaß wie wir!!!

Bildquellen: RTL, desired


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