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„Frau Jordan stellt gleich“ Staffel 2: Kann Feminismus lustig sein?

JOYN-Serie

„Frau Jordan stellt gleich“ Staffel 2: Kann Feminismus lustig sein?

Witze über die Gleichstellung von Frauen und Männern oder Sexismus? Ein absolutes No-Go, könnte man denken. Doch die JOYN-Serie „Frau Jordan stellt gleich“ beweist, dass auch an der Geschlechterfront der Einsatz von Humor nicht nur wichtig, sondern auch ziemlich klug ist!

Feminismus, Sexismus, Rassismus, Gender-Debatten, kulturelle Aneignung oder die „Fridays for Future“-Bewegung gehören sowohl zu den gesellschaftlich und politisch relevantesten als auch brisantesten Themen der Gegenwart. Bei all ihrer Ernsthaftigkeit, die diese Themen mit sich bringen, kommt die Frage auf, ob man ihnen eigentlich auch mit Humor begegnen darf? Die Antwort ist ganz klar: Ja! Den Beweis dafür liefert das JOYN-Original „Frau Jordan stellt gleich“ mit Kathrin Bauerfeind in der Hauptrolle, das nun bereits in die zweite Staffel ging.

Kathrin Bauerfeind spielt die Gleichstellungsbeauftragte Eva Jordan.

Den Finger in die Klischee-Wunder halten

Eva Jordan (Kathrin Bauerfeind) kämpft gemeinsam mit ihren drei KollegInnen Philipp (Alexander Khuan), Yvonne (Nathalia Belitski) und Renate (Mira Partecke) tagtäglich im Gleichstellungs-Büro der Stadt an vielen Fronten: Frauen bei der Feuerwehr, Soldaten als Erzieher oder deutsche Kinder, die an Karneval als Türke verkleidet gehen. Aber selbst sie treten immer wieder ganz ungewollt – oder mit voller Absicht – in sämtliche Fettnäpfchen. Doch dabei geht es um viel mehr als nur die Gleichstellung von Frauen und Männer. Wie auch im echten Leben geht es um die Gleichstellung von allen Minderheiten. Dafür steckt die Serie den Finger immer wieder ganz schön tief in die Klischee-Wunde und bleibt damit nah am Leben, denn die meisten Fälle der Comedy-Serie stammen aus dem wahren Leben.

Eva Jordan: Die neue Stromberg

Fans von Comedy-Serien werden sich bereits nach kurzer Zeit fragen, warum ihnen der Humor so bekannt vorkommt. Kein Wunder, denn die JOYN-Serie stammt aus der Feder von Stromberg-Erfinder Ralf Husmann. Wer heute einen Blick auf den Serienhit rund um den Büroalltag in einer Versicherungsfirma aus dem Jahr 2004 wirft, wird schnell bemerken, dass viele der damaligen Witze heute so nicht mehr möglich wären. Doch Autor Ralf Husmann hat mit Frau Jordan eine weibliche Version von Stromberg geschaffen und den Humor damaliger Zeiten in das Jahr 2020 katapultiert. Auf eine brillante Art und Weise, die schonungslos und sensibel zugleich mit sonst so gesellschaftlich relevanten Themen umgeht und ihnen Witz verleiht.

Eine Kombination, die es in Deutschland so bisher noch nicht gegeben hat. „Wir behandeln ein ernstes Thema und wissen alle, dass das in Deutschland nicht unbedingt für eine Comedy-Serie spricht, was durchaus daran liegen könnte, dass immer alle denken, wenn gelacht wird, nehme man die Sache nicht ernst“, wie die Schauspielerin in einem Interview mit Noizz verrät. Und dabei ist es doch genau das, was Humor auszeichnet: Ernstes mit Witz zu verbinden, die Königsdisziplin im Bereich der Comedy.

Auch Schauspielerin Kathrin Bauerfeind ist sich der Relevanz von Kraft und Humor bewusst: „Ich glaube, dass Comedy durchaus ein Bewusstsein schaffen kann und deswegen muss man sie gerade bei wichtigen Themen einsetzen. Wir können es uns meiner Ansicht nach nicht leisten, die Gleichstellung nur ernst zu nehmen. Sonst erreicht man etliche Leute nicht“. Mit ihrem Humor macht die Serie so auf ernste Themen aufmerksam.

Staffel 1 und 2 von „Frau Jordan stellt gleicht“ kannst du ab sofort bei Joyn Plus+ streamen. Die Free-TV-Premiere bei ProSieben ist für 2021 vorgesehen. Die erste Staffel von „Frau Jordan stellt gleich“ kannst du dir derzeit außerdem in der Mediathek von ProSieben ansehen. Die Free-TV-Premiere der 2. Staffel bei ProSieben ist für 2021 vorgesehen.

Bildquelle:

Joyn/ProSieben/Oliver Feist

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