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Interview

GZSZ-Star Olivia Marei: „Seit der Geburt schätze ich meinen Körper mehr!“

Seit Juli 2018 ist Schauspielerin Olivia Marei bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten in der Rolle Toni Ahrens zu sehen. Zum Casting der RTL-Daily flog sie nur wenige Monate nach der Geburt ihres Sohnes. Damals flossen die Tränen, denn zum ersten Mal musste die Schauspielerin sich von ihrem Baby trennen. Wie sie Kind und Karriere heute unter einen Hut bringt, warum sie ihren Körper seit der Geburt noch mehr schätzt und was sie sich für ihre GZSZ-Rolle wünschen würde, hat Olivia uns im Interview verraten. 

desired: Du bist Mama und arbeitest als Schauspielerin bei GZSZ. Wie bringst du Karriere und Kind zusammen? 

Ich finde es so schade, dass diese Frage weiterhin so häufig gestellt werden muss. Erfolgreiche Geschäftsmänner oder auch männliche Schauspieler werden doch auch nicht immer danach gefragt, ob und wie sie Karriere und Familie unter einen Hut bringen. Das Problem bei der Frage ist nicht die Frage selbst, sondern der Fakt, dass wir immer noch mit veralteten Geschlechterrollen im Kopf leben. Meistens nimmt die Mama sich Elternzeit und bleibt zuhause, während der Papa weiterarbeitet und seine Karriere voranbringen kann. Die Frau bleibt, oft natürlich auch aus eigenen Stücken, zu Hause und kümmert sich um das Kind. Damit verpasst sie aber auch die Chancen beruflich aufzusteigen und bleibt eventuell immer finanziell an den Mann gebunden.

Wie regelt ihr das?

Ich habe das große Glück, dass mein Mann und ich uns wirklich alle Aufgaben aufteilen, je nach Lust und Laune. Als ich vier Monaten nach der Geburt die Rolle bei GZSZ bekommen hatte, ist er zu Hause geblieben und hat sich um unseren Sohn gekümmert, damit ich diese Wahnsinns-Chance ergreifen konnte. Außerdem unterstützen mich meine Eltern in allem, was ich tue. Das Arbeiten als Schauspielerin macht mich, glaube ich, übrigens auch zu einer besseren Mama. Ich kann mich in meinem Beruf ausleben, bin ausgeglichen und kann diese Freude auch an mein Kind weitergeben. 

Wie hast du dich verändert seit du Mama bist?

Seit der Geburt meines Sohnes bin ich definitiv selbstbewusster geworden, weil ich das Wunder, ein Kind zu gebären, zu dem unser Körper fähig ist, selbst erleben durfte. Mir ist die Nichtigkeit von Schönheitsidealen und im Gegensatz die Wichtigkeit der Gesundheit klar geworden. Zusammen mit dem Glücksgefühl ein Kind großziehen zu dürfen, kommt aber natürlich auch eine Sorge um das Kind. Dadurch bin ich auch emotionaler, emphatischer und vorsichtiger geworden. 

In welchen Momenten stößt du als Mama an deine Grenzen? Hast du manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn du dein Kind in die Kita bringst und dann arbeiten gehst? 

Ich habe nie ein schlechtes Gewissen meinen Sohn in die Kita zu bringen. Er liebt es dort, freut sich morgens schon auf seine beste Freundin und ich weiß, dass er dort manche Sachen lernt, die er nur unter Gleichaltrigen lernen kann und nicht von seinen Eltern. Trotzdem ist es natürlich das allergrößte Glück ihn nach der Arbeit von der Kita abholen zu dürfen, zu sehen wie er mit offenen Armen und einem Lachen auf mich zustürmt.  

Wie würdest du dich als Mama beschreiben? Bist du sehr vorsichtig oder doch eher locker?

Ich würde mich eher als locker beschreiben. Wir versuchen unserem Sohn relativ viel Freiheit zu lassen. Ich bin überzeugt davon, dass es wichtig ist, dass er aus Fehlern lernt, hinfällt und lernt wieder aufzustehen. Dabei sind wir aber sehr bedacht, ihm ein grundlegendes Netz von Sicherheit zu gewähren. Wir werden ihn immer nach einem Sturz trösten, wir begleiten ihn in den Schlaf und zeigen ihm, dass Mama und Papa immer für ihn da sind. 

Wer übernimmt den größeren Part in der Erziehung? Du oder dein Mann? Und wer ist strenger?

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass die Erziehung bei uns komplett ausgewogen ist. Mein Mann schafft es konsequenter als ich zu sein, da muss ich noch etwas an mir üben. 

Du hast schon öfter öffentlich über deinen After-Baby-Body und Makel wie Cellulite gesprochen. Wie hast du dich nach der Geburt gefühlt? Hattest du damit zu kämpfen, dass dein Körper sich verändert hat?

Die Veränderung zu meinem After-Baby-Body war für mich eine positive. Ich schätze ihn nun viel mehr und bin stolz auf das, was er leisten kann anstatt darauf wie er aussieht. 

Du hast vor einiger Zeit auf Instagram ein Foto am Strand gepostet, stehst dort offen zu deiner Cellulite. Viele Fans haben dich dafür gefeiert. Wie schafft man es, so positiv mit seinem Körper umzugehen? Hattest du beim Posten dieses Fotos Angst vor den Reaktionen der Fans?

Als ich das Foto gepostet hatte, hatte ich überhaupt nicht mit so vielen Reaktionen, ob gut oder schlecht, gerechnet. Es war einfach nur ein Schnappschuss aus unserem Urlaub. Umso mehr hat es mich gefreut, dass das Foto und generell mein Instagram-Kanal anderen Menschen Mut macht. Es ist kein Wunder, dass viele Menschen sich unsicher in ihrem Körper oder gar „nicht schön“ fühlen. Schließlich wird seit Jahrhunderten ein (wenn auch nicht immer das gleiche) Schönheitsideal gepusht und individuelle Besonderheiten eher schlecht gemacht, als wertgeschätzt. Ich finde es wichtig, dass wir, besonders als Personen des öffentlichen Lebens, offen mit unseren vermeintlichen Fehlern oder Schwächen umgehen, um genau diese wieder „en Vogue“ zu bringen.  

Auf Instagram zeigen viele Frauen ihren perfekten After-Baby-Body kurz nach der Geburt. Schaust du da auch mal „neidisch“ hin? Oder bist du der Meinung, dass es keinen perfekten After-Baby-Body gibt - wie deine Kollegin Chryssanthi mal so schön gesagt hat. 

Ich kann da Chryssanthi nur zustimmen. Jeder Körper ist anders, jeder sieht anders vor einer Geburt und auch nach einer Geburt aus! 

Wie verbringst du die freie Zeit ohne Kind? Was genießt du dann am meisten? 

Ich lese sehr gerne. Wenn ich mich richtig entspannen möchte, lege ich mich in die Badewanne mit einem Buch. Außerdem liebe ich lange Spaziergänge, bei denen ich Musik oder Podcasts höre. Und wenn Corona endlich vorbei ist, freue ich mich auf eine fette Party mit Freunden und Kollegen, weil feiern muss ja auch mal sein. (lacht.)

Aktuell gibt es keine Sex-Szenen bei GZSZ, allerdings zeigst du dich ja hin und wieder etwas freizügiger. Ist es für dich komisch, dich vor der Kamera nackt zu zeigen? 

Ich habe kein Problem damit mich freizügig oder sogar nackt zu zeigen, solange es für die dramaturgische Entwicklung der Geschichte wirklich notwendig ist. Vor GZSZ hatte ich mal eine oben ohne (und Sex-Szene) mit Kostja Ullmann für den Kinofilm „Mein Blind Date mit dem Leben“. Das war um einiges schwieriger als intime Szenen bei GZSZ, weil ich weder Kostja noch den Regisseur oder das Team vorher kannte und selbst das hat dann Spaß gemacht. Bei GZSZ fühle ich mich zuhause, ich kenne das Team und die Kollegen, kann ihnen vertrauen und mich dadurch auch fallen lassen. Darum geht es ja im Endeffekt bei intimen Szenen (und sogar Schauspiel im Allgemeinen): sich fallen zu lassen und sich öffnen zu können.

Magst du Tonis Style oder dürfte der doch etwas schicker werden?

Sagen wir es mal so, ich habe kein Problem mit Tonis Style. Sie macht sich nicht so viele Gedanken darüber und sieht eben aus wie die meisten Menschen, denen ich im Bus oder in der Bahn begegne. Schicker muss sie für mich auf keinen Fall werden. Höchstens etwas cooler. (lacht.)

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Welche Parallelen gibt es zwischen dir und deiner Rolle? Und welche Unterschiede?

Toni ist in vielen Bereichen unerfahrener als ich. Sie steckt gerade in ihrer ersten Beziehung, während ich schon verheiratet und Mama bin. Auf der anderen Seite teilen wir beide den gleichen Traum: mit einem Auto oder Camper die Panamericana runter zu fahren. Wir lieben beide das Gefühl von Freiheit!

Was findest du toll an Toni und was weniger?

Toni ist gerecht, loyal und möchte etwas verändern in der Welt. Das schätze ich sehr an ihr! Manchmal wünschte ich mir, sie könnte lockerer, spontaner und noch kindlicher sein, aber das musste sie wohl, als sie mit 16 von zuhause abgehauen ist, relativ schnell ablegen. 

Warum tun sich Toni und Erik deiner Meinung nach gut?

Toni und Erik sind so unterschiedlich, aber ergänzen sich perfekt. Sie hilft ihm sich in der Gesellschaft einzugliedern und ein „normales“ Leben zu führen, während er nicht so festgefahren ist und sie auflockert. 

Toni und Erik wirken wie füreinander gemacht. Erkennst du Gemeinsamkeiten zu deiner Beziehung im wahren Leben?

Meine Beziehung zu meinem Mann lässt sich gar nicht zur „ERNI“-Beziehung vergleichen. Jede Beziehung ist so unterschiedlich und individuell - sind ja schließlich auch andere Menschen involviert. 

Könntest du dir ein Umstyling vorstellen? Vielleicht eine andere Haarfarbe? 

Ich liebe meine roten Haare und hatte eigentlich nie ein Problem mit der Farbe, auch wenn ich früher deswegen manchmal Pumuckl, Hexe oder Ähnliches genannt wurde. Als ich 16 war und für ein halbes Jahr in den USA gewohnt habe, habe ich mir blonde Strähnchen machen lassen - ein Fehler, den ich nicht wiederholen werde. Ich mag generell aber Veränderung und bin offen für Neues. Ich hätte mal Lust auf einen Pony oder einen Bob. 

Solltest du mal aussteigen, wie würdest du dir deinen Ausstieg wünschen?

Puh, darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich hoffe, ich habe noch ein bisschen Zeit mir dazu was zu überlegen. (lacht.)

Gibt es noch andere TV-Shows, die dich reizen würden? Let's Dance? Dschungelcamp? 

Dschungelcamp wäre nichts für mich. Let’s Dance schon, weil ich mich als absoluten Tanzmuffel sehe und es eine echt große Challenge für mich wäre. Generell interessieren mich als Schauspielerin aber natürlich am meisten fiktionale Formate. Ich würde gerne andere starke Frauen-Rollen spielen, zum Beispiel in einem historischen Film über Emanzipation. 

Danke für das tolle Gespräch!

Du möchtest wissen, wie es mit GZSZ-Toni weitergeht? Wir verraten nur so viel: Es wird spannend und turbulent, denn die Liebe von Erik und Toni wird dieses Jahr auf eine harte Probe gestellt. Die neuesten Folgen kannst du jetzt schon vorab im Premiumabo bei TVNow sehen.

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Bildquelle: MG RTL D – Rolf Baumgartner

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