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„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Zwischen Begeisterung & Schock

Neu bei Prime

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Zwischen Begeisterung & Schock

Diese Geschichte hat bereits 1978 für ordentlich Diskussionen gesorgt und auch 2021 schockiert sie erneut: Mit „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ wagt sich Amazon an eine Neuauflage der weltweit bekannten Geschichte von Christiane F. und liefert eine Prime Original Serie mit modernem Blick auf die Geschehnisse, die es erneut schafft, mit Party, Rausch und Zerfall zu schockieren und zu begeistern. 

Neuerzählung eines Weltbestsellers

Genau 40 Jahre nach der erfolgreichen Verfilmung von „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ geht das große Drama mit einer Neuerzählung in Serie. Viele haben die wahre Geschichte von Christiane F. und ihrem Freundeskreis, mit dem sie in die düstere Drogenszene des West-Berlins der 70er-Jahre gerät, sicherlich in der Schule gelesen, andere vielleicht vor langer Zeit sogar den schockierenden Film von 1981 gesehen. Beide zeigen Christiane F. als ein einsames 12-jähriges Mädchen ohne Ziele, das sich in seiner Drogensucht in die Prostitution begibt, um seine Abhängigkeit finanzieren zu können. Die achtteilige Amazon-Serie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ will genau diese kontroverse und fesselnde Geschichte in einer modernen Neuerzählung wieder aufleben lassen.

Im Mittelpunkt der neuen Bahnhof-Zoo-Serie steht die 15-jährige Christiane F., gespielt von der 22 Jahre alten Jana McKinnon (bekannt aus dieser anderen deutschen Serie), die in einem Plattenbau in Berlin-Gropiusstadt aufwächst. Eines Tages lernt Christiane mit Stella (Lena Urzendowsky), Babsi (Lea Drinda), Axel (Jeremias Meyer), Benno (Michelangelo Fortuzzi) und Michi (Bruno Alexander) ihre neue Clique kennen, die wie sie selbst mit Problemen zu kämpfen haben und gerade eine Krise durchleben. Die Jugendlichen suchen Ablenkung. Und die finden sie im Feiern. Gemeinsam nehmen sie zum ersten Mal harte Drogen, die sie ihre Probleme vergessen lassen – zumindest für einen kurzen Augenblick. Denn was darauf folgt, ist kein berauschendes Paradies mehr…

Flucht in den Drogenrausch

Elektronische Musik dröhnt mit harten Bässen aus den Lautsprechern, die Tanzfläche ist gefüllt mit durchgestylten und tanzwütigen Jugendlichen, die Stimmung ist ... berauschend. Was der Blick in einen Club aus dem Jetzt (Prä-Corona) sein könnte, ist eine Reise in die legendären Nächte der Berliner Diskothek „Sound“ in den 70er Jahren. Jener Club, in dem Christiane und ihre Clique getanzt, getrunken und „gedrückt“ haben. Jener Moment, in dem die Jugendlichen erneut zur Spritze greifen und sich die stark abhängig machende Droge Heroin spritzen und der Drogenrausch mit all seinen Höhen und Tiefen durchlebt wird –  Szenen, die nicht nur im Film von 1981 für schockierende Bilder gesorgt haben, sondern auch in der neuen Amazon-Serie. Doch bis zu dem Moment, in dem die Zuschauer*innen zum ersten Mal Axel in seiner leicht verwahrlosten Wohnung sehen, wie er seinen Oberarm mit einem Gurt abschnürt, Heroin auf einem Löffel erhitzt und sich die Droge in seine Vene spritzt, vergehen einige Folgen, in denen der tragische Verlauf der Geschichte kaum zu ahnen ist.

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Christiane F. und ihre Clique (v.l.n.r.): Stella, Axel, Christiane, Benno, Babsi, Michi

Die Kinder vom Bahnhof Zoo

Die Serie nimmt langsam Fahrt auf und fordert Geduld von ihren Zuschauer*innen und funktioniert dabei wie ein klassisches Drama. So kündigt sich der dramatische Konflikt durch die Geschichte der Jugendlichen langsam an. Während Christianes Vater fast ihre schwangere Mutter ertränkt, leidet die junge Stella unter ihrer alkoholabhängigen Mutter und wird von einem Gast der Kneipe ihrer Mutter vergewaltigt, die ihr es jedoch nicht glaubt, und Babsi hat gerade erst ihren Vater verloren und scheint durchzudrehen. Und dann wäre da noch Benno, der mit Tieren sprechen kann und versucht an Geld zu kommen, um das Leben seines Hundes zu retten; Michi, der heimlich in Benno verliebt ist und Axel, der sich von der Stasi verfolgt fühlt.

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

„We could be Heroes“

Die Geschehnisse nehmen langsam an Fahrt auf und bereiten so den Höhepunkt vor. Jenem Punkt der Geschichte, in dem die „Heroes“ ihr tragisches Moment erleben und die Handlung ihren Höhepunkt erreicht: Jener Moment, in dem Christiane auf einem David-Bowie-Konzert zum ersten Mal Heroin nimmt. Doch anstatt sich jetzt zu verlangsamen, setzt nun der wirkliche Kampf um den nächsten Rausch ein – und auch den Entzug. Mit starken Bildern lassen die Produzent*innen die Zuschauenden nachfühlen, wie instabil die Welt eines heranwachsenden Jugendlichen und wie schrecklich ihr Zusammenbruch sein kann. Ein abschreckender und verstörender Zerfall, der die Drogenabhänigkeit von Christiane und ihren Freunden mit all ihren Folgen zeigt. Die Geschichte von einem langen Trip, der nicht für alle gut ausgeht und mehr als eine Katastrophe hervorruft ...

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Christiane ist am Tiefpunkt angelangt. Wird sie der Sucht und der Drogenwelt rund um den Bahnhof Zoo entkommen?

Mehr als eine Neuauflage

Wer sich an eine Neuauflage wagt, muss damit rechnen, dass diese mit ihrer Vorlage verglichen wird. Doch wer die neue Amazon-Serie schaut, wird schnell bemerken, dass diese nicht den Film von 1981 kopieren, sondern die Geschichte rund um Christiane F. neu erzählen möchte. Eine Geschichte, die genau so gut im Hier und Jetzt spielen könnte. Vielleicht genau aus diesem Grund ist nicht immer ersichtlich, dass die Serie in den 70er-Jahren spielt. Das Styling der Schauspieler*innen und der Look des kalten Berlins, seiner Plattenbauten und feierwütigen Elektro-Szene. Bilder, die nicht auf Geschichten aus gestrigen Zeiten schließen lassen, sondern zeigen, dass die Tragödie von Christiane und ihren Freund*innen auch heute genau so passieren kann. Denn die Probleme, die Jugendliche immer wieder zum Fall bringen, sind auch heute noch die gleichen ...

Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Audio-Dokumentation von Audible

Mit der Serie startet auch die Audible Audio-Dokumentation „Das Berlin der Kinder vom Bahnhof Zoo“ von Clemens Marschall, Lorenz Schröter und Miku Sophie Kühmel, in der erstmals bislang unveröffentlichte Original-Aufnahmen der Interviews zwischen Christiane F. und den Stern-Reportern Horst Rieck und Kai Hermann zu hören sind. Aufrüttelnden O-Töne entführen dich hier als Zuhörer*innen nicht nur in das spannende West-Berlin der 70er Jahre, sondern lassen dich das Lebensgefühl der damaligen Teenager nachempfinden.

Die moderne Interpretation des weltbekannten Bestsellers „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ kannst du seit dem 19. Februar auf Amazon Prime Video streamen.

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Bildquelle:

Amazon Prime, Constantin Film

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