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Helena Serbentam 26.02.2018

Polyzystisches Ovarialsyndrom. Das ist Leahs Diagnose. Der Körper der 33-jährigen Frau aus Wisconsin, USA, befindet sich dauerhaft in einem hormonellen Ausnahmenzustand. Brust, Beine, Arme, Bauch und Rücken sind so stark behaart, wie wir es normalerweise nur bei Männern kennen. Jahrelang wird Leah deshalb gemobbt und sie versucht immer wieder, ihr Körperhaar zu entfernen. Doch nun ist damit Schluss.

Männliche Hormone sorgen für Körperhaar

Durch das Polyzystische Ovarialsyndrom produziert Leahs Körper männliche Sexualhormone. Auch an Kinn, Wangen und Brust wachsen daher stärker Haare als bei anderen Frauen. Doch das ist eine harmlosere Erscheinung der Krankheit. Das Syndrom erzeugt außerdem fettige Haut, Akne und Zysten an den Eierstöcken. Dadurch werden viele Patientinnen unfruchtbar. Laut dem Universitätsklinikum Heidelberg leidet, wie Leah, etwa jede 10. Frau weltweit an den Symptomen. Doch Leahs Körperhaar tritt deutlich kräftiger auf als bei den meisten anderen.

Leah hat sich entlossen, sich nicht mehr zu verstecken.

 

Heute genießt Leah ihre Weiblichkeit.

Kampf gegen Mobbing

Nach jahrelangem Mobbing entschloss Leah sich 2015 dazu, sich nicht mehr zu rasieren. Stattdessen macht sie nun Fotos von sich und ihrem Körper, die sie auf Instagram postet. Der Kanal hat den Namen “Happyandhairy”, zu deutsch also “glücklich und haarig”. Dort will sie auch anderen Frauen Mut machen, ihren Körper so zu akzeptieren, wie er ist. Unter einem Bild schreibt sie: „Das ist für die Teenagerin, die wegen ihrer Haare schämt, die sich auf ihrem Körper ausbreiten und sich deshalb verängstigt fühlt. Für die Frau, die noch nie eine Frau gesehen hat, dir ihr gleicht. Für alle, ob sie sich haarig sind oder nicht. Für denjenigen, der sich alleine fühlt. Du bist nicht allein. Wir sind schön.“ Über die Bedeutung von Weiblichkeit und Schönheit erzählt sie auf ihrem Youtube-Kanal.

Niemand sollte sich seinen Körper schämen müssen. Individualität ist ein Geschenk. Doch in Zeiten, in denen wir immer wieder auf das angebliche Körperideal eines Topmodels hingewiesen werden, ist es oft schwer, zu sich selbst zu stehen. Leahs Mut, sich so zu präsentieren, wie sie ist, zeugt von sehr viel Stärke. Sie ist ein großes Vorbild.

Bildquelle:

Instagram/Happyandharry


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