Kundalini Yoga-Übungen
Katja Gajekam 15.11.2016

Es gibt nahezu unendlich viele Möglichkeiten, sich mit der philosophischen Lehre des Yoga zu entspannen und seine innere Ruhe zu finden. Verschiedene Unterformen können sich jedoch auch auf ganz spezielle Bereiche fokussieren. So verhelfen Dir verschiedene Kundalini-Yoga-Übungen zu einer Bewusstseinserweiterung und dem Finden Deiner persönlichen Stärken. Dabei soll die Kundalini-Energie, eine Art Ur-Energie, Schritt für Schritt erwachen. Sie dient dazu, Dein volles geistiges und körperliches Potential auszuschöpfen und so Deine Fähigkeiten zu steigern.

Was ist Kundalini Yoga? Es ist eine Kombination aus verschiedenen Übungen und Meditation. Das System hat seinen Ursprung im Hinduismus und ist bereits mehr als fünf Jahrtausende alt, wurde einer breiten Masse jedoch erst vor etwa 100 Jahren bekannt. Die Kundalini-Yoga-Übungen können bei Beschwerden des Rückens, einer schlechten Haltung oder anderen Schmerzen helfen und sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet.

Kundalini Yoga

Bei den Kundalini-Yoga-Übungen ist die Haltung wichtig.

Kundalini-Yoga-Übungen

Bevor Du mit den Übungen beginnst, solltest Du Dir erst ein paar Dinge bewusst machen. Um Deine Energien gezielt zu lenken und Körper und Geist in Einklang zu bringen, reicht es nicht, einfach nur die Kundalini-Yoga-Übungen durchzuführen. Auch das Drumherum muss stimmen: So sollte Dein Umfeld entspannt und auch die Ernährung angepasst sein. Idealerweise isst Du zwei Stunden vorher nichts mehr, achtest dafür aber darauf, genügend Wasser zu trinken. Während der Übungen solltest Du barfuß sein und stets auf Deine Atmung achten. Werde Dir Deiner Haltung genau bewusst und versuche, in Deine Gliedmaßen hineinzuspüren.

Kundalini Yoga - Muktasana

Im „Muktasana“ bist Du ganz entspannt.

1. „Muktasana“, der aufrechte Sitz

Diese Kundalini-Yoga-Übung entspannt Körper und Geist gleichermaßen. Sie ist besonders gut für den Rücken, die Hüfte oder wenn Du Knieprobleme hast. Begib Dich in den Schneidersitz, also setz Dich mit gekreuzten Beinen aufrecht auf den Boden oder ein Kissen. Du sollst es bequem haben, damit Du Dich voll und ganz konzentrieren kannst. Deine Hände ruhen auf Deinen Oberschenkeln, die Schultern und das Gesicht sind entspannt. Achte darauf, dass Kopf, Nacken und Wirbelsäule eine Linie bilden. Nun senkst Du das Kinn, damit es auch der Nacken bequem hat. Atme tief ein und entspanne bei jedem Atemzug den Brustkorb. Verweile so einige Minuten. Am Ende der Übung streckst Du langsam Deine Beine aus und lässt Deine Füße ein paar Mal kreisen, damit die Durchblutung wieder angeregt wird.

2. „Spinal Twist“, das Rumpfdrehen

Der Spinal Twist ist besonders gut für Yoga-Anfänger geeignet. Er kräftigt die Wirbelsäule, massiert die inneren Organe und dehnt den Rücken. Du beginnst die Übung mit der einfachen, aufrechten Sitzhaltung, ähnlich dem „Muktasana“. Die Hände legst Du auf Deine Schultern, die Oberarme stehen parallel zum Boden. Nimm Deine Daumen hinter die Schultern, die anderen Finger streckst Du vor die Schultern. Nun konzentrierst Du Dich ganz auf Deine Atmung: Beim Einatmen drehst Du Kopf und Oberkörper nach links, beim Ausatmen nach rechts. Wiederhole diese Vorgänge für etwa zwei Minuten. Wenn Du diese Kundalini-Yoga-Übung richtig und konzentriert durchführst, sollten Rücken- und Nackenschmerzen gelindert und Glückshormone freigesetzt werden.

Kundalini Yoga - Stretch Pose

Bei der „Stretch Pose“ hebst Du nach und nach Kopf, Arme und Beine.

3. „Stretch Pose“, die Streckposition

Die dritte Kundalini-Übung soll die Körpermitte stärken, die Körperspannung verbessern und sich positiv auf die Verdauung auswirken. Außerdem fördert sie einen straffen Bauch! Dafür ist sie jedoch auch etwas anspruchsvoller. Lege Dich für die Streckposition flach auf den Rücken, die Arme ruhen neben dem Körper. Spann die Beine leicht an und achte darauf, dass sich Deine Knie, Fersen und großen Zehen berühren. Ziehe den Bauch nach innen und hebe langsam den Kopf an, bis Du Deine Zehen siehst. Anschließend hebst Du Arme und Beine einige Zentimeter an und verweilst so etwa eine Minute. Diese Übung verlangt viel Durchhaltevermögen, Anfänger können es sich jedoch einfacher machen, indem sie nacheinander jeweils nur ein Bein anheben.

Die verschiedenen Übungen des Kundalini Yoga für zu Hause haben vor allem das Ziel, Deine Gedanken zu beruhigen, damit Du Dich auf Deine Stärken konzentrieren kannst. Bringst Du Haltung, Atmung und Meditation in Einklang, so wirst Du bald eine positive Veränderung spüren. Auch die schwierigeren Übungen wirst Du mit der Zeit leichter meistern und flexibler werden. Solltest Du Probleme mit Deiner Wirbelsäule haben, frage jedoch vorher unbedingt einen Arzt, ob solche Übungen für Dich geeignet sind. Übrigens erfährst Du bei uns auch, wie du mit Yoga abnehmen kannst und welche leichte Übungen sich für zwischendurch eignen.

Hier im Video kannst Du Dir nochmal ein paar Kundalini-Yoga-Übungen auf Englisch ansehen:

Bildquelle: iStock/Poike, iStock/paultarasenko, iStock/nd3000, iStock/jacoblund

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