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Nie wieder!?

Aus statt Veränderungen: Der Echo wird abgeschafft!

Seit der diesjährigen Echo-Verleihung sind noch keine zwei Wochen vergangen. Trotzdem gab es kaum einen Tag ohne neue Meldungen zum umstrittenen Musikpreis. Nach dem Eklat um die Rapper Kollegah und Farid Bang hatte der Bundesverband der deutschen Musikindustrie (BVMI) eigentlich Neuerungen angekündigt, doch nun ist es offiziell: Es wird nie wieder ein Echo verliehen!

Die heute veröffentlichte offizielle Mitteilung auf der Homepage des BVMI liest sich unmissverständlich. Gleich im ersten Satz heißt es dort: „Den ‚ECHO‘ wird es nicht mehr geben.“ Zu diesem Beschluss ist der Vorstand laut der Faz während einer außerordentlichen Sitzung in Berlin gekommen. Damit reagiert der Verband eindeutig auf die heftige Kritik aufgrund der Verleihung des Echo in der Kategorie „Hip Hop National“ für Kollegah und Farid Bang. Nachdem in den letzten Tagen immer mehr Künstler ihren Preis zurückgegeben haben, fürchtet der Vorstand des Verbands scheinbar um den Ruf des Echo:

Die Marke ECHO sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, der auch eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach sich ziehe.

Offizielle Mitteilung des BVMI

Jury statt Verkaufszahlen

Klaus Voormann Echo
Klaus Voormann gab seinen Echo für sein Lebenswerk schon wenige Tage später aus Protest zurück.

Dennoch herrscht beim BVMI Bedauern um den Verlust des Musikpreises. Auch wenn der Echo in seiner bisherigen Form nicht mehr verliehen werde, sei für den Vorstand dennoch klar, dass es in Zukunft weiterhin eine Auszeichnung für Deutschland, dem drittgrößten Musikmarkt weltweit, geben soll. Anstatt die Preisvergabe aber wie bisher von den Verkaufszahlen abhängig zu machen, soll beim neuen Musikpreis eine Jury entscheiden, wie es auch schon beim Echo für Klassik und Jazz der Fall ist. Bereits im Juni wird der Verband hierfür einen Workshop veranstalten, um sowohl die neuen Rahmenbedingungen festzulegen als auch über Kunstfreiheit und ihre Grenzen zu debattieren. Damit scheinen die Veranstalter des Echo nicht nur auf die Kritik um die antisemitischen Textzeilen von Kollegah und Farid Band zu reagieren, sondern beim künftigen Preis auch Qualität statt Quantität in den Vordergrund rücken zu wollen.

Auch wenn es bereits in den letzten Jahren Diskussionen um den Echo gab, scheint der Ruf nach der diesjährigen Verleihung wohl zu sehr beschädigt worden zu sein. Was hältst du davon, dass künftig eine Jury entscheiden soll, wer in Deutschland für seine Musik ausgezeichnet wird? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquelle: Getty Images/Andreas Rentz
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