3 Gründe

Warum Gesichtsreinigungs­tücher schlecht für die Haut sind

Warum Gesichtsreinigungs­tücher schlecht für die Haut sind

Hand aufs Herz: Wäschst du dir jeden Abend dein Gesicht, oder verwendest du aus Bequemlichkeit auch gerne mal Gesichtsreinigungstücher? Praktisch sind sie zwar, aber mal abgesehen davon, dass du so eine ganze Menge Müll produzierst, tust du damit auch deiner Haut nichts Gutes. Wir können dir gleich drei Gründe nennen, warum Gesichtsreinigungstücher nur im Ausnahmefall verwendet werden sollten.

#1 Sie enthalten Konservierungsmittel

Würdest du ein in Mizellenwasser getränktes Wattepad einige Tage in einer Dose aufbewahren, würden sich früher oder später Keime darauf bilden. Bei Gesichtsreinigungstüchern ist das nicht der Fall. Warum? Die feuchten Tücher werden neben pflegenden Zutaten auch mit Konservierungsmitteln versehen. Anders wäre es nicht möglich, dass die Tücher auch mehrere Tage nach dem Öffnen noch feucht sind und nicht schimmeln.

Fast alle Gesichtsreinigungstücher von bekannten Herstellern – egal, ob Luxus- oder Eigenmarke – enthalten einen der folgenden Stoffe, die Allergien und Hautreizungen auslösen können. Einige werden mittlerweile sogar als krebserregend eingestuft:

  • Butylphenyl Methylpropional
  • Chlorphenesin
  • Methylisothiazolinone
  • Methylparaben
  • Paraffinum Liquidum
  • Phenoxyethanol
  • Poloxamer 184
  • Polyaminopropyl Biguanide

Anstatt die Etiketten mühsam zu entziffern, kannst du die Inhaltsstoffe deiner Gesichtsreinigungstücher auch bei Seiten wie Codecheck überprüfen und erhältst ausführliche Infos, warum diese als bedenklich eingestuft werden. Leider gibt es kaum Produkte, die keine hautreizenden Konservierungsstoffe enthalten. Eine der wenigen Ausnahmen sind die Naturkosmetik-Reinigungstücher von Alviana, die du für 2,50 Euro bei Rewe* bestellen kannst.

Feuchttücher alviana

#2 Sie reinigen deine Haut nicht

Auch wenn es immer noch besser sein mag, Reinigungstücher zu verwenden, anstatt mit einem Gesicht voller Foundation und Mascara ins Bett zu gehen, gibt es weitaus bessere Möglichkeiten. In der Regel verteilst du einen Teil deines Make-ups nur im Gesicht. Würdest du anschließend noch mal mit einem Wattepad und etwas Toner darüber gehen, würdest du sehen: Sauber ist das keinesfalls! Auf diese Weise können über Nacht ganz leicht Pickel entstehen. Dem kannst du aber einfach vorbeugen, indem du dein Gesicht in zwei Schritten reinigst:

  1. Make-up wahlweise mit einem in Make-up-Entferner getränkten Wattepad, einem wiederverwendbaren Waschpad* oder einem Gesichtsreinigungs-Öl* entfernen.
  2. Wasche anschließend dein Gesicht mit einem milden Reinigungsgel.

#3 Sie sind ungeeignet für deine Augen

Bei den meisten Gesichtsreinigungstüchern muss man insbesondere bei wasserfestem Mascara ganz schön rubbeln, bis alles abgeht. Deine empfindliche Haut um die Augen kann dabei Schaden nehmen: Durch die festen Bewegungen können Hautreizungen und sogar Fältchen entstehen. Denkt man dann noch an die Konservierungsstoffe, möchte man am liebsten nie wieder Gesichtsreinigungstücher in die Nähe seiner Augen lassen!

Feuchttücher verursachen zudem eine Menge unnötigen Müll, enthalten oftmals Palmöl und sind in der Regel nicht biologisch abbaubar. Zum Glück gibt es mittlerweile viele nachhaltige Alternativen, die uns überzeugt haben:

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Auf Festivals und auf Reisen ist es schwer, auf die praktischen Tücher zu verzichten. Zu Hause solltest du jedoch deiner Haut und der Umwelt zuliebe eine bessere Alternative wählen. Wie überwindest du dich, bei großer Müdigkeit noch dein Gesicht vorm Schlafengehen zu waschen? Verrate uns deine Tipps in den Kommentaren!

Bildquelle:

Getty Images/ourlifelooklikeballoon, Rewe

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