Im Interview

Carmen und Julia von Oh APRIL über Frauen-Power

Carmen und Julia von Oh APRIL über Frauen-Power

2018 wagten Fashion-Bloggerin Carmen Kroll und Designerin Julia Zwingenberg einen mutigen Schritt. Gemeinsam brachten die beiden Freundinnen mit OH APRIL ihr eigenes Label auf den Markt. Unter dem Leitfaden In Girls We Trust kreieren sie seitdem gemeinsam Mode für starke, selbstbewusste Frauen. Mit Erfolg! Denn mittlerweile gehört zu dem Label nicht nur ein eigener Online-Shop, sondern auch ein Store in Köln. Im Interview wollten wir wissen, wie die Gründerinnen über klassische Rollenbilder denken, welche Ziele sie haben und wie Männer und Frauen besser zusammenarbeiten sollten. 

Wie habt ihr den Mut gefasst, euer eigenes Label zu gründen?

Mut haben wir aus der Kombination unserer Stärken geschöpft und diese in unserem
Label OH APRIL gebündelt. Natürlich ist aller Anfang schwierig und es gibt immer
wieder Rückschläge, doch es ist wichtig, den Mut zu haben weiterzugehen und an
seine Ziele und Träume zu glauben.

Wir lieben Mode und wollten ein Label mit einer Aussage gründen, um das Selbstbewusstsein der Frauen weiter zu stärken.

Carmen & Julia von Oh April
Carmen Kroll Oh April
Carmen Kroll ist eine der Gründerinnen von OH APRIL

Welches Ziel verfolgt ihr mit eurer Botschaft In Girls We Trust?

In Girls We Trust ist unser Leitspruch, an dem wir uns immer orientieren. Unsere
größte Inspiration ist die Vielfältigkeit jeder einzelnen Frau. Das fließt in all unsere
Designs ein und ist auch in jedem Bereich unseres Unternehmens zu finden.
Besonders wichtig ist hierbei der Support. Wir müssen aneinander glauben und uns
unterstützen  nur dann können wir wachsen. Wir wollen mit unserem Spirit bei OH
APRIL etwas positives Bewegen und eine Community schaffen, die sich positiv
bestärken.

Wie steht ihr zum Weltfrauentag?

Wir finden diesen Tag super. In der Geschichte haben hier Frauen erstmals für
Gleichberechtigung gekämpft. Und obwohl es heute, einige Jahrzehnte später,
selbstverständlich sein sollte, gibt es dennoch Vorurteile und Rivalitäten unter den
Geschlechtern. Wir wollen mit unserem Label OH APRIL Frauen unterstützen und
ermutigen ihre Träume sowie Leidenschaften zu leben.

Wie sehr sind wir immer noch in klassischen Rollenklischees gefangen?

Frauen haben viel erreicht und unterliegen nicht mehr den typischen Rollenklischees.
Trotzdem gibt es immer noch Missstände und es ist wichtig, weiterhin darauf
aufmerksam zu machen und für die Gleichberechtigung in allen Lebenslagen für
jegliches Geschlecht zu kämpfen. Wir denken, dass es generell veraltet ist, in
stereotypischen Rollenklischees zu denken.

Julia Zwingenberg Oh April
Julia Zwingenberg verwirklichte 2018 ihren Traum von einem eigenen Modelabel

Frauen dürfen heute alles – kommen aber trotzdem oft nicht voran, woran liegt das?

Das kann man gar nicht so pauschalisieren. Jede Frau ist anders und hat
dementsprechend andere Träume und Ziele. Wichtig sollte hierbei sein, dass wir Frauen uns gegenseitig unterstützen und niemals aufhören, an unsere Ziele zu glauben und daran zu arbeiten.

Männer wissen oft ganz genau, was sie wollen, während sich Frauen öfter mal
ausbremsen lassen. Wieso ist das so? Wo sollten Frauen Männern auch mehr die Stirn bieten?

Unabhängig vom Geschlecht, denken wir, dass jede Persönlichkeit individuell ist. Beispielsweise ist der eine extrovertierter und der andere eher schüchtern. Deshalb
müssen wir einfach mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Das hat unserer Meinung
nach nichts mit Frau sein zu tun, sondern damit, seinen Blickwinkel auf andere
Menschen zu erweitern und offen und positiv durch das Leben zu gehen.

Wir glauben, Frauen brauchen Männern gar nicht die Stirn bieten. Denn hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau und andersherum.

Carmen & Julia von Oh April
Julia Zwingenberg und Carmen Kroll Oh April
Julia Zwingenberg und Carmen Kroll in ihrem Store

Weltfrauentag geht nicht nur Frauen etwas an. Wie sollten Männer und Frauen
besser zusammenarbeiten? 

Hierbei sollten wir alle, nicht nur die Männer, an unserer Wertschätzung gegenüber
anderen arbeiten. Jeder sollte die Arbeit und Leistungen seines Gegenübers
wertschätzen und akzeptieren  ohne Vorurteile!

Ein schönes Schlusswort. Vielen Dank für das spannende Interview, Julia und Carmen! 

 

 

 

 

 

Bildquelle:

OH APRIL

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