Düfte - das Tor zu unserer Seele

Macht der Düfte

Düfte – das Tor zu unserer Seele

Düfte haben eine ganz erstaunliche Macht. Sie wecken Erinnerungen, lösen wohlige Gefühle oder Unbehagen aus. Sie beeinflussen uns, ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind – bei der Partnerwahl, bei der Wohnungsbesichtigung, beim Shopping. Forscher sind sich einig: Der Geruchssinn ist das geheime Tor zu unserer Seele.

Frau riecht an einer Blume

Düfte haben Macht. Unser Geruchssinn ist direkt mit dem
limbischen System verbunden – dem Sitz unserer Gefühle.

Wir alle kennen diese Momente. Ein altbekannter, vertrauter Duft weht uns um die Nase und im Bruchteil einer Sekunde fühlen wir uns in die Vergangenheit zurückversetzt: der Duft von Himbeeren lässt uns an die Sommerferien unserer Kindheit denken, die wir im Garten unserer Großeltern verbracht haben, der Hauch eines ganz bestimmten Rasierwassers weckt Erinnerungen an unsere erste große Liebe und unser Herz klopft wieder wie damals. Düfte haben Macht – und wir, so scheint es, können nichts dagegen tun.

Wie Düfte unsere Emotionen steuern

Dass Düfte uns so unmittelbar berühren, ist kein Zufall. Der Geruchssinn ist evolutionär betrachtet der älteste unserer Sinne und direkt mit dem so genannten limbischen System verbunden – und das wiederum betrachten die Forscher als Sitz unserer Gefühle. Duftreize werden anders verarbeitet als zum Beispiel optische Reize. Da sie durch die „Direktleitung“ zum limbischen System direkt unsere Gefühle und unser Unbewusstes ansprechen, kann die Vernunft oft nicht mehr viel ausrichten. Wenn wir riechen, hat der Verstand Sendepause.

“Ich kann Dich nicht riechen!“

Auch bei der Partnerwahl hat unsere Nase ein großes Wörtchen mitzureden. Instinktiv wählen wir uns die Personen aus, die genetisch zu uns passen – und genauso würden wir niemals jemanden küssen, den wir einfach „nicht riechen können“. Düfte haben für die Evolution eine große Bedeutung und so ist es kein Zufall, dass Männer ein todsicheres Näschen dafür haben, wann eine Frau ihre fruchtbaren Tage hat. Eine ziemlich schlaue Einrichtung der Natur: Der „Fruchtbarkeitsduft“ der Frauen macht sie besonders attraktiv und erhöht die Chancen für eine erfolgreiche Fortpflanzung. Bei Schweinen kann der Geruch des im Eber-Speichel enthaltenen Botenstoffs – ein Pheromon – die Sau sogar sofort in Paarungsbereitschaft versetzen. Ganz so leicht ist die Sache bei uns Menschen Gott sei Dank nicht. Trotzdem haben Gerüche einen großen Einfluss darauf, wen wir ganz nah an uns heranlassen.

Düfte regen zum Konsum an

Das Wissen um die Macht der Düfte macht sich inzwischen auch die Industrie zunutze, um uns mit perfekt ausgetüftelten Aromacocktails zu verführen und zu manipulieren. Der frische Brötchenduft, der uns in die Nase weht, wenn wir an einer Bäckerei vorbeigehen, kommt nicht selten aus dem Reagenzglas; und auch die schicke Bluse im Kaufhaus gefällt uns gleich noch mal so gut, wenn sie zart nach Blüten duftet. Selbst wenn wir felsenfest davon überzeugt sind, unsere Kaufentscheidung mit der Vernunft zu treffen – oft genug hat unsere Nase die Entscheidung schon getroffen, noch bevor wir das Für und Wider unserer neuen Shopping-Errungenschaft abwägen können.

Düfte umgeben uns immer und überall und sie manipulieren uns, ohne dass wir es bemerken. Kaufhäuser steigern nachweislich ihren Umsatz, wenn sie ihre Verkaufsräume beduften. Wir halten uns lieber und länger dort auf und geben in der Folge mehr Geld aus. Autoverkäufer verleihen alten Schrottmühlen mit einem „Neuwagenspray“ eine Aura, die ruft: „Kauf mich, kauf mich!“.

Düfte für die Seele

Soweit klingt das alles ziemlich frustrierend. Sind wir so wenig Herr unserer Sinne, dass unsere Nase uns befehlen kann, was wir kaufen und wen wir lieben sollen? Ganz so ist es dann natürlich nicht. Gott sei Dank sind wir der Macht der Düfte nicht vollkommen hilflos ausgeliefert. Wir haben noch immer die Möglichkeit, unserem instinktiven Impuls zu widerstehen – und die Vernunft sprechen zu lassen. Nicht selten stellen wir fest, dass wir das sündhaft teure Kleid aus der hübschen Boutique gar nicht so dringend brauchen, wenn wir erst einmal eine Nacht darüber geschlafen haben.

So sehr Düfte uns unbewusst lenken – wir können sie uns auch ganz gezielt zunutze machen, um unser Wohlbefinden zu steigern. Wenn wir nervös und aufgeregt sind, helfen uns zum Beispiel Lavendel oder Jasmin. Ihr Aroma beruhigt und mildert nachweislich sogar Schlaflosigkeit. Wer unter Konzentrationsschwäche leidet, sollte öfter mal Zitronenduft schnuppern – das macht müde graue Zellen munter! Basilikum hebt die Laune, Rosmarin belebt und Rose fördert die Lust.

Die geheime Macht der Düfte ist faszinierend und unheimlich zugleich. Wir können ihnen restlos verfallen, doch wir können sie uns auch zunutze machen. Auf alle Fälle wird es Zeit, sich einzugestehen, dass unser Geruchssinn sehr viel mehr kann, als wir ihm gemeinhin zutrauen…


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