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Gesund oder schädlich?

Das musst du beachten, wenn du deinen Hund vegan ernähren willst

hund vegan ernähren

Menschen können sich selbst aussuchen, wie sie sich ernähren. Bei Hunden entscheiden das meist Frauchen und Herrchen. Leben die vegan, ist oft auch die Überlegung, den Hund vegan zu ernähren nicht weit. Schnell kommen dann die mahnenden Worte aus dem Bekanntenkreis: Unnatürlich, ungesund und nicht artgerecht soll die vegane Ernährung für Hunde sein. Doch stimmt das wirklich, oder kann man seinen Hund tatsächlich problemlos vegan ernähren?

Kurz und knapp: Achtet man auf die richtige Nährstoffzufuhr, spricht nichts dagegen, einen Hund vegan zu ernähren. Das legen mehrere Studien nahe. Eine groß angelegte, aktuelle Studie aus Großbritannien fand sogar heraus, dass vegan ernährte Hunde im Schnitt seltener zum Tierarzt mussten und weniger Medikamente brauchten. Hunde sind carni-omnivor, ziehen ihre Energie also in erster Linie aus tierischen Proteinen und Fetten, können aber auch andere Lebensmittel verdauen.

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Sollte man Hunde wie Wölfe ernähren?

Ein häufiges Argument dafür, warum Hunde nicht vegan ernährt werden könnten, ist die Tatsache, dass der Hund vom Wolf abstammt – und der ist doch bekanntermaßen ein Fleischfresser. Doch auch das stimmt nur bedingt. Denn schon Wölfe konnten und können mehr verdauen als reines Muskelfleisch. Der Vergleich von Hund und Wolf passt aber ohnehin nur teilweise. Immerhin haben Hunde sich in rund 30.000 Jahren stark von ihrem Vorfahren wegentwickelt und an das Leben mit uns Menschen angepasst. Hunde können zum Beispiel Stärke deutlich besser vertragen als Wölfe. Dass Menschen in den Supermarkt gehen und Hundefutter aus Dosen kaufen, ist wiederum eine sehr neue Entwicklung. Früher waren Hunde in erster Linie Nutztiere und bekamen die Essensreste ihrer Halter*innen. Das konnte, je nach Lage, auch mal wochenlang kein Fleisch oder wenn nur die Schlachtabfälle sein.

Ist vegane Hundeernährung artgerecht?

Eine artgerechte Ernährung für den Hund wären demnach wohl Essensreste eines Haushalts, der wie vor 100 Jahren lebt – tatsächlich ist moderne Tiernahrung, ob vegan oder nicht vegan, jedoch deutlich gesünder. Denn heute wissen wir sehr viel mehr darüber, was ein Hund wirklich braucht, um lange gesund zu bleiben. Futterhersteller achten deshalb darauf, alle wichtigen Mikro- und Makronährstoffe für den Hund im industriell hergestellten Futter unterzubringen. Das ist mit veganem Hundefutter genauso gut möglich wie mit fleischhaltigem. Wirklich „natürlich“ sind beide Formen der Ernährung für den Hund nicht. Doch Natürlichkeit sollte auch nicht der springende Punkt sein, wenn du deinen Hund vegan ernähren willst. Ganz im Gegenteil, denn gerade, wenn auf zu viel Natürlichkeit gesetzt wird, kann das gefährlich für den Hund werden.

Was sollte ich bei der veganen Hundeernährung beachten?

Wer seinen Hund vegan ernähren möchte, sollte unbedingt darauf achten, ein sogenanntes Alleinfutter zu kaufen. Das bedeutet, dass der Hund durch dieses Futter in richtiger Dosierung alle lebensnotwendigen Nährstoffe erhält. Hunde können die Proteine aus veganen Eiweißquellen schlechter verwerten, weshalb bei veganen Futtermitteln darauf geachtet wird, dass ein passendes Aminosäure-Profil abgedeckt wird, was mit einer „natürlichen“ Ernährung kaum möglich ist.

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Das vegane Hundefutter von Vegdog ist ein Alleinfuttermittel und zählt zu den beliebtesten veganen Futtermarken in Deutschland:

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Schon das Barfen mit Fleisch kann schnell zu einer Mangelernährung des Hundes führen, wenn Halter*innen sich dieses nicht professionell zusammenstellen lassen. Bei einer veganen Ernährung sollte man auf keinen Fall auf die Idee kommen, dem Hund ein eigenes Menü zu erstellen. Wer für seinen Hund vegan kochen möchte, kann das zusätzlich zu einem Alleinfutter tun. Selbstgekochte Mischungen aus Kartoffeln, Möhren und sonstigem Gemüse sollten jedoch niemals die einzige Nahrung für den Vierbeiner sein.

Ansonsten ist neben Mangelerscheinungen auch eine Harn-Alkalisierung möglich, da tierische Aminosäuren meist einen höheren pH-Wert haben und es an ansäuernden Stoffen fehlt. Das wiederum kann den Nieren schaden und die Harnwege verstopfen. Auch wenn in den meisten angebotenen veganen Hundefuttern entsprechende Aminosäuren vorhanden sind, ist es sinnvoll, den pH-Wert des Urins regelmäßig zu testen.

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Mit diesen pH-Wert-Teststreifen musst du deshalb nicht extra zum Tierarzt:

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Wann ist vegane Hundeernährung nicht sinnvoll?

Möchtest du deinen Hund an eine vegane Ernährung heranführen, solltest du das Schritt für Schritt machen und ihm nicht von heute auf morgen kein Fleisch mehr geben. Merkst du, dass dein Hund eher mäkelig ist und partout kein veganes Hundefutter fressen möchte, ist eventuell ein erneutes Umdenken gefragt. Ist es für dich vielleicht möglich, deinen Hund „nur“ vegetarisch zu ernähren, oder kommt ein Futter aus Insekten als umweltfreundliche Alternative in Frage?

Der Tierschutzbund hält eine vegane Ernährung außerdem nur für gesunde, ausgewachsene Hunde für tolerierbar. Bei Welpen und schwangeren oder stillenden Hündinnen wird von einem zu hohen Proteinbedarf ausgegangen, der mitunter durch eine vegane Ernährung nicht gedeckt werden könnte.

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Wann ist eine vegane Ernährung für den Hund eine gute Wahl?

In einigen Fällen kann eine vegane oder zumindest vegetarische Ernährung eines Hundes nicht nur dann sinnvoll sein, wenn die Besitzer*innen aus ethischen Gründen dafür sind. Denn tatsächlich gibt es einige Hunde, die tierische Proteine schlichtweg nicht gut vertragen. Oftmals richtet sich die Allergie nur gegen bestimmte Proteine, etwa in Rind- oder Hühnerfleisch. Teilweise können Hunde jedoch auch mehrere Fleischarten nicht vertragen. In einem solchen Fall kann neben einem speziellen Allergiker-Futter auch ein veganes oder vegetarisches Futter sowie ein Futter auf Basis von Insektenproteinen eine Lösung sein. Eine „Fleischallergie“ beim Hund zeigt sich durch typische Allergiesymptome wie ständigen Juckreiz und eine gestörte Verdauung. Auf was genau der Hund allergisch reagiert, lässt sich am besten per Ausschlussprinzip herausfinden. In den meisten Standardfutter-Sorten sind oft mehrere Fleischsorten enthalten, viele sind auf der Packung jedoch nicht angegeben. Wer testen will, ob es tatsächlich ein bestimmtes tierisches Protein ist, auf das der Hund allergisch reagiert, kann direkt auf ein veganes Futter zurückgreifen oder auf ein Monoprotein-Futter und sich dann nach und nach durchtesten.

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Bildquelle: iStock/alexei_tm

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