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So hast du Dehnungsstreifen noch nie gesehen

Sie glitzern!

So hast du Dehnungsstreifen noch nie gesehen

Fast jede Frau hat irgendwo an ihrem Körper Dehnungsstreifen, die durch Wachstum, Gewichtszunahme oder eine Schwangerschaft entstanden sind. Während die meisten nach Wegen suchen, diese möglichst loszuwerden, werden sie von internationalen Künstlerinnen in glitzernden Körperschmuck verwandelt. Die folgenden Bilder werden deinen Blick auf Dehnungsstreifen garantiert verändern! Aber Achtung: Das letzte Bild kann auf Menschen mit Selbstverletzungserfahrungen triggernd wirken.

Dehnungsstreifen werden hier stolz präsentiert

Es wird wohl kaum eine Frau geben, die ihre Dehnungsstreifen als schön empfindet. Heutzutage bekommen sie sogar aufgrund hormoneller Veränderungen immer mehr Frauen. Dabei sind die meist hellen, wellenförmigen Linien eigentlich ganz hübsch anzuschauen. Das dachten sich auch die Künstlerin Cinta Tort Cartró aus Barcelona und Sara Shakeel aus Pakistan. In ihren Kunstwerken wollen sie auf die Schönheit von Dehnungsstreifen aufmerksam machen. Und wie könnte das besser gehen als mit etwas Farbe und Glitzer?

Anstatt die Dehnungsstreifen auf den Fotos ihrer Models mit Photoshop zu retuschieren, wird der Blick des Betrachters direkt auf diese gelenkt. Während Cinta dafür die Dehnungsstreifen direkt auf der Haut ihrer Models nachmalt, nutzt Sara die Collagetechnik. Wenn du deine Streifen selbst verzieren willst, bekommst du hier das passende Glitzerpuder dafür.

Ob Collage oder Schminke, der Effekt ist der gleiche: Die eigentlich so ungeliebten Streifen verwandeln sich in kunstvollen Körperschmuck, der alles andere als makelhaft aussieht. Das findet übrigens auch diese Mutter, die auf wundervolle Weise ihrer Tochter zeigt, dass Dehnungsstreifen etwas Schönes sind.

Mit Glitzer Komplexe überwinden

Sowohl Sara als auch Cinta arbeiten zwar mit Bildern, die sie von Frauen zugeschickt bekommen, sie haben jedoch beide einen persönlichen Bezug zu dem Thema. Die Pakistanerin Sara erzählt unter einem ihrer #glitterstretchmarks-Posts auf Instagram, wie sie sich lange Zeit für ihre Dehnungsstreifen geschämt hat. Auch in ihrer Heimat sei man keineswegs stolz auf die hellen Linien. Durch den künstlerischen Umgang mit Frauenkörpern hat sich dies nun aber vollkommen verändert:

Ich habe mich in meinem Leben noch nie so stark und befreit gefühlt und bin fucking stolz auf meine Dehnungsstreifen!

Sara Shakeel, Künstlerin

Dieses Selbstbewusstsein möchten Sara und Cinta anderen Frauen weitergeben. Jedes Bild soll ein Stück zur Heilung des durch Schönheitsideale angeknacksten Selbstbildes beitragen. Mit dem offenen Zurschaustellen der einst so verhassten Streifen wollen die Künstlerinnen also unsere Schönheitsvorstellungen von Grund auf infrage stellen. Kein wunder, dass Sara ihre Collagen auch mit dem Hashtag #embrace versieht, dem Titel dieser sehenswerten Doku gegen den Magerwahn.

Auch Narben und Rotze können glitzern

Dehnungsstreifen sind aber nicht das einzige Thema, mit dem sich diese feministischen Künstlerinnen beschäftigen. Es gibt schließlich noch zahlreiche andere Aspekte des Körpers, die oftmals tabuisiert werden. Auch psychische Erkrankungen spielen in den Arbeiten von Sara und Cinta eine Rolle. In dieser Glitzercollage hebt Sara Tränen und sogar Rotze in den Mittelpunkt: Körpersekrete, die eigentlich gar nicht so glamourös sind.

Auch wenn Selbstverletzung, insbesondere das Ritzen der Arme, ein weitverbreitetes Phänomen unter Jungen Frauen ist, sieht man selten Fotos von Betroffenen. Auch wenn sie schmerzhaft anzusehen sind, möchte Cinta auf die Verdrängung dieses für viele unangenehmen Themas aufmerksam machen. In ihrem berührenden Instagram-Post, in dem sie einen Arm voller Ritznarben mit Glitzer versehen hat, schreibt sie über ihre eigenen Erfahrungen mit Essstörungen und wie diese zu den Narben geführt haben:

Niemand redet darüber, was Essstörungen erzeugen, über die Schnitte in der Haut, über Selbstverletzung, über die Ängste. (...) Das geht raus an all die Personen, die versuchen über diese Wunden hinwegzukommen. Es ist an der Zeit, offen über diese Themen zu reden, sie zu verstehen, zuzuhören und mehr Menschlickkeit zu zeigen. Wir sind alle verantwortlich

Cinta, Künstlerin

Es wäre durchaus schön, wenn Kunstwerke wie diese einigen Frauen dabei helfen würden, ihre Komplexe zu überwinden. Wie ging es dir bei der Betrachtung der Bilder? Findest du es wichtig, dass solche vermeintlichen Schönheitsmakel zur Diskussion gestellt werden, oder willst du deine Dehnungsstreifen nach wie vor loswerden? Das solltest du wissen, wenn du dich aufgrund vermeintlicher Makel hässlich fühlst. Teile deine Meinung mit uns in den Kommentaren!

Bildquelle:

iStock/Petardj, iStock/Elisanth_

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