Lena Dunham: Ein Video soll aufgebrachte Feministinnen besänftigen

Lena Dunham war die Heldin vieler Feministinnen in den USA. Aber dann ließ sie sich für das Cover der amerikanischen „Vogue“ ablichten, wurde nach Ansicht einiger Frauen am Computer zu stark aufgehübscht und war dann nicht mehr der Liebling aller Frauenrechtlerinnen. Jetzt wurde allerdings ein Video veröffentlicht, das der Debatte ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen könnte.

Lena Dunham hat sich mit ihrer Serie „Girls“ viele Freunde gemacht: Nach den ultra-emanzipierten Seriencharakteren der vergangenen Jahre war Lena Dunham, die „Girls“ erfand und auch die Heldin darin spielt, so etwas wie das Loser-Pendant zu Carrie Bradshaw: Ihre Figur ist voller Selbstzweifel, Unsicherheit und sieht auch nicht aus wie die eines Bikinimodels. Viele Frauen freuten sich über die ungeschönte Darstellung. Doch Lena Dunham verlor diese Sympathien kürzlich wieder, weil sie sich für das Cover der amerikanischen Modezeitschrift „Vogue“, auf das es sonst nur Supermodels schaffen, ablichten ließ und anschließend nachträglich aufgehübscht wurde – nach Meinung der Frauenrechtlerinnen ein wenig zu sehr. Aber jetzt macht ein Video die Runde, das Lena Dunham bei ungewöhnlichen Vorbereitungen auf das Shooting zeigt.

Lena Dunham bei einer Podiumsdiskussion in Los Angeles

Lena Dunham weiß nicht, was der ganze Wirbel um das Shooting soll

Lena Dunham spielt in dem Video wieder ihre Figur aus „Girls“, Hannah Horvath. Die Aufnahme zeigt sie im Schlafzimmer des Seriencharakters zusammen mit „Vogue“-Redakteur Hamish Bowles, der sie auf das bevorstehende Shooting vorbereitet. Die beiden tanzen darin einige professionelle Aufnahmen nach, wobei sich Lena Dunham nur bedingt geschickt anstellt. Mit „slate.com“ hatte sie zuvor über die entbrannte Debatte gesprochen: „Natürlich besteht ein gewisser Unterschied zwischen dem was ich sonst tue und einem „Vogue“-Cover-Shooting, aber um ehrlich zu sein weiß ich nicht, was die ganze Photoshop-Diskussion soll.“

Lena Dunham ist die Ikone der unperfekten Frauen

Lena Dunham kann mit dem Tanzvideo möglicherweise ein paar der aufgebrachten Feministinnen wieder milde stimmen. Denn trotz ihres Interviews ist die Wut noch nicht verraucht. Immerhin hatte sich die Symbolfigur des ungeschönten Frauendaseins für eine wortwörtlich geschönte Aufnahme hergegeben. Der Emanzipations-Blog „Jezebel“ zahlte laut Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ 10.000 Dollar für die unretouchierten Fotos, die die weltbekannte Fotografin Annie Leibovitz aufgenommen hatte. Allerdings findet die Vorher-Nachher-Gegenüberstellung selbst unter den Usern des Blogs nicht nur Anklang. Die Veränderungen seien sehr geringfügig, es werde künstlich ein Skandal provoziert, beschwerten sich manche Nutzer.

Lena Dunham hat mit ihrer Aktion einige ihrer Fans vor den Kopf gestoßen. Das ist ihr bewusst. Aber ob das Video gezielt in Umlauf gebracht wurde, um die Wogen zu glätten, bleibt Spekulation.

Bildquelle: Frederick M. Brown/Getty Images

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