Coco
Susanne Falleram 29.11.2017

Ab ins Reich der Toten! Klingt nicht gerade nach einem Kinderfilm, oder? Ist es aber! Mit „Coco – lebendiger als das Leben“ startet am 30. November ein neues Animationsspektakel von Disney Pixar in den deutschen Kinos, das jedoch viel mehr ist als ein bloßer Spaß für die Kleinen. Drei Gründe, warum man sich den Film auch als Erwachsener ansehen sollte, verrate ich dir hier!

Zugegeben: Ich war bisher kein großer Film von quietschbunten Animationsfilmen. Entsprechend habe ich mir „Coco“ ohne große Erwartungen angesehen. Und war begeistert! Warum mich der Film mitgerissen und schlussendlich überzeugt hat?

1. Die emotionale Story

Der 12-jährige Miguel aus Mexiko wünscht sich nichts sehnlicher als Gitarre zu spielen, zu singen und seinem großen Idol, dem berühmten, leider bereits verstorbenen Sänger Ernesto de la Cruz nachzueifern.

Coco

Doch leider hält seine Familie so gar nichts von Musik, weil Miguels Ururgroßmutter von ihrem Ehemann, einem Musiker, für seinen Traum von der großen Karriere verlassen und mit ihrer kleinen Tochter allein gelassen wurde. So ist es der Familie seit Generationen verboten, zu musizieren.

Von seinem Frust wird Miguel aber schnell abgelenkt, denn am „Dia de los Muertos“, dem traditionellen Feiertag im Mexiko, an dem die Toten mit einem bunten Fest und vielen Gaben geehrt werden, sieht er plötzlich lauter Tote um sich herum – und sie sehen ihn auch! Nun muss er ich aus dem kunterbunten Reich der Toten befreien, um wieder in sein normales Leben zurückzugelangen. Hilfe bekommt er hierbei von seinen verstorbenen Verwandten – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass er die Musik für immer aufgibt. Miguel muss sich entscheiden…

2. Die humorvolle Aufbereitung

Wie man es von Disney gewöhnt ist, werden selbst schwierige Themen wie der Tod, aber generell auch das Verständnis kultureller Feierlichkeiten, mit viel Witz aufbereitet. So wird Miguel von Dante, einem etwas trotteligen Straßenhund, auf seiner Reise begleitet und sorgt immer wieder für Lacher.

Dante Coco

Auch der Spagat zwischen der Darstellung von Tod und Leben ist wirklich gelungen. Was man Kindern normalerweise nur schwer erklären kann, ist hier mit Leichtigkeit und bunten Farben verbunden, sodass das Thema greifbar, warm und gar nicht schauerhaft wirkt. So wird zum Beispiel der Toten gedacht, während diese in Geisterform anwesend sind und sich über die Aufmerksamkeit und Geschenke ihrer Angehörigen auf der Erde freuen.

3. Der respektvolle Umgang mit der mexikanischen Kultur

Die Besonderheit von „Coco – lebendiger als das Leben“ gegenüber anderen Pixar-Filmen wie „Die Unglaublichen“ oder „Findet Nemo“: Der Handlung liegt ein realer, mexikanischer Feiertag zu Grunde. Meine Befürchtung war daher, dass der „Dia de los Muertos“, immerhin ein traditionsreicher, altehrwürdiger Feiertag zum Gedenken an verstorbene Verwandten, zu einem unwürdigen Klamauk verschandelt wird.

Coco

Tatsächlich ist es meiner Meinung nach jedoch gut gelungen, eine Geschichte um den Feiertag zu spinnen, die zwar quietschbunt und amüsant ist, jedoch immer wieder lehrreiche Zeigefinger-Momente enthält (vor allem durch die großartig kauzige, aber liebevolle Großmutter Miguels!), die auf die Wichtigkeit, Ernsthaftigkeit und Spiritualität dieses besonderen Tages hinweisen. Dieser Mix aus kleiner Geschichtskunde, emotionaler Familiengeschichte und Witz hat mich bei „Coco“ wirklich überzeugt, denn man merkt, dass sich mit der Authentizität und dem Respekt gegenüber der mexikanischen Kultur Mühe gegeben wurde.

Pssst: Ein paar Tränen sind zum Schluss auch geflossen…

Sieh dir hier den Trailer an, um schon mal einen kleinen Vorgeschmack zu bekommen:

Mein Fazit lautet: „Coco – lebendiger als das Leben“ ist nicht nur etwas für die Kleinen, sondern auch für große Fans von herzergreifenden Geschichten, über die man noch lange nachdenkt. Wirst du dir den Film im Kino ansehen? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquelle:

Disney

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