Nape Piercing
Susanne Falleram 29.03.2017

Es zählt (noch) nicht zu den Piercing-Trends und ist deshalb vielen gar nicht bekannt: Das Nape-Piercing. Bei diesem Körperschmuck handelt es sich um ein in der Haut verankertes Piercing im Nacken, weshalb es zu der Piercing-Art „Dermal Anchor“, auch Microdermal-Piercing genannt, gehört.

Nape-Piercing: Was ist das?

Welche Piercings gibt es? Neben den Klassikern wie Helix-, Tragus- und Septum-Piercing gibt es auch einige Exoten, die noch nicht mainstream geworden sind. Dazu zählt auch das Nape-Piercing, das man definitiv nicht so oft zu Gesicht bekommt. Dabei hat es durchaus seinen Reiz und macht gerade deshalb, weil es noch so selten ist, optisch einiges her!

Noch nie gesehen? Hier kannst Du das Piercing im Nacken bestaunen:

Autsch! Aber irgendwie auch schön, nicht wahr? Wenn Du Dich jetzt so richtig an einem Nacken-Piercing interessiert, klären wir Dich nun weiter auf.

Nape-Piercing: So (schmerzhaft?) läuft das Stechen ab

Piercing im Nacken

Das Nape-Piercing gehört zu den außergewöhnlichen Körperverzierungen.

Wie bei jedem Microdermal-Piercing wird das Nape-Piercing nicht einfach irgendwie durch die Haut gestochen:

  • Der Piercer betäubt zunächst die Stelle im Nacken, an der das Piercing gestochen wird. Das ist jedoch kein Muss, wenn Du hart im Nehmen bist.
  • Dann macht er mit einem Skalpell eine Inzision, also einen kleinen Schnitt, sodass er eine Hauttasche formen kann.
  • Mit einem stumpfen Werkzeug trennt er die Hautschichten, um eine Gewebetasche zu machen, in die er wiederum eine kleine Platte aus Titan oder Stahl einsetzt. Diese hat ein Gewinde, sodass sich eine Kugel oder ein Schmuckstein auf sie schrauben lässt.
  • In der Regel wird vorher auch ein kleines Loch in die Haut gestanzt, sodass der Piercing-Schmuck leichter eingesetzt werden kann.

Bei einem Nape-Piercing mit zwei Kugeln gibt es, ähnlich wie beim Bridge-Piercing, auch die Methode, zwei gerade Punkte in den Nacken zu zeichnen, diese mit einer Piercingklemme zu fixieren und mit einer Piercingnadel quer durch die Haut zu stechen. Das ist dann allerdings kein Microdermal-, sondern ein Surface-Piercing, da Einstich- sowie Austrittskanal auf einer Ebene liegen. Vorsicht, wenn Du Dich für diese Variante entscheidest: Bei einem solchen Oberflächen-Piercing besteht die Gefahr, dass es durch die Spannung, das auf dem Piercing dank des beiderseitigen Einstiches liegt, langsam herauswächst und sich schneller entzündet. Es gibt jedoch mittlerweile Piercingstäbe, die an den Enden um 90 Grad gebogen sind (sogenannte Surface Bars), wodurch die Gefahr des Rauswachsens gemindert wird.

Hier kannst Du Dir ansehen, wie ein solches Piercing mit zwei Kugeln im Nacken gestochen wird (Warnung: Nichts für schwache Nerven!):

Wie Du Dir vorstellen kannst, gibt es definitiv schmerzfreiere Piercings, da am Hals bzw. speziell im Nacken viele Nervenbahnen verlaufen. Stell Dich also darauf ein, dass das Stechen bzw. Stanzen nicht gerade angenehm ist. Das soll Dich aber nicht von einem Nape-Piercing abhalten, wenn es Dir außerordentlich gut gefällt. Wären die Schmerzen wirklich unerträglich, dann würden sich nicht so viele davon begeistern lassen. Zumal Du bedenken musst, dass das Schmerzempfinden bei jedem anders ist, sodass es auch gar nicht weh tun kann.

Die Kosten für ein Nape-Piercing

Recherchiert man, was bereits gepiercte Leute für ihre Nacken-Verschönerung bezahlt haben, kommt man bei einem Preis von 50 bis 70 Euro raus. Ein Pflegespray und der erste Piercing-Schmuck sind meist inklusive. Erfrage den Preis am besten vorab bei Deinem auserwählten Piercer, wenn Du Dich eh gerade beraten lässt. Dann gibt es am Ende auch finanziell keine Überraschungen.

Nape-Piercing: Heilung und Risiken des Rauswachsens

Nacken Piercing

Haare hochstecken verhindert, dass sie sich im Nape-Piercing verheddern.

Die Heilung eines Nape-Piercings dauert rund drei bis vier Monate, bei manchen sogar ein ganzes Jahr. Gerade in den ersten Wochen solltest Du äußerst vorsichtig sein und darauf achten, dass nichts an ihm hängen bleibt und Du auch nicht mit schmutzigen Fingern drangreifst. Hier liegt nämlich die große Gefahr während des Abheilungsprozesses: Dadurch, dass es im Nacken ist, an dem ständig Kleidung, ein Schal, Halsketten oder Haare anliegen, kann es schnell zu Reizungen kommt. Das Piercing entzündet sich dadurch schnell.

Zudem ist es keine Seltenheit, dass selbst ein sehr gut gestochenes und abgeheiltes Nape-Piercing mit der Zeit herauswächst, da der Teil unter der Haut vom Körper abgestoßen werden kann. Wenn sich Kleidung, Haare und Co. dann auch noch dauernd im Nacken-Piercing verhaken und an ihm zerren, beschleunigt das das Rauswachsen noch. So kann es sein, dass Du gerade mal wenige Jahre Spaß an Deinem Piercing haben wirst.

Ein Piercing musst Du unbedingt pflegen, damit es sich nicht entzündet und Du lange Freude daran hast. Wir zeigen Dir, worauf Du achten musst.

Piercing pflegen: 11 Dos and Don'ts

Wie gefällt Dir das Nape-Piercing? Würdest Du Dir auch eines stechen lassen oder ist das so gar nichts für Dich? Vielleicht hast Du ja auch schon eine solche Nacken-Verzierung oder ein ähnliches Surface-Piercing im Dekolleté?. Wenn ja, dann berichte uns gerne von Deinen Erfahrungen mit den Schmerzen und dem Abheilen in den Kommentaren.

Bildquellen: Pixabay/Unsplash, iStock/NinaMalyna, iStock/gpointstudio, Instagram/pavan_giorgia

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