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Endlich gute Nachrichten: Forschende rechnen mit stark sinkender Corona-Inzidenz

Deutlich unter 50?

Endlich gute Nachrichten: Forschende rechnen mit stark sinkender Corona-Inzidenz

In den letzten Wochen überbrachten Forschende in Bezug auf die Corona-Infektionszahlen meist nur Hiobsbotschaften. Intensivmediziner warnten vor überlasteten Stationen, Epidemiologen prophezeiten Inzidenzwerte im 1000er-Bereich. Nun ändert sich der Ton. Die Corona-Zahlen sinken aktuell wieder – und laut Wissenschaftler*innen dürfte das auch so bleiben.

Fast überall in Deutschland ist die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen rückläufig. Inzidenz-Werte im 1000er-Bereich, wie sie einst für die dritte Welle vorhergesagt wurden, dürften wir damit nicht erreichen. Im Gegenteil: Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation geht davon aus, dass wir schon in den nächsten Wochen Inzidenzwerte deutlich unter 50 erreichen könnten. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftler*innen sprach sie kürzlich vor dem Bundestag und erläuterte, wie sich die Corona-Situation in Deutschland weiter entwickeln könnte.

Deshalb sinken die Zahlen jetzt wieder

Priesemanns Kollege, der Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin ist nicht ganz so optimistisch. Laut ihm würden die Zahlen in nächster Zeit zwar wohl nicht mehr großartig steigen, er rechne jedoch auch nicht mit einer allzu schnellen Abnahme. Einig sind die Forschenden sich jedoch: Es geht bergauf – oder besser bergab. Selbst SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der vielen in der letzten Zeit eher als Überbringer von Hiobsbotschaften bekannt ist, äußerte sich auf Twitter optimistisch. Für Ende Mai prognostiziert er eine starke Senkung der Inzidenzwerte. Die sinkenden Werte verdanken wir seiner Meinung nach einer Kombination aus dem wachsenden Impffortschritt und den strengen Maßnahmen der Bundesnotbremse.

Lauterbach warnt vor „Lockerungs-Drängelei“

Die sinkenden Werte seien laut dem Gesundheitsexperten jedoch kein Grund, direkt nach Lockerungen zu drängen. „Mir tut jeder einzelne leid, der jetzt noch schwer erkrankt oder stirbt“, schreibt er. Lauterbach hatte schon häufig davor gewarnt, bei jeder Trendwende sofort zu lockern. Das könne die gewonnen Fortschritte wieder zunichtemachen. In seinem aktuellen Tweet weist Lauterbach außerdem darauf hin, dass die Fall- und Todeszahlen aktuell noch immer auf einem hohen Niveau seien.

Die Berater*innen des Bundestags machen unterdes bereits Vorschläge für das weitere Vorgehen in der Pandemie. Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, etwa riet zum Einsatz von mobilen Impfteams und zum Verteilen von Masken in sozial schwachen Gebieten. Der Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung hält bei sinkenden Inzidenzen vor allem ein Verbot von Großveranstaltungen für die wichtigste Einzelmaßnahme, da diese den größten Effekt habe. Er betonte aber auch, dass kleinere Veranstaltungen im freien oder in Räumen mit hohen Decken mit entsprechenden Hygienekonzepten möglich seien.

Die Corona-Pandemie könnte damit bald abflachen. Auch diese Pandemien hat die Menschheit bereits überstanden:

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