Kleidergrößen
Susanne Falleram 23.06.2016

Lange Zeit wirkte es so, als würden nur gertenschlanke Leute von aktuellen Modetrends und entsprechenden Kollektionen in den Läden profitieren. Das soll sich aber ändern, glaubt man zumindest dem aktuellen Erwachen der Modeindustrie im Übergrößen-Segment. Plus Size Mode auf der Panorama Modemesse in Berlin soll es jetzt zum Beispiel zum ersten Mal in einer eigenen Messe-Halle zu sehen geben. Das wird aber auch mal Zeit, oder?

Wer ein paar Pfunde mehr auf den Rippen hat, der hat leider gleichzeitig bei einer Standartauswahl von Größen zwischen XS und XL in Kleidungsgeschäften seine Probleme. Zumal XL gerne auch mal ziemlich willkürlich interpretiert wird und überraschend klein ausfällt. Kurzum: Mollige Frauen und Männer kommen in Sachen Mode zu kurz. Doch das Blatt scheint sich langsam, aber sicher zu wenden. Nicht nur Plus-Size-Models sind auf den Laufstegen immer gefragter, auch an Kollektionen selbst gibt es jetzt immer mehr, die sich explizit an kurvige oder mollige Personen richten. Warum sollte man sie schließlich von neuen Trends und Styles ausschließen?

Kleidergrößen

Trendige Mode soll es in Zukunft auch vermehrt für große Kleidergrößen geben

Plus Size Mode auf der Panorama: Das ist geplant

Vom 28. bis 30. Juni 2016 wird auf der Panorama Modemesse gezielt Plus-Size-Mode präsentiert. „Hipstar“ heißt das neue Segment und spielt damit auf die weibliche Hüfte oder im übertragenen Sinn die Kurven an, die hier im Mittelpunkt stehen. Unter anderem präsentieren hier Labels wie KJ Brand, Doris Streich, Adia, Mona Lisa, Biggi M, Top Secret/No Secret, Karin Glasmacher, Via Appia Due und Frapp ihre Kollektionen für große Kleidergrößen. Dadurch, dass der Plus-Size-Mode eine ganze Messehalle gewidmet wird, soll ihre Wichtigkeit verdeutlicht werden und das Wissen vieler Händler um diesen Fakt. Die Mode muss sich verändern, um auch Größen jenseits der schmalen Norm gerecht zu werden.

Die ewige Frage nach der Definition von Plus Size

Auch, wenn der Fokus auf Plus-Size-Mode natürlich nett gemeint ist, bleibt nach wie vor die Frage im Raum, wie man diese definiert und welches Körperideal man damit weitervermittelt. In welchem Rahmen man als Plus-Size gilt, ist nämlich mehr als fragwürdig. Oftmals beginnen die Kleidergrößen für offiziell als mollig Abgestempelte bei Größe 42. Manchmal sogar schon bei Größe 40. Und das hat doch irgendwie einen bitteren Beigeschmack und drückt Frauen mit normaler Figur gleichzeitig einen Stempel auf, dessen Konsequenz man im Fitness- und Diät-Wahn genau beobachten kann. Statt hier eine strikte Trennung zu ziehen, würde es vielleicht schon helfen, das klassische Sortiment um einige Größen zu erweitern, sodass man wirklich sagen kann: Allgemeine Modetrends sind auch wirklich für die Allgemeinheit zugänglich.

Bildquelle: Getty Images/John Phillips

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