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Stoffe erklärt

Was ist Kaschmir? Herkunft, Herstellung und Eigenschaften

Kaschmir ist eine der qualitativ hochwertigsten Wollarten in der Bekleidungsbranche und gilt aus diesem Grund auch als Edelwolle. Erfahre in folgendem Artikel alles über die Herstellung, Herkunft und die Eigenschaften dieser warmen Wolle.

Was genau ist Kaschmir?

Bei Kaschmir oder auch Cashmere handelt es sich um eine sehr feine und weiche Naturfaser. Sie wird aus dem Unterfell der Kaschmirziege gewonnen. Aufgrund des Lebensraumes der Ziege ist die Unterwolle besonders fein. Sie kommt in den Farbschlägen Grau, Braun, Schwarz oder Weiß.

Herkunft von Kaschmir

Ursprünglich stammt Kaschmir aus Südasien und Nepal. Unter anderem besteht die Kaschmirzucht aber auch in China, Afghanistan, in der Mongolei und im Iran. Kaschmir leitet sich von dem gleichnamigen Bundesstaat in Indien ab, welcher im nordwestlichen Teil liegt. Dieser Bundesstaat hat sich zu einem wichtigen Kreuzungspunkt großer Karawanenstraßen entwickelt. Auch bildet er einen wichtigen Brücken- und Knotenpunkt zwischen Vorder-, Zentral- und Südasien. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage, wird die Region gleichermaßen von Indien, Pakistan und China beansprucht.

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Wie wird Kaschmir hergestellt?

Wie schon oben erwähnt, wird Kaschmir aus der Unterwolle der Kaschmirziegen gewonnen. Im Durchschnitt produziert eine Kaschmirziege ca. 150 Gramm Wolle pro Jahr. Die abgefallene Wolle wird deshalb aufgesammelt oder das Unterfell wird ordentlich ausgekämmt. Ist dies erledigt, wird die Wolle nach Farben sortiert und gewaschen. Danach wird das grobe Deckhaar von der feinen Unterwolle getrennt – „Entgrannen“ genannt.

Damit du verstehst, wieso „Kaschmir“ eine der wertvollsten und kostspieligsten Naturfasern ist, hier ein kleines Beispiel. Für einen klassischen Strickpullover aus 100 % Kaschmir wird mindestens 400 Gramm Wolle gebraucht. Das bedeutet, es wird die Wolle von mindestens drei Kaschmirziegen benötigt. Im Vergleich zu herkömmlicher Schurwolle, ist das extrem viel. Denn die Wolle eines Schafes liefert genug für 15 Pullover.

Vorteile von Kaschmir

Kommen wir nun zu den Vorteilen, die Kaschmir mit sich bringt.

  • Reißfest und flexibel
  • sehr weich
  • tolle Wärmeisolation
  • angenehmes Tragegefühl
  • hautfreundlich
  • geruchs- und schmutzabweisend

Falls du dich fragen solltest, wie „Kaschmir“ gewaschen werden soll, dann schau bei folgendem Artikel vorbei!

Nachteile von Kaschmir

Wo es Vorteile gibt, gibt es auch Nachteile.

Ein weiterer großer Nachteil bezieht sich weniger auf die Eigenschaften des Stoffes, sondern auf die Herstellung. Denn gerade, wenn Kaschmir in großen Mengen produziert wird, sind die Haltebedingungen für die Kaschmirziege alles andere als optimal. Wie auch andere Wollarten ist Kaschmir nicht vegan, da es sich um ein tierisches Produkt handelt. Die Ziegen müssen für die Kaschmirproduktion nicht getötet werden, allerdings ist das Vorgehen bei der Scherung oft alles andere als tierfreundlich, wie unter anderem eine Peta-Recherche zeigte. Den Tieren wird das Fell unter Gewalt vom Körper geschnitten. Auch kann es passieren, dass die Tiere in kälteren Regionen im Winter durch die fehlende Wolle erfrieren. Deshalb ist es sinnvoll beim Kauf von Kaschmirprodukten darauf zu achten, dass sie aus fairer Herstellung stammen.

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Bildquelle: Unsplash / Johnstons of Elgin

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