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Arbeitsrecht: Unpünktlichkeit am Arbeitsplatz

Arbeitsrecht: Unpünktlichkeit am Arbeitsplatz

Schnee, Eis und glatte Straßen. Dank der eisigen Temperaturen wurde der Weg zur Arbeit für viele Deutsche in der letzten Woche zur Geduldsprobe. Verstopfte Straßen und verspätete Bahnen sorgen im Winter immer wieder für Verspätungen. Jetzt ist das Arbeitsrecht gefragt: Ist das Wetterchaos eine Entschuldigung für Unpünktlichkeit am Arbeitsplatz?

Arbeitsrecht: Unpünktlichkeit
Unpünktlich im Job wegen Schneefalls.

Nein, denn das Risiko, auf dem Weg zur Arbeit in einen Stau zu geraten, trägt jeder Arbeitnehmer selbst. Nur wer aus persönlichen Gründen zu spät kommt, wird entschuldigt. Das können zum Beispiel Krankheit oder ein Unfall auf dem Weg zur Arbeit sein. Äußere Umstände hingegen muss jeder Angestellte kalkulieren, im Zweifelsfall also früher losfahren oder auf andere Verkehrsmittel umsteigen.

Wer trotzdem wiederholt zu spät kommt, muss mit einer Abmahnung oder Lohnkürzungen rechnen. Wie das Bundesarbeitsgericht entschied (AZ.: 2 AZR 147/00), ist nach zwei Abmahnungen sogar eine außerordentliche Kündigung möglich.

Anders sieht es aus, wenn die Gründe für die Verspätung schlicht nicht vorhersehbar waren – so zum Beispiel, wenn das Auto nicht anspringt. Auch dann gilt allerdings, dass der Arbeitgeber schnellstmöglich informiert werden muss. Wer den Chef rechtzeitig informiert, kann damit das Problem oftmals ganz einfach lösen.

Bildquelle: gettyimages

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