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WM im Büro? Nur mit Erlaubnis des Chefs!

WM im Büro? Nur mit Erlaubnis des Chefs!

Seit dem 12. Juni läuft in Brasilien die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft. Während die meisten Arbeitnehmer aufgrund der Zeitverschiebung die Spiele entspannt im Feierabend genießen können, müssten andere die WM im Büro verfolgen, um live dabei zu sein. Schließlich beginnen sogar zwei deutsche Gruppenspiele bereits um 18 Uhr. Doch ist es überhaupt erlaubt, die WM im Büro anzuschauen und während der Arbeitszeit mitzufiebern?

Sportliche Großereignisse wie die Olympischen Spiele oder die Fußball-Weltmeisterschaft sorgen immer wieder für Diskussionen in der Arbeitswelt: Darf man am Arbeitsplatz jubeln und die WM im Büro verfolgen? Grundsätzlich gilt: Nur dann, wenn der Vorgesetzte es ausdrücklich erlaubt hat, ist das gemeinsame Rudelschauen erlaubt. „Die WM ohne Erlaubnis während der Arbeitszeit zu schauen, egal über welches Medium, ist – auch in Zeiten von New Work – ein Kündigungsgrund und kann somit schwere juristische Konsequenzen nach sich ziehen“, erläutert Lucia Falkenberg vom Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) in einer Pressemitteilung. Es ist daher vollkommen egal, ob die WM im Büro über einen Fernseher, das Radio oder einen Livestream im Internet verfolgt wird – wenn der Chef etwas dagegen hat, muss die Fußballbegeisterung zu Hause bleiben.

Viele Menschen müssen die WM im Büro verfolgen
WM im Büro: Was ist erlaubt und was nicht?

Jeder Arbeitnehmer, der die WM im Büro verfolgen möchte, sollte daher schon frühzeitig zusammen mit dem Arbeitgeber genau festlegen, was erlaubt ist und was nicht. Im Gespräch ergeben sich dabei häufig Modelle, die für beide Seiten annehmbar sind. So könnte die durch die Fußballübertragung verlorene Arbeitszeit beispielsweise vor- oder nachgearbeitet werden oder ein Radio als Hintergrundbeschallung eingeschaltet werden. Eine Sache sollten Arbeitnehmer, die die WM im Büro erleben möchten, allerdings im Hinterkopf behalten: Bezahlte Arbeitszeit ist der Spaß auf Ballhöhe nicht. „Falls der Arbeitgeber Live- und Online-Streaming genehmigt, muss den Arbeitnehmern natürlich klar sein, dass sie die Streaming-Medien aus privaten Gründen nutzen, ihnen die dafür aufgewendete Zeit nicht entlohnt wird und von ihnen nachgeholt werden muss“, erklärt Lucia Falkenberg.

WM im Büro: Auch beim Outfit hat der Chef das letzte Wort

Auch bei der Kleiderwahl oder der Dekoration seines Arbeitsplatzes hat der Arbeitnehmer nicht die freie Auswahl, wenn er die WM im Büro verfolgen muss. Schließlich können Deutschland-Trikots oder -Fahnen gerade bei Kundenkontakt zu Irritationen führen. Daher müssen auch Fanutensilien vom Vorgesetzten ausdrücklich erlaubt werden. „Damit die WM am Arbeitsplatz aber nicht zum Eigentor für den Arbeitnehmer wird, sollte dieser seinen Chef im Vorfeld um Erlaubnis fragen“, verrät Lucia Falkenberg von eco. Nur in Absprache mit dem Vorgesetzten kann demnach sichergestellt werden, dass die WM im Büro zum vollen Erfolg wird.

Auch eine Fußball-Weltmeisterschaft hat keine Auswirkungen auf das Arbeitsrecht. Sprich also am besten mit Deinem Vorgesetzten, wenn Deine Kollegen und Du die WM im Büro anschauen wollt. Gemeinsam findet ihr mit Sicherheit eine Lösung!

Bildquelle: © Thomas Northcut / Photodisc / Thinkstock

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