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Job-Interview

So gehst du mit Fangfragen im Bewerbungsgespräch um

Christina Tobiasam 15.04.2019

Viele kennen die Situation nur allzu gut: Man sitzt nervös im Bewerbungsgespräch und der Personaler stellt Fragen, auf die man ad hoc keine Antwort weiß. Aber, wie gehst du mit Stress- und Fangfragen am besten um? Darfst du die eigene Unsicherheit zeigen oder gefährdest du so deine Chance auf den Job?

Warum stellen Personaler Fangfragen?

Hand aufs Herz: Die meisten Bewerber verstellen sich ein wenig im Bewerbungsgespräch, um sich selbst nur von der besten Seite zu präsentieren – und das tust du, bewusst oder unbewusst, sicher auch. Mit einer unvorhergesehenen und vielleicht auch etwas unverschämten Frage zu deiner Arbeitsweise, deinem Lebenslauf oder deiner Motivation, wirst du kurz aus dem Konzept gebracht und gezwungen, spontan zu reagieren. Auch wenn dir dieses Vorgehen etwas gemein erscheint, solltest du verstehen, dass ein Bewerbungsgespräch oft nicht sehr lange geht und dein Gegenüber lediglich versucht dich und deine wahre Persönlichkeit kennenzulernen. Und wie du in Stresssituationen reagierst, ist ein guter Weg, herauszufinden, ob du dich für den Job eignest. Wenn du mit ihnen umzugehen weißt, brauchst du Fangfragen im Bewerbungsgespräch auch keinesfalls zu fürchten.

Beispiele:

  • Wie würden Sie sich in 3 Worten beschreiben?
  • Sie haben Ihr Studium abgebrochen – waren Sie nicht gut genug?
  • Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
  • Sind Sie nicht zu unerfahren für diesen Job?
  • In welcher Situation waren Sie besonders stolz auf sich selbst?
  • Haben Sie schon mal bewusst eine Regel gebrochen – wenn ja, welche?
  • Wie finden Sie mich als Interviewer?
  • Was sind Ihre Schwächen?

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3 Tipps zum Umgang mit Stressfragen im Bewerbungsgespräch

#1 Nimm dir Zeit

Schnell einfach irgendwas antworten, damit man schlagfertig wirkt? Das ist nicht immer die beste Idee. Eine durchdachte Antwort, die zeigt, dass du dich mit der Frage auseinandergesetzt hast, ist oft besser als einfach irgendetwas zu erzählen, als gäbe es einen Sonderpreis für Schnelligkeit. Atme also ruhig tief durch und ordne deine Gedanken, bevor du sprichst.

#2 Sei ehrlich

Wie gesagt: Stressfragen sind nicht dazu da, dich zu foltern, sondern um dich aus der Reserve zu locken und zu sehen, was du spontan antwortest. Einstudierte Sätze sind in diesem Teil des Bewerbungsgesprächs nicht angebracht. So versteckst du dich nur hinter einer Fassade – und wenn dein Gesprächspartner das bemerkt, kommt es sicher nicht gut an. Vielmehr solltest du ehrlich antworten und so deine Persönlichkeit zeigen. Wenn du die Antwort auf die gestellte Frage nicht kennst, darfst du das auch ehrlich zugeben. Auch Humor und etwas Selbstironie können dir in diesen Situationen helfen. Gib Schwächen lieber zu, als dich hinter falscher Perfektion zu verstecken – das macht dich sympathisch und authentisch. Denn die eigenen Schwächen zu erkennen, ist der erste Schritt zur Besserung.

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#3 Gehe nicht auf Provokationen ein

Nicht jede Frage, die provozierend gestellt wird, musst du einfach hinnehmen.
Unangebrachte Fragen zu deiner privaten Situation, zum Beispiel über geplante Schwangerschaften oder deine sexuelle Orientierung, kannst du mit Gegenfragen, wie „Inwiefern ist das relevant für meine Arbeit bei Ihnen?“, kontern. Fragen über dein Privatleben musst du nicht beantworten. Sie sind vonseiten des Personalers absolut unangebracht. Nach dem Bewerbungsgespräch solltest du in dich gehen, und überlegen, ob du für ein Unternehmen arbeiten willst, dass so mit seinen Mitarbeitern umgeht.

Diese Sätze solltest du im Bewerbungsgespräch nie sagen

Wenn du ehrlich bleibst und dich nicht verunsichern lässt, kann dir auch die noch so harte Stressfrage nichts anhaben. Hast du noch einen Tipp, wie man mit Fangfragen im Bewerbungsgespräch umgehen kann? Dann verrate sie uns gerne in den Kommentaren.

Bildquelle:

Unsplash/zhenhu


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