Warum drückt Ihr Euch immer vor dem Haushalt?
Anett Pohlam 20.04.2014

Männer im Haushalt – das passt so gut zusammen wie Frauen und Fußball: Es kann klappen, muss aber nicht. Statt Euch die Arbeit mit uns zu teilen und uns im Haushalt zu unterstützen, verzieht Ihr Euch immer ganz schnell aus dem Gefahrenbereich. Jungs, jetzt mal ehrlich: Warum drückt ihr euch vor dem Haushalt?

Männer entspannen lieber

Männer im Haushalt: Ein leidiges Thema!

Männer im Haushalt – ein leidiges Thema, bei dem wir Frauen mit schöner Regelmäßigkeit an unsere Toleranzgrenze stoßen, denn wir alle kennen das Phänomen: Man kommt nach einem langen und harten Arbeitstag nach Hause und weiß, der Mann war den ganzen Tag in der Wohnung und hat nichts gemacht – und zwar wirklich rein gar nichts!

Dennoch hofft man inständig, dass Ihr Männer irgendwie von alleine auf die scheinbar völlig abwegige und absurde Idee gekommen seid, die Wäsche zu bügeln, den Abwasch zu machen oder das Wohnzimmer zu saugen. Doch Pustekuchen! Was für uns Frauen selbstverständlich ist, wird von euch stets gründlich ignoriert. Wir schließen also die Haustür auf und wappnen uns innerlich schon auf die bevorstehende Enttäuschung. Wenn wir also sehen, dass ihr mal wieder keinen Finger gerührt habt, hilft auch euer heuchlerisches „Hallo Schatz! Wie war Dein Tag?“ (wenn es denn überhaupt kommt!) rein gar nichts. Ihr Männer habt versagt und werdet euch den ganzen Abend nur noch Gemecker und Gezeter anhören müssen – und ganz ehrlich: Das wollen weder wir noch Ihr! Wenn Ihr einfach aufgeräumt hättet, wäre uns allen der Ärger erspart geblieben. Aber nein – Männer im Haushalt, das passt scheinbar einfach nicht zusammen.

Doch liebe Männer, warum nur ist das so? Wieso drückt Ihr Euch immer vor dem Haushalt und was können wir tun, damit Ihr Euren Allerwertesten bewegt und endlich putzt, wischt und fegt?

Liebe Frauen, jetzt mal unter uns: Warum sollten wir uns die Mühe machen und uns um den Haushalt kümmern, wenn ihr das macht? Man kann es Euch sowieso nie Recht machen, da Ihr generell alles viel besser könnt – und das reibt ihr uns ja schließlich oft genug unter die Nase! Und ja, wir stellen uns auch gerne mal extra blöd an, damit Ihr uns den Haushalt erspart und selbst Hand anlegt.

Statt immer wieder zu meckern und uns anzubrüllen, dass wir endlich den Wischmopp schwingen sollen, könntet Ihr einfach mal unseren Argumenten lauschen, warum Männer im Haushalt nichts (oder zumindest nicht viel) verloren haben.

Erstens: Putzen an sich ist unnötig und kostet jede Menge Zeit. Man räumt die Küche auf, doch sobald man wieder etwas kocht, ist im Handumdrehen alles schon wieder dreckig! Man macht die ganze Arbeit also umsonst. Außerdem sind wir Männer nicht ganz so ordnungsliebend wie Ihr – die paar Haare in der Dusche oder die Teller in der Spüle stören uns nicht! Und wenn es uns tatsächlich mal zu dreckig sein sollte, nehmen auch wir den Staubsauger in die Hand und machen den Dreck weg. Doch wir übertreiben es nicht und verbringen auch nicht den ganzen Samstag damit, die Wohnung auf Hochglanz zu polieren – vor allem, weil am Samstag Bundesliga-Zeit ist! Und außerdem: Das Wort „Frühjahrsputz“ existiert in unserem Wortschatz nicht einmal!

Zweitens: Egal, was wir machen, wir können es Euch sowieso NIE Recht machen. Falls wir Euch tatsächlich mal überraschen wollen und die Küche putzen, kommt Ihr nach Hause und schreit uns an, warum wir denn um Gottes Willen die Küche geputzt haben, wenn das Wohnzimmer wie Sau aussieht. Merkt Ihr was? Wir haben einfach nur Angst davor, was falsch zu machen, weil Ihr uns dann ausschimpft, als wären wir kleine Kinder.

Drittens: Apropos Kinder! Wenn Ihr uns zum Putzen zwingt, bekommen wir das Gefühl, wir würden mit unserer Mutter reden, die uns dazu zwingt, das Zimmer aufzuräumen – sonst gibt es keinen Nachtisch. Aber liebe Frauen, wir wollen keine zweite Mutter, sondern eine Freundin haben, die uns auf Augenhöhe begegnet und uns nicht wegen herumliegender Socken das Gefühl gibt, wieder elf Jahre alt zu sein.

Viertens: Die Zeit, die ihr so gerne mit Putzen verschwendet, kann man viel besser nutzen. Beispielsweise mit Kino, Essen gehen oder Sex – das sind nämlich die Sachen, die uns interessieren – und nicht, ob das Bett frisch bezogen ist. Denn dann dürfen wir uns auch nicht einmal mehr mit unseren Straßenklamotten drauf schmeißen.

Fünftens: Ihr Frauen erwartet immer von uns, dass wir Eure Gedanken lesen, aber ganz ehrlich: Das können wir wirklich nicht! Wenn ihr wollt, dass wir den Abwasch machen und die Küche saugen, dann sagt uns das um Gottes Willen doch einfach! Das erspart uns (und Euch) jede Menge Streit und Ärger, denn wir Männer brauchen einfach direkte und klare Anweisungen. Wir können nicht so gut zwischen den Zeilen lesen wie Ihr!

Sechstens: Vielleicht sind wir Männer im Haushalt keine Experten, doch dafür sind wir in anderen Gebieten unschlagbar. Wir drehen Eure Gurkengläser auf, reparieren Euren Computer und wechseln im Notfall Eure Autoreifen. Außerdem sorgen wir dafür, dass Ihr in unserer Nähe sicher seid – und das können wir doch auch wirklich viel besser als putzen, saugen und fegen, oder?

Also liebe Frauen, Ihr seht: Das Thema „Männer im Haushalt“ ist kein Mysterium – aber wir haben tatsächlich keine Lust, zu putzen und zu saugen und drücken uns nur deshalb davor, weil wir stattdessen lieber was anderes machen wollen. Doch wenn Ihr uns klare Anweisungen gebt, werden wir diese (meistens) auch befolgen – auch wenn es sein kann, dass wir uns dann absichtlich dumm anstellen, damit beim nächsten Mal wieder Ihr diese Aufgabe übernehmt…

Bildquelle: Thinkstock/Trent Vino

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