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Top 10

Angst vor Sex: Die häufigsten Gründe und wie du sie überwindest!

Während viele Menschen Sex uneingeschränkt genießen können, kann er andere unter Stress setzen, ihnen Schuldgefühle einflößen und Angst machen. Schließlich ist Sex nicht ganz ungefährlich. Sorgen wie Potenzprobleme, Scham für den eigenen Körper oder Versagensängste führen dazu, dass sich einige Menschen vor dem sexuellen Kontakt fürchten oder diesem sogar aus dem Weg gehen. Wir verraten dir die Top 10 Gründe für Angst vor Sex.

Der Online-Gesundheitsdienst „Superdrug Online Doctors“ hat 2.000 Amerikaner*innen und Europäer*innen zu ihren größten Ängsten beim Sex befragt. Die Befragten sollten jede ihnen vorgeschlagene sexbezogene Angst auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten. Daraus entstand eine Liste mit den Top-10-Ängsten vor Sex von Männern und Frauen.

Die 10 Hauptgründe für Angst vor dem Sex

  1. Der*die Partner*in könnte eine Geschlechtskrankheit haben.
  2. Das Kondom reißt und der Sex endet mit einer ungewollten Schwangerschaft.
  3. Der Gegenüber empfindet den anderen beziehungsweise dessen nackten Körper als unattraktiv.
  4. Man ist für den anderen so unattraktiv, sodass man es nicht schafft, ihn oder sie zum Orgasmus zu bringen und zu befriedigen.
  5. Der Sex ist schlecht.
  6. Die Stimmung nach dem Sex ist schlecht.
  7. Eine peinliche körperliche Fehlfunktion tritt auf.
  8. Der*die Partner*in möchte etwas Neues probieren, womit man sich vielleicht nicht wohlfühlt.
  9. Der*die Partner*in denkt, dass man ungeübt ist oder keine Erfahrung hat.
  10. Körperhaare törnen den anderen ab.

Besonders europäische Männer und Frauen haben Angst davor, während des Liebesspiels den falschen Namen zu sagen. All diese Ängste können sogar den Kopf blockieren und zu mangelnder sexueller Erregung führen.

Angst vor Sex bei Männern

Die Forscher des Gesundheitsdienstes haben die Ängste zudem geschlechtsspezifisch analysiert. Dabei ergaben sich grundlegende Unterschiede zwischen den Gedanken, die sich Männer beim Sex machen und denen der Frauen. So plagten die europäischen und amerikanischen Männer vor allem Unsicherheiten, die ihre Leistung betreffen, wie etwa vorzeitige Ejakulation oder die fehlende Befriedigung der*des Geschlechtspartner*in. Sie haben also vor allem Angst, etwas falsch zu machen.

Besondere Sex-Ängste bei Frauen

Die europäischen Damen hingegen fürchteten eher potenzielle Konsequenzen, wie Krankheiten oder eine ungewollte Schwangerschaft. Doch auch sie plagen Unsicherheiten, die aber eher körper- als „leistungsbezogen“ sind: Sie sorgen sich darum, dass ihr*e Partner*in ihren nackten Körper nicht attraktiv und vor allem ihre Brüste zu klein finden könnte.

Die Gründe für Angst vor Sex bei Frauen beinhalten außerdem möglichen Druck seitens des Gegenübers. Etwas verstörend mag hier Rang 5 erscheinen: Die Angst davor, der Partner könnte ein „Nein“ als Antwort nicht gelten lassen. Darauf folgt die Sorge, er könnte etwas wollen, das man selbst nicht möchte oder als unangenehm empfindet.

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Die Angst vorm Sex überwinden: So gelingt es!

Neben der Angst vor Geschlechtskrankheiten, gegen die man sich mit einer hohen Sicherheit durch Kondome schützen kann, sind körperbezogene Komplexe mit die häufigsten Gründe für Angst vor Sex. Diese kann man nur mit einem gesunden Selbstbewusstsein überwinden und versuchen, sich nicht an falschen Schönheitsidealen zu orientieren. Mit dem Partner zu sprechen kann bereits helfen, dieser kann einem bereits durch Komplimente und Taten zeigen, wie attraktiv er einen findet.

Auch zu hohe Erwartungen können dafür sorgen, dass die Angst vor einer Enttäuschung während des Beischlafs groß ist. Diese ist jedoch meist völlig unbegründet und basiert oft auf schlechten Erfahrungen. Wenn man versucht, sich vorher keine allzu großen Gedanken zu machen, wird gleichzeitig der Druck von dem Akt selbst genommen. Allerdings gibt es auch Ängste, die weitaus tiefer liegen und psychologischer Natur sind. Hier kann es helfen, sich dem*der Partner*in anzuvertrauen und die Gründe für die Angst vor dem gemeinsamen Sex zu nennen. In Extremfällen, wenn es keine Möglichkeit der Überwindung gibt, kann eine Therapie in Betracht gezogen werden. Viele Jugendlichen hingegen haben Angst vor ihrem ersten Mal, was nicht ungewöhnlich ist. Oft bauen sie hier erst mit der Zeit eine gewisse Sicherheit auf und überwinden ihre Schüchternheit und Ängste vorm Sex, was jedoch ganz natürlich ist.

Sex sollte eine schöne Erfahrung sein. Das geht nur, wenn wir offen miteinander kommunizieren können – auch über sexuelle Gesundheit, Verhütung, eigene Grenzen und andere Themen. Versuch dir also nicht durch Peinlichkeit, Angst oder Scham den Spaß an der Sache nehmen zu lassen und die Leidenschaft verderben zu lassen, sondern versuch, deinen Kopf frei zu machen.

Bildquelle: Getty Images / Alessandro Biascioli

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