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Zeitumstellung 2021: Mit diesen Tipps fällt sie deinem Körper leichter

Eine Stunde geklaut

Zeitumstellung 2021: Mit diesen Tipps fällt sie deinem Körper leichter

Die Zeitumstellung auf die Sommerzeit steht bevor – und damit wird uns mal wieder eine Stunde „geklaut“. Bei vielen bringt das den Biorhythmus ganz schön durcheinander und sorgt mitunter für gesundheitliche und psychische Probleme. Mit ein paar Tipps können wir die Zeitumstellung für unseren Körper jedoch angenehmer gestalten. Wir verraten dir, was am besten wirkt und worauf du bei der Zeitumstellung 2021 außerdem achten solltest.

Wann ist die Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2021?

In der Nacht von Samstag, dem 27. März 2021, auf Sonntag, den 28. März 2021, werden die Uhren in Deutschland auf Sommerzeit umgestellt. Bleibt nur noch die große Frage, ob der Zeiger nun eine Stunde vor- oder zurückgedreht wird? Die Uhren werden von 2 Uhr eine Stunde nach vorne auf 3 Uhr gestellt. Dann heißt es wieder: Eine Stunde weniger Schlaf und früher aufstehen!

Gesundheitliche Auswirkungen der Zeitumstellung

Die Zeitumstellung auf die Sommerzeit ist bei vielen die unbeliebtere von beiden. Kein Wunder, schließlich wird die Uhr vorgestellt, was eine Stunde weniger Schlaf und früheres Aufstehen bei weniger Tageslicht bedeutet. Nicht für alle ein Problem, doch der Wechsel der Zeit bringt vor allem bei sensibleren Menschen den Biorhythmus ordentlich durcheinander. Die innere Uhr des Menschen folgt einem Tag-Nacht-Rhythmus, dessen Takt vom Sonnenlicht angegeben wird. Und der mag es überhaupt nicht, wenn man einfach von ihm abweicht. Passiert das doch – wie im Falle der Zeitumstellung – braucht der Biorhythmus bei vielen Menschen bis zu zwei Tage, um sich in seinen neuen Takt einzupendeln. Der Wegfall von nur einer Stunde führt auch oftmals zu körperlichen oder sogar psychischen Problemen.

Ganze 60 Prozent aller Frauen und über 50 Prozent der Männer leiden laut einer Umfrage der DAK an Einschlafproblemen und Schlafstörungen nach dem Zeitwechsel. Dies führt im Umkehrschluss bei vielen dazu, dass sie sich tagsüber müde und schlapp fühlen. Ganze 26 Prozent fühlen sich zudem gereizt und leiden an Konzentrationsmangel und Leistungsschwäche. Diese Probleme führen nicht nur zu mehr Fehlern und Unfällen sowohl im Haushalt als auch bei der Arbeit und in der Schule, sondern auch zu einem Anstieg von Patient*innen mit Herzbeschwerden, so DAK. Außerdem gaben 10 Prozent der Befragten an, dass sie depressive Verstimmungen fühlen, die sie mit der Zeitumstellung in Zusammenhang bringen.

Diese Tipps machen die Zeitumstellung für den Körper einfacher

Wenn du weißt, dass dein Körper empfindlich auf die Zeitumstellung reagiert, dann kannst du dich glücklicherweise mit ein paar einfachen Tricks darauf vorbereiten und auch in der Zeit danach dafür sorgen, dass dein Biorhythmus nicht zu stark durcheinander gebracht wird. Am wichtigsten ist es, darauf zu achten, dass du trotz einer Stunde weniger Zeit, genug Schlaf kriegst. Dabei kann es helfen, schon in den Tagen davor eine Viertel- bis halbe Stunde eher schlafen zu gehen. So gewöhnst du deinen Körper langsam an den neuen Rhythmus. Damit es mit dem früheren Einschlafen klappt, solltest du am Abend auf Alkohol und Koffein verzichten. Auch das blaue Licht von Smartphone und Laptop solltest du schon eine Stunde vor dem zu Bett gehen meiden, denn es gaukelt dem Körper vor, dass es noch gar nicht so spät ist.

In den Tagen nach der Zeitumstellung solltest du dich an Routinen halten, feste Zeiten zum Aufstehen, Essen und Schlafen können deinem Körper dabei helfen, sich leichter an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Gleiches gilt für kleine Rituale vor dem Schlafen gehen. Tagsüber solltest du, wenn das Wetter es zulässt, das helle Sonnenlicht suchen. So kann dein Körper genügend Energie tanken. Die Expert*innen des Schlafunternehmens Emma haben die wichtigsten Tipps hier noch mal in einer Grafik zusammengefasst:

Zeitumstellung

Auch Tiere leiden an der Zeitumstellung

Während Tiere wie Katzen und Hunde trotz innerer Uhr die Zeitumstellung meist ohne Probleme verkraften, gibt es auch Tiere, die das Drehen an der Uhr wahrnehmen und darunter leiden – vor allem Kühe. Die sensiblen Tiere geben durchschnittlich eine ganze Woche nach dem Zeitwechsel weniger Milch. Für Wildtiere ist die Zeitumstellung besonders gefährlich. Doch nicht etwa, weil sie an körperlichen Problemen leiden. Im Monat nach der Zeitumstellung steigt nicht nur das Unfallrisiko, sondern auch die Anzahl der Verkehrsunfälle – ausgelöst durch Wildtiere auf der Fahrbahn, die in der Morgendämmerung von vielen Autofahrer*innen übersehen werden.

Wird die Zeitumstellung bald abgeschafft?

Mit etwas Glück, müssen wir unserem Körper die Zeitumstellung bald nicht mehr zumuten. Zumindest, wenn es nach einer Abstimmung des EU-Parlaments geht. Dort stimmte die Mehrheit für eine Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021 ab. Doch bisher ist davon nicht viel zu merken. Denn die finale Entscheidung liegt nicht bei der EU, sondern bei den Regierungen der einzelnen Mitgliedsstaaten. Die Länder können dabei selbst wählen, ob sie dauerhaft in der Winter- oder in der Sommerzeit leben wollen. Doch dies könnte ohne Absprache unter den Staaten zu einem Zeitzonen-Wirrwarr in ganz Europa führen, das sich negativ auf Tourismus, Wirtschaft und Fernverkehr auswirken würde. Zu einer finalen Entscheidung ist es daher, aber sicherlich auch durch die anhaltende Corona-Pandemie und einer damit einhergehenden Verschiebung der Prioritäten, noch nicht gekommen.

Warum gibt es überhaupt eine Zeitumstellung?

Stellt sich die Frage, warum wir überhaupt irgendwann damit angefangen haben, die Uhren umzustellen. Das hatte sehr pragmatische Hintergründe. Kaum vorstellbar, aber noch bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte jeder Ort seine ganz eigene Uhrzeit. Bestimmt wurde diese durch den Stand der Sonne. So galt im damaligen Preußen die sogenannte „Berliner Zeit“ und in Bayern die „Münchener Zeit“. Klingt verrückt, aber so tickten die Uhren sehr lang. Zu Problemen führte dies erst, als man das Eisenbahnnetz europaweit ausbaute. Eine einheitliche Zeit wurde also immer wichtiger und es kam zur Einteilung in die noch heute gültigen Zeitzonen, wonach Deutschland sich in der Mitteleuropäischen Zeitzone befindet. Damit jedoch nicht genug. 1916 führte man im Deutschen Reich zum ersten Mal die Sommerzeit ein. Der Grund: Man wollte Energie sparen, da man an langen Sommerabenden erst spät auf künstliche Beleuchtung zurückgreifen muss.

Nach dem Krieg sorgte die Zeitumstellung für das reinste Zeitchaos. Während in den drei westlichen Besatzungszonen die Sommerzeit galt, tickten die Uhren in der sowjetischen Besatzungszone nach der Moskauer Zeit. Was das bedeutete? Zwischen West- und Ostdeutschland gab es einen Zeitunterschied von zwei Stunden. Später kam es noch zu dem Versuch einer Hochsommerzeit im Mai und Juni, während der man die Uhren noch einmal eine Stunde vorstellte. Das Chaos hielt Jahrzehnte an und erst 1996 wurden sämtliche Sommerzeiten in gesamt Europa vereinheitlicht. Seit diesem Jahr stellt Deutschland die Uhren von Ende März bis Ende Oktober um, die Winterzeit gilt somit als „normale Zeit“.

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