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Studie bestätigt: So gesund ist Treppensteigen tatsächlich

Fitter & schlanker

Studie bestätigt: So gesund ist Treppensteigen tatsächlich

Es ist eine Frage simple Frage, die sich uns im Leben immer wieder stellt: Aufzug oder Treppe? Sei es bei der Arbeit, an der U-Bahnstation oder sogar im eigenen Wohngebäude, wenn ein Aufzug zur Verfügung steht, siegt nur allzu häufig die Faulheit und wir sparen uns die Stufen in den dritten Stock. Dabei wissen wir doch eigentlich, dass Treppensteigen gesund ist. Wie groß die Vorteile des Alltagssports tatsächlich sind, ist uns oftmals jedoch gar nicht bewusst. Wir schaffen einen Überblick.

Treppensteigen steigert die Fitness und senkt das Risiko für Krankheiten

Treppensteigen hat gleich mehrere positive Effekte auf unsere Gesundheit. Zunächst einmal verbessert regelmäßiges Treppensteigen die Sauerstoffaufnahmefähigkeit unseres Blutes. Die ist entscheidend für unsere Leistungsfähigkeit und Kondition. Sie steht außerdem in Zusammenhang mit koronalen und kardiovaskulären Herzkrankheiten und soll die äußere und geistige Alterung verlangsamen.

2008 untersuchte die Universität Genf den Einfluss des Treppensteigens im Alltag auf die allgemeine Gesundheit. Bei 69 Mitarbeitern mit einem ansonsten bewegungsarmen Lebensstil erhöhte sich die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit nach nur 12 Wochen regelmäßigem Treppensteigen im Alltag um 8,6 Prozent. Darüber hinaus konnten die Studienteilnehmer in dieser Zeit fast 2 Prozent an Fettmasse und Hüftumfang verlieren und ihren Blutdruck und Cholesterinspiegel senken.

Auch andere Studien bestätigen die positive Wirkung vom Treppensteigen auf die Fitness. Besonders interessant: Männer, die im vierten Stock oder höher wohnen, haben im Durchschnitt einer niedrigeren BMI. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die 2008 im „International Journal of Obesity“ veröffentlicht wurde. Bei Frauen konnte der gleiche Effekt zumindest in dieser Studie leider nicht nachgewiesen werden – für unsere Gesundheit ist Treppensteigen aber trotzdem gut.

So viele Kalorien verbrauchst du beim Treppensteigen

Viele Ärzte empfehlen, die Treppe zu nehmen, um Übergewicht zu vermeiden. Stellt sich die Frage, wie viele Kalorien wir beim Treppensteigen tatsächlich verbrennen. Je nach Gewicht sollen das in 15 Minuten zwischen 110 und 200 Kalorien sein. Eine Studie in der Fachzeitschrift „Medicine & Science“ geht von durchschnittlich 0,11 Kalorien pro Stufe aus. Besagte 15 Minuten sind alleine durch das Vermeiden von Aufzügen und Rolltreppen im Alltag allerdings kaum zu schaffen.

Ein Beispiel: Würde ich im Alltag immer die Treppe nehmen, würde ich mich dabei an einem durchschnittlichen Arbeitstag rund 3,5 Minuten bewegen (0,5 Minuten die U-Bahn-Treppen zur Arbeit hinauf, 1 Minute ins zweite Stockwerk zur Arbeit, dasselbe noch mal in der Mittagspause, 0,5 Minuten die Treppe in der U-Bahnstation auf dem Heimweg hoch und noch mal 0,5 Minuten bis in meine eigene Wohnung). Bei meinem Gewicht wären das insgesamt gerade mal 25 Kalorien pro Tag.

Wenn du also nicht gerade im fünften Stock wohnst und arbeitest und zwischendurch noch an mehreren Treppen vorbeikommst, empfiehlt es sich gelegentlich, ein kleines Stufensteig-Workout einzulegen. Das kannst du auf einer langen öffentlichen Treppe machen oder du kaufst dir einen Stepper für zu Hause. Den gibt es bereits für 51 Euro bei Amazon*.

Stepper für zuhause
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Darum ist Treppensteigen so effektiv

Die positive Wirkung des Treppensteigens auf unsere Gesundheit erklärt sich durch die vielen verschiedenen Muskelgruppen, die hierbei beansprucht werden: Waden, Oberschenkel, Po und selbst die Bauchmuskeln werden beim Treppensteigen aktiv. Die Intensität der Muskelanspannung ist zudem hoch, was einen zusätzlichen Effekt erzielt. Wer regelmäßig viele Treppen steigt, kann damit also auch seine Muskeln trainieren – was wiederum zu einem höheren Kalorienverbrauch führt. Und da die Kondition mit der Zeit steigt, fühlt sich der Gang in den vierten Stock nach einiger Zeit auch gar nicht mehr so anstrengend an.

Übrigens: Treppenhinabsteigen ist tatsächlich nicht ganz so effektiv wie Treppenhinaufsteigen. Hier werden weniger Muskelgruppen beansprucht und laut der Studie im „Medicine & Science“-Magazin nur 0,05 Kalorien pro Stufe verbraucht. Dafür ist Treppenhinabsteigen für Personen mit Gelenkbeschwerden allerdings belastender.

Wann sollte man die Treppe meiden?

Grundsätzlich sollten Menschen, die Probleme mit ihren Gelenken (insbesondere im Knie) haben, etwas weniger enthusiastisch ans Treppensteigen herangehen. Schmerzt dein Knie beim Treppenauf- oder -absteigen solltest du es also nicht übertreiben. Denn bei Fehlstellungen oder Krankheiten wie Arthrose kann zu viel Treppensteigen zu Verschleißerscheinungen führen.

Da Treppensteigen für Menschen mit Knieproblemen nicht gut ist, liest man immer wieder, es sei ein Mythos, dass Treppensteigen gesund ist. Wirkliche Fitness-Mythen findest du hingegen in unserer Galerie:

13 weitverbreitete Fitness-Mythen und ihr Wahrheitsgehalt

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Hast du positive Erfahrungen mit dem Treppensteigen im Alltag oder als Sport gemacht? Erzähl uns gerne in den Kommentaren oder auf Facebook oder Instagram davon.

Bildquelle:

istock/RossHelen

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