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Infektionsrisiko

„Vorquarantäne“? Das schlägt Drosten für Familienfeiern vor

„Vorquarantäne“? Das schlägt Drosten für Familienfeiern vor

Im Sommer waren Familienfeiern kein Problem. Konnten viele davon doch draußen stattfinden, wo das Corona-Infektionsrisiko nur gering ist. Doch mit sinkenden Temperaturen, steigen auch die Corona-Fallzahlen wieder und viele fragen sich wohl schon jetzt, wie sie das Weihnachtsfest dieses Jahr am besten verbringen können. Im Interview mit Zeit Online spricht Virologe Christian Drosten jetzt über den aktuellen Stand der Pandemie und hat auch einen Vorschlag, der Familien mit einem sicheren Gefühl in die Feiertage schicken könnte.

Christian Drosten ist guter Dinge, dass wir in Deutschland mit einem milden Pandemieverlauf durch den Winter kommen können. Allerdings ist dazu jeder Einzelne gefragt. „Wichtig ist, dass wir alle mitdenken und verstehen: Wir haben es selbst in der Hand. Dann handeln wir auch klug, selbst wenn wir unbeobachtet sind. Es geht um viele kleine Alltagsentscheidungen“, erklärt er gegenüber Zeit Online.

Soll ich die geplante Party wirklich feiern oder ins nächste Jahr verlegen? Finde ich vielleicht eine geräumige Location mit einer hohen Decke dafür? Setze ich mich noch ins Restaurant, obwohl es dort schon sehr voll ist? Das alles sind kleine Stellschrauben im Alltag, mit denen wir Einfluss auf den weiteren Verlauf der Pandemie nehmen können.

Das bedeutet „Vorquarantäne“

Eine große Rolle spielen bei der Verbreitung des Virus auch private Feiern. Nun stehen Weihnachten und die Adventszeit vor der Tür. Feste, die man traditionell mit der Familie verbringt. Ostern musste für viele Familien bereits ausfallen. Kommt an Weihnachten nun dasselbe auf uns zu? Das glaubt Drosten nicht. Er halte das Prinzip der „Vorquarantäne“ für eine gute Idee. Was das bedeutet? Wenn es möglich ist, sollte man etwa eine Woche vor einer großen Familienfeier wie Weihnachten auf möglichst viele soziale Kontakte verzichten.

Vielleicht kann man sich schon eine Woche vor den Feiertagen Urlaub nehmen oder aus dem Homeoffice arbeiten. Natürlich ist das nicht für alle Familien möglich. Kleine Kinder können eventuell schon etwas eher aus der Kita genommen werden, doch die Schulferien beginnen frühestens am 21., in einigen Bundesländern sogar erst am 23. Dezember. Doch wer die Möglichkeit hat, soziale Kontakte vor eine Familienfeier zu reduzieren, könne so mit einem sichereren Gefühl auf das Treffen mit Großeltern und älteren Verwandten hinschauen.

„Dann fährt man zu den Verwandten und hat im Hinterkopf, dass man sich in dieser Woche mit weniger Kontakten wahrscheinlich nicht infiziert hat. Wenn überhaupt, dann hat man sich vielleicht eher in der Woche zuvor angesteckt, und dass in diesem Fall alle aus der Familie symptomfrei bleiben, ist eher unwahrscheinlich“, erklärt der Virologe. Doch natürlich müsse jeder die Risiken bei einem Familientreffen selbst einschätzen und abwägen. „Es gibt keine totale Sicherheit, es bleiben immer Restrisiken“, betont er.

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