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Ostsee: Schon mehr als 90 verletzte Urlauber

Wegen Haarquallen

Ostsee: Schon mehr als 90 verletzte Urlauber

Traumhafter Sonnenschein, Temperaturen über 30° Grad und eine Ostsee, die so warm ist wie schon lange nicht mehr. Momentan zieht es Urlauber aus der ganzen Welt in den Norden Deutschlands. Doch am vergangenen Wochenende wurde das Badevergnügen getrübt.

Der Grund: Feuerquallen. Die Gelbe Haarqualle, deren Tentakeln mit Nesselzellen bestückt sind, wird durch auflandigen Wind aus den tieferen und kühleren Wasserschichten an die Küsten und Strände gespült. Da die Ostsee derzeit insgesamt sehr warm ist, wachsen und vermehren sich die Tiere zudem schneller.

Gesundheitsamt warnt vor dem Baden in der Ostsee

Allein in Heiligendamm (Landkreis Rostock) sollen einem Bericht des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ zufolge 90 Strandgäste verletzt worden sein. Die Rettungskräfte seien im Dauereinsatz, wie Mitarbeiter der örtlichen Wasserwacht in Bad Doberan mitteilten.

Erste Hilfe: Rasierschaum hilft

Sollte man eine Feuerqualle berühren, wird ein Gift freigesetzt, das für den Menschen nicht lebensgefährlich ist, wenn man nicht gerade allergisch darauf reagiert. An der betroffenen Stelle kommt es dann zu Schwellungen, Rötungen und zu starkem Juckreiz. Aber gegen den Schmerz kann man etwas tun: Einfach Rasierschaum aufsprühen und einwirken lassen. Der Schaum bindet die giftigen Nesseln, die das Jucken verursachen. Danach kann man den Schaum mit einem stumpfen Gegenstand, zum Beispiel einer Kreditkarte, abschaben. Zusätzlich sollten Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Lage entspannt sich etwas

Derzeit würden an den Stränden zwischen Glücksburg und Travemünde nur vereinzelte Exemplare gesichtet werden. Das könne sich jedoch schnell ändern, wenn sich der Wind drehe. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sollte der Wind am Mittwoch von Süd auf West drehen. Dann könnten auch wieder vermehrt Quallen an den Stränden auftauchen.

Bist du schon mal in Kontakt mit einer giftigen Qualle gekommen? Erzähle uns gerne in den Kommentaren bei Facebook von deinen Erfahrungen.

Bildquelle:

iStock/DarrenTierney

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