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Früherkennung dank Bluttest

Down-Syndrom-Bluttest später als geplant

Down-Syndrom-Bluttest später als geplant

Eine Früherkennung des Gendefekts Down-Syndrom war bisher nur mit einer Fruchtwasseruntersuchung möglich. Nach einem erneuten Gespräch mit den zuständigen Behörden konnten nun konkretere Aussagen zu einem neuen Termin für die Markteinführung des Tests gemacht werden. Der neue Bluttest, der die Erbkrankheit feststellen soll, wird voraussichtlich im August auf den Markt kommen.

Down-Syndrom-Bluttest verzögert sich

Der pränatale Bluttest für das Down-Syndrom kommt später auf den Markt als geplant. Die Markteinführung sei laut dem Konstanzer Hersteller LifeCodexx auf August verschoben worden. Grund für die Verspätung seien Fragen bezüglich der Medizinprodukterechte gewesen, mit denen sich LifeCodexx auseinandersetzen musste.
Ursprünglich sollte der Test, mit welchem man den Gendefekt Trisomie 21 feststellen kann, Mitte Juli erscheinen.

Früherkennung von Down Syndrom mit Hilfe von DNA-Analyse

Bisher wurde der Test auf Down-Syndrom mit Hilfe einer Fruchtwasseruntersuchung bei der Schwangeren durchgeführt. Diese Methode war jedoch lange umstritten, da durch diese Art der Untersuchung medizinische Probleme bis hin zur Frühgeburt verursacht werden können. Der sogenannte Praena-Test, der nun eine zuverlässige, ungefährlichere Diagnose des Down Syndroms erlaubt, wird anhand von Blutproben der Mutter durchgeführt. Dabei werden die entnommenen Blutproben auf Teile der Erbinformation des Ungeborenen hin untersucht. Dieses Verfahren wird auch Sequenzierung der DNA genannt. Nach bereits wenigen Tagen erhält der Arzt die Ergebnisse.

Down-Syndrom-Bluttest ab August
Mit Hilfe eines pränatalen Bluttests kann das Down-Syndrom festgestellt werden

Wachsende Kritik für Down-Syndrom-Bluttest

Der Behindertenbeauftragte Hubert Hüppe sowie die Bundesvereinigung Lebenshilfe hatten den Down-Syndrom-Bluttest als hoch problematisch eingestuft. Sie forderten mehr Aufklärung über Trisomie 21 und eine Debatte über Pränatale Testverfahren. Hüppe forderte sogar den Verbot des Praena-Tests. Laut Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, stelle der Test auf Down-Syndrom das Lebensrecht für Menschen mit diesem Gendefekt in Frage. Werdender Mütter müssten sich rechtfertigen, warum sie „so ein Kind“ bekämen und nicht abtrieben. Hüppe dagegen beruft sich auf ein Rechtsgutachten, demzufolge eine Voruntersuchung auf das Down-Syndrom mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sei. Diese pränatalen Untersuchungen verstoßen laut Hüppe gegen die Menschenwürde sowie gegen das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz. Laut Statistiken treiben über 90% der Frauen ihr Kind ab, sobald sie die Diagnose Trisomie 21 bekommen.

Down-Syndrom oder Trisomie 21 ist ein Gendefekt, bei dem die Fehlverteilung des Chromosoms 21 zu starken geistigen und körperlichen Anomalien führt. Die Anordnung der Chromosomen erfolgt in der frühen Reifeteilung der Meiose. Mit zunehmendem Alter von Männern und Frauen steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlverteilung des Chromosoms 21, das beim Down-Syndrom dreifach vorkommt.

Bildquelle: dreamstime.com

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