Die Nesselsucht – rote Quaddeln auf der Haut

Wenn Dein Kind sich ständig juckt und rote Quaddeln am Körper auftauchen, ist wahrscheinlich die Nesselsucht schuld. Zum Glück verschwindet das unangenehme Jucken meistens wieder sehr schnell. Grund für die Quaddeln sind in der Regel allergische Reaktionen. Dein Kinderarzt kann dabei helfen, die Krankheitsauslöser in Zukunft zu vermeiden.

Nesselsucht: Hautausschlag

Die Nesselsucht, auch Nesselfieber genannt, ist neben Neurodermitis und Schuppenflechte eine der weitverbreitetsten Hautkrankheiten Europas. Durch verschiedene Auslöser treten rote, juckende Quaddeln auf der Haut Deines Kindes auf, die aber zum Glück bereits nach wenigen Stunden, höchstens nach ein paar Tagen wieder verschwinden. Ursache sind meistens allergische Reaktionen, aber auch ausklingende Viruserkrankungen oder starke Hitze können die Nesselsucht begünstigen. Der Name der Krankheit leitet sich von der Brennnessel ab, da die auftretenden Quaddeln Hautreaktionen ähnlich sind, die nach dem Kontakt mit der Pflanze auftreten. Ist Dein Kind von der Krankheit betroffen, musst Du Dir keine Sorgen machen. In den meisten Fällen verschwinden die lästigen Quaddeln bereits nach wenigen Stunden von allein. Treten die Symptome häufiger auf, ist ein Allergietest allerdings angeraten.

Bei Nesselsucht gilt es den Auslöser zu finden und in Zukunft zu vermeiden.

Kühlende Salben oder kalte Umschläge können bei Nesselsucht den akuten Juckreiz lindern.

Wie entsteht die Nesselsucht?

Die auffälligen Quaddeln der Nesselsucht werden durch das Hormon Histamin hervorgerufen. Durch eine fehlerhafte Reaktion des Immunsystems setzt der Körper Deines Kindes den Botenstoff auf einen eigentlich ungefährlichen Auslöser an. Das Histamin erhöht dabei die Durchlässigkeit der Blutgefäße und der Haut, wodurch Wassereinlagerungen in der Lederhaut entstehen – die juckenden Quaddeln. Die Freisetzung des Histamins kann aus vielen verschiedenen Gründen geschehen. Gerade Allergien, zum Beispiel gegen Lebensmittel oder Medikamente, aber zum Beispiel auch gegen Insektengifte von Ameisen oder Bienen, sind häufige Auslöser. Auch abklingende Viruserkrankungen, Infektionen mit Parasiten, Autoimmunerkrankungen oder Infekte im Hals-Nasen-Ohren-Bereich können die Nesselsucht auslösen. Außerdem kann sie auch durch äußere Reize wie starke Reibung oder Hitze entstehen. In sehr seltenen Fällen tritt sie bei Kälte auf. Glücklicherweise ist die Nesselsucht weder ansteckend noch vererbbar, abgesehen vom lästigen Jucken hat Dein Kind also keine großen Einschränkungen, wenn es betroffen ist. Auch wenn der Ausschlag normalerweise nach kurzer Zeit von allein verschwindet, ist es angeraten, Deinen Kinderarzt zu kontaktieren, um eventuelle Allergien festzustellen und einem erneuten Ausbruch vorzubeugen.

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Symptome der Nesselsucht

Die Nesselsucht zeigt sich als roter und stark juckender Hautausschlag, der sich in Quaddeln über den Körper Deines Kindes ausbreitet. Dabei sind meist nur einzelne Körperregionen betroffen, auch wenn ein Ganzkörperbefall vorkommen kann. Der Ausschlag kann allerdings mit der Zeit wandern. Die Quaddeln sind anfangs nur kleine blassrosa bis rote Erhebungen, die aber nach und nach immer größer werden. Durch den heftigen Juckreiz wird es Deinem Schatz wahrscheinlich schwer fallen, sich abzulenken und auf andere Dinge zu konzentrieren. Wenn der Ausschlag auch nachts anhält, kann Übermüdung hinzukommen, weil das ständige Jucken Dein Kind vom Schlafen abhält. Da gerade Druck mit den Fingernägeln oder Kneifen der juckenden Stellen als Linderung empfunden werden, kann es außerdem passieren, dass es sich selbst kneift oder heftig kratzt. Durch Schwellungen und Wassereinlagerungen im Unterhautgewebe kann es in seltenen Fällen passieren, dass auch die Schleimhäute im Mund, im Rachen oder am Kehlkopf von der Nesselsucht betroffen sind. Das kann im Ernstfall zu lebensbedrohlichen Atemproblemen führen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Quaddeln treten in der Regel sehr schnell auf – vielleicht schon wenige Minuten nach Kontakt mit dem Auslöser, spätestens aber nach ein paar Stunden. Die Symptome halten zum Glück nie lange an: Vielleicht bleiben die Quaddeln nur eine Stunde, vielleicht auch etwas länger, spätestens nach 24 Stunden ist in der Regel aber alles vorbei. Ein Nesselsucht-Schub kann allerdings auch mehrere Wochen andauern, während denen die Symptome nach Pausen immer wieder auftreten. Solange die Ursache der Nesselsucht nicht gefunden wurde und ein erneuter Kontakt möglich ist, kann der Ausschlag jederzeit wiederkommen.

Das kannst Du zu Hause gegen Nesselsucht tun

Wenn Dein Kind akut unter Nesselsucht leidet, können ein lauwarmes Bad oder kühle Kompressen den Juckreiz lindern. Auch kühlende Salben können dabei helfen, die Schwellungen an den betroffenen Stillen abklingen zu lassen. Kalte Umschläge mit Essig- oder Zitronenwasser können ebenfalls gegen den Juckreiz bei Nesselsucht helfen. Schneide Deinem Schatz vorsorglich die Finger- und Fußnägel ganz kurz, wenn die Quaddeln auftauchen, denn gerade im Kleinkindalter wirst du Probleme haben, ihn dauerhaft vom Jucken abzuhalten. Fäustlinge können ebenfalls hilfreich sein, auch wenn Dein Kind sie natürlich zwischendurch abstreifen kann.

Auf Nesselsucht folgt der Arztbesuch

Wenn Dein Kind an Nesselsucht erkrankt zu sein scheint, ist der Besuch beim Arzt dringend angeraten. Zum einen kann er die Diagnose korrekt stellen und Deinem Schatz bei sehr starken Beschwerden ein Antihistamin verschreiben, um das Jucken und die Schwellung zu lindern. Vor allem ist es aber wichtig, die Ursache für die Nesselsucht herauszufinden und von jetzt an zu vermeiden. Bei Allergien kann das schwierig sein, da Dein Kind ständig mit vielen neuen Dingen in Kontakt kommt. Gerade Lebensmittelallergien, zum Beispiel gegen Milchprodukte oder Schalentiere, können aber Auslöser sein. Zum Glück kann ein Allergietest in den meisten Fällen Aufschluss geben.

Die Nesselsucht ist ein stark juckender Hautausschlag, bei dem rote Quaddeln auf dem Körper Deines Kindes erscheinen. Zum Glück verschwinden die Symptome aber meist bereits nach kurzer Zeit. Um die Ursachen für die Krankheit herauszufinden, ist der Besuch beim Arzt dringend erforderlich.

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