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Dein Kind akzeptiert keine Grenzen? Das könnten die Gründe sein!

Reine Provokation?

Dein Kind akzeptiert keine Grenzen? Das könnten die Gründe sein!

Mit Kindern ist es nicht immer eitel Sonnenschein, vor allem dann nicht, wenn die Kleinen anfangen, ihre Grenzen auszutesten. Plötzlich ist nichts mehr vor den kleinen Händchen sicher und wenn dem Nachwuchs etwas nicht passt, dann wird aus heiterem Himmel geschrien, gebrüllt, geschlagen und getreten. Wir zeigen dir, woran es liegen kann, wenn dein Kind keine Grenzen akzeptiert und wie du mit dem aggressiven Verhalten umgehen kannst.

Warum akzeptiert mein Kind keine Grenzen?

Wo gerade noch schön und ruhig miteinander gespielt wurde, fliegen auf einmal die Fetzen. Von jetzt auf gleich haut Dein Kind Dich, seinen liebsten Spielkameraden oder lässt seinen Wutausbruch an unschuldigen Möbelstücken aus. Ein Vulkan der Aggressionen bricht aus und es ist gut möglich, dass Du Dein Kind während dieser Zeit gar nicht wiedererkennst. Du fragst Dich sicherlich, warum Dein Kind sich gerade so benimmt. Es bringt herzlich wenig, wenn Du Dein Kind auf dem Höhepunkt seines Wutausbruch nach seinem Befinden fragst. Im besten Fall wird Dein Kleines Dir dann einfach nicht zuhören und im schlimmsten Fall steigert es sich nur noch weiter in seine Wut hinein. In einer ruhigen Minute solltest Du das Problem ganz vorsichtig und langsam angehen und Dich danach erkundigen, was vorhin schiefgelaufen ist.

Gibt es positives aggressives Verhalten?

Es gibt verschiedene Gründe für aggressives Verhalten im Kindesalter und nicht immer müssen diese negativ sein. Eine spielerische Aggression kann sogar sehr wichtig sein und ist auch nicht weiter bedenklich: Gerangel im Kindergarten, Fangspiele oder spielerisches Toben. Diese Formen der Aggression sind im Allgemeinen unbedenklich und dienen oft sogar der Festigung von Beziehungen. Die Kinder können sich dabei mal so richtig auspowern, ihre Energie rauslassen und sich nach Herzenslust bewegen. Gerade im Kindergarten sind es häufig die besten Freunde, die zusammen rangeln und einfach nur ausgelassen Spaß haben. Die Spielerei hört allerdings meist augenblicklich auf, wenn jemand verletzt wird oder jemand dem anderen ernsthaft weh tun möchte.

Aggressives Verhalten kann auch ein Anzeichen für unzureichende Auslastung sein. Mit diesen Tipps aus unserem Video kannst du dein Kind auch in den Ferien auspowern:

Was sind die Gründe für aggressives Verhalten bei Kindern?

Wenn Kinder ihren eigenen Willen entdecken, ist dies für alle Beteiligten oft eine große Geduldsprobe. Problematisch ist es vor allem, wenn die Kleinen zu dem Zeitpunkt ihre Wünsche und Gefühle noch nicht richtig zum Ausdruck bringen können. Stell Dir einfach mal vor, Du möchtest gerade unbedingt etwas aus Deinem Zimmer holen, doch dann kommt jemand an und schließt die Tür einfach vor Deiner Nase. Du bist nicht groß genug, um an die Türklinke zu kommen und sagen, was Du möchtest, kannst Du auch nicht. Ganz schön frustrierend oder? Genau solche Situationen sind der Grund, weshalb Dein Kleines manchmal aggressiv wird und sich einfach nicht mehr beruhigen lassen möchte. Es ist einfach nicht schön, genau zu wissen, was man möchte, es aber nicht in Worte fassen zu können. Vor allem da Du als Mami früher schließlich immer genau wusstest, was Dein Kleines wollte: Essen, eine neue Windel, kuscheln, schlafen! Doch je älter Dein Kind wird, desto komplexer werden seine Bedürfnisse und nicht immer kannst Du als Mami direkt erraten, was es genau will.

Genauso wenig kannst Du Deinem Kind aus Sicherheitsgründen immer geben, was es will. Mit dieser neuen Situation müsst Ihr beide nun erst einmal zurechtkommen. Ein weiterer Grund für aggressives Verhalten kommt meist dann hinzu, wenn die Kleinen älter werden. Gerade Kinder, die es gewohnt sind zu Hause an erster Stelle zu stehen, merken spätestens im Kindergarten oder wenn sie ein Geschwisterchen bekommen, dass nicht immer jeder sofort Zeit für sie hat. Bei einigen Kindern manifestiert sich dies in aggressivem Verhalten. Ob die Aufmerksamkeit, die sie dabei ernten positiv oder negativ ist, ist den meisten Kindern erst einmal egal. Wichtig ist in diesem Fall einfach, dass Du ruhig bleibst und Deinem Kind klarmachst, dass es nicht mehr Aufmerksamkeit bekommt und nicht mehr Zeit mit Dir verbringen kann, nur weil es beginnt, aggressiv zu werden. Dich komplett zu entziehen, ist allerdings auch nicht die richtige Methode. Schließlich ist Dein Kind gerade deswegen gekränkt, weil es weniger von Dir zu sehen bekommt. Diese Situation noch zu verstärken, würde nur noch unkontrollierteres Verhalten nach sich ziehen.

So bringst du deinem Kind Grenzen bei

Auch wenn Du Dich Deinem Kind gegenüber ruhig und verständnisvoll verhalten musst, ist es dennoch wichtig ihm zu zeigen, dass ein gewalttätiges Verhalten nicht in Ordnung ist und Konflikte nicht auf diese Art und Weise gelöst werden. Kinder reagieren selten mit Begeisterung, wenn sie ihren Willen nicht bekommen, aber Du musst standhaft bleiben, denn sonst wird Dein Kind immer wieder versuchen, Deine Bestimmtheit mit Aggressionen und Geschrei zu brechen. In den meisten Fällen verpufft die aufgestaute Aggression von Kindern, wenn sie mit etwas anderem abgelenkt werden. Spiele, Bewegung an der frischen Luft oder eine vorgelesene Geschichte können Abhilfe schaffen, wenn das Fass beinahe überläuft. Du solltest ein Auge darauf haben, in welchen Situationen und wie häufig Dein Kind sich gewalttätig oder aggressiv verhält. Wenn Du den Eindruck bekommst, dass Dein Kind seine Aggressionen nicht kontrollieren kann und damit auch Andere in Gefahr bringt, dann solltest du aufhorchen und unter Umständen einen Kinderarzt und Kinderpsychologen kontaktieren.

Ein ehrlicher Umgang mit dem eigenen Kind ist bei wichtigen Themen unabdingbar. Manchmal sind aber auch kleine Notlügen erlaubt:

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Wenn Dein Kind ein aggressives Verhalten an den Tag legt, hat dies oft seine guten Gründe. In jedem Fall ist es wichtig, dass Du ruhig reagierst, Deinem Kind aber gleichzeitig klarmachst, dass Situationen nicht mit Gewalt gelöst werden sollen.

Bildquelle:

Getty Images/Dejan_Dundjerski

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