Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoditis ist eine Autoimmunerkrankung, die eine Funktionsstörung der Schilddrüse auslöst und die Fruchtbarkeit einschränkt. Obwohl die Krankheit bis heute nicht geheilt werden kann, gibt es gute Medikamente, die Betroffenen ein beschwerdenfreies Leben ermöglichen. Woran erkennst Du, ob Du an Hashimoto-Thyreoditis leidest und wie kannst Du die Behandlung bei Kinderwunsch begünstigen?

Inwiefern beeinflusst Hashimoto-Thyreoditis die Schwangerschaft und wie kann man sie behandeln?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, die eine chronische Entzündung der Schilddrüse, im medizinischen Fachjargon auch Autoimmunthyreoiditis genannt, auslöst. Diese führt dann wiederum zu einer beeinträchtigten Schilddrüsfunktion und einer, durch die gestörte Hormonproduktion hervorgerufene, eingeschränkten Fruchtbarkeit. Benannt ist die Krankheit nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto, der sie 1912 als erster beschrieb. Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind heutzutage potentiell von der Krankheit betroffen, wobei die Auslöser für die Erkrankung noch größtenteils ungeklärt sind. Frauen leiden generell zehnmal häufiger an Hashimoto-Thyreoiditis als Männer. Dabei sind Frauen zwischen 30 und 50 Jahren besonders oft betroffen. Es besteht zudem eine familiäre Veranlagung: Kinder von erkrankten Eltern leiden zu einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent ebenfalls an Hashimoto-Thyreoiditis.

Eingeschränkte Fruchtbarkeit durch Hashimoto-Thyreoiditis

Die natürliche Empfängnis ist bei Frauen, die an Hashimoto-Thyreoiditis leiden, häufig erschwert. Grund dafür ist die gestörte Hormonproduktion der Schilddrüse, was die Fruchtbarkeit der Frau beeinträchtigt. Leider ist auch das Risiko einer Fehlgeburt bei betroffenen Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis erhöht. Die richtige Behandlung durch einen spezialisierten Arzt ist deshalb umso wichtiger und kann in vielen Fällen, trotz der Erkrankung an Hashimoto-Thyreoiditis, eine gesunde Schwangerschaft ohne Zwischenfälle ermöglichen. Betroffene Frauen sollten daher früh genug einen Arzt aufsuchen, der die richtige Behandlung für die Schwangerschaft festlegt.

Woran erkennst Du, ob Du an Hashimoto-Thyreoiditis leidest?

Die Erkrankung an Hashimoto-Thyreoiditis verursacht normalerweise keine Schmerzen, weswegen sie nicht selten über lange Zeit unbemerkt bleibt. Doch wie erkennst Du, ob Du an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bist? Durch die anfängliche Schilddrüsenüberfunktion sind Betroffene zu Beginn der Erkrankung oft zunehmend Reizbar und leiden unter Heißhungerattacken, die jedoch nicht zu Gewichtszunahme, sondern zu Gewichtsabnahme führen. Andere Symptome können neben zitternden Händen, Schlafstörungen und Schwitzen auch Herzklopfen sein. Bei Frauen, die an Hashimoto-Thyreoiditis erkranken, kommt es zudem manchmal zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus, verstärkten Blutungen oder dem Ausbleiben der Regelblutung. Langfristig werden diese Symptome dann von denen einer Schilddrüsenunterfunktion abgelöst, die sich oft nur durch ein schlechteres Allgemeinbefinden äußert. Die Erkrankung zeigt sich hier unter anderem durch Anzeichen wie Kälteempfindlichkeit, depressive Stimmung, Müdigkeit, Gewichtszunahme, Verstopfung und in seltenen Fällen auch Haarausfall. Ob Du unter Hashimoto-Thyreoiditis leidest, kann Dein Arzt mithilfe einer einfachen Ultraschalluntersuchung und eines Bluttests genau feststellen und entscheiden, wie die weitere Behandlung aussehen soll.

Eingeschränkte Fruchtbarkeit bei Hashimoto-Thyreoiditis

Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind von Hashimoto-Thyreoiditis betroffen.


Wie wird Hashimoto-Thyreoiditis behandelt?

Hashimoto-Thyreoiditis ist unheilbar, kann aber in der Regel mit den richtigen Medikamenten gut und beschwerdenfrei behandelt werden, wodurch Betroffene ein komplett normales Leben führen können. Dabei wird fast immer das Schilddrüsenhormon Levothyroxin verschrieben, da die kranke Schilddrüse zu wenige Hormone produziert. Die Therapie ist unkompliziert und verläuft bei der richtigen Dosierung der Tabletten vollkommen ohne Nebenwirkungen. Die individuell dosierten Tabletten müssen jedoch täglich eingenommen werden und beseitigen nur den Mangel an Schilddrüsenhormonen. Sie beheben nicht die zugrunde liegende Erkrankung an Hashimoto-Thyreoiditis. Auch wenn keine Beschwerden vorliegen, ist eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte und eine jährliche Ultraschalluntersuchung beim Arzt unerlässlich, um die Dosierung gegebenenfalls erneut anpassen zu können.

Was kannst Du tun, um die Therapie von Hashimoto-Thyreoiditis während der Schwangerschaft zu unterstützen?

Du kannst den Krankheitsverlauf von Hashimoto-Thyreoiditis positiv beeinflussen, indem Du auf eine krankheitsangemessene Ernährung achtest. Es ist z.B. wissenschaftlich belegt, dass eine jodarme Ernährung den Krankheitsverlauf verbessert, weshalb Betroffene unter anderem auf jodiertes Speisesalz verzichten sollten. Jodmengen, die in der täglichen Ernährung vorkommen, sind allerdings unbedenklich. Auch die zusätzliche Aufnahme von Selen kann Beschwerden nachweislich entgegenwirken. Im Falle eines Kinderwunsches sollte Stress nach Möglichkeit vermieden werden, da Stress die Eizellenqualität und die Einnistung des Embyos negativ beeinträchtigen kann. Generell sollte bei Hashimoto-Thyreoiditis zudem auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien, die z.B. im frischen Obst und Gemüse vorkommen, geachtet werden.

Hashimoto-Thyreoiditis: Wodurch wird die Krankheit ausgelöst und was passiert bei der Erkrankung?

Hashimoto-Thyreoiditis gehört zu den Autoimmunkrankheiten, die durch einen Fehler in der eigenen Körperabwehr auftreten. Das heißt, dass die Antikörper, die normalerweise schädliche Viren und Bakterien bekämpfen sollen, das eigene Gewebe angreifen. Im Falle einer Erkrankung an Hashimoto-Thyreoiditis findet dieser Vorgang an der Schilddrüse statt, die sozusagen vom eigenen Körper geschädigt wird. Wodurch Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst wird, konnte bis heute nicht erfolgreich geklärt werden. Spezialisten vermuten, dass die Krankheit eventuell durch eine Infektion in Gang gesetzt wird.

Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind von Hashimoto-Thyreoiditis betroffen, wobei besonders Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr unter einer Erkrankung leiden. Obwohl Hashimoto-Thyreoiditis an sich ist nicht heilbar ist, gibt es heutzutage sehr gute Medikamente, die Betroffenen ein beschwerdenfreies Leben ermöglichen. Obwohl die Fruchtbarkeit bei der Erkrankung negativ beeinflusst wird, kann durch die richtige Behandlung eine gesunde Schwangerschaft ermöglicht werden.


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Was denkst du?

  • Toffyfe am 25.03.2014 um 10:31 Uhr

    Meine Mutter hat Hashimoto-Thyreoiditis und führt eigentlich ein komplett normales Leben. Sie muss halt nur die Tabletten nehmen.

    Antworten
  • bigbauch99 am 24.03.2014 um 17:50 Uhr

    Eine Freundin von mir hat Hashimoto-Thyreoiditis. Sie versucht momentan auch schwanger zu werden. Ich hoffe, dass es auch bei ihr bald klappt!

    Antworten