Rechtschreibung von Jugendlichen

Jeder fünfte 15-Jährige ist Analphabet. Das sind erstaunliche Ergebnisse, die der „Rat für deutsche Rechtschreibung“ vorlegt.

In mehrerer Studien und Befragungen wurde festgestellt, dass 20 Prozent der 15-Jährigen Analphabeten sind. Das bedeutet konkret, dass diese Jugendlichen grundlegende Regeln der Rechtschreibung nicht beherrschen. Kerstin Güthert, Geschäftsführerin des Rates für deutsche Rechtschreibung, war der Meinung, dass 20 Prozent Analphabetismus ein Skandal seien, den unsere Gesellschaft nicht hinnehmen dürfe.

Ursachen der fehlerhaften Rechtschreibung

Eine von vielen Ursachen für die fehlerhafte Rechtschreibung, sieht Güthert darin, dass Kinder zu wenig lesen und zu wenig vorgelesen bekommen. Die Vermittlungen von Kenntnissen der Rechtschreibung komme zudem in der Lehrerausbildung zu kurz, so die Geschäftsführerin. In Schulbücher würden außerdem nur die komplex formulierten, offiziellen Regeln der Rechtschreibung stehen, so Güthert. Diese Regeln sollten besser in verständliche Regeln, je nach Altersstufe der Schüler, übersetzt werden.

Was ist eine Schwäche in der Rechtschreibung?

Die Rechtschreibschwäche wird nach primären, sekundären und funktionalem Analphabetismus unterschieden. Beim primären Analphabetismus liegen keinerlei Lese- und Schreibkenntnisse vor. Wenn nach dem Schulbesuch das Gelernte vergessen wird, spricht man vom sekundären Analphabetismus. Funktionale Analphabeten können einzelne Worte lesen, aber es fällt ihnen schwer zusammenhängende Texte zu verstehen. Manche können nicht viel mehr, als ihren Namen schreiben, andere kommen mit dem Schreiben gut zurecht, haben aber immens viele Rechtschreibfehler in den Texten.

Mit der Rechtschreibung haben 20 Prozent der 15-Jährigen starke Probleme.

Mehr Schwierigkeiten in der Rechtschreibung, als gedacht.


Schwäche in der Rechtschreibung oft unbemerkt

Laut Peter Hubertus, Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung, merken einige Lehrer oft zunächst nicht, dass es bei einigen mit dem Lernen nicht klappt, da sie mit sehr großen Klassen zu tun haben. Wenn es den Lehrern auffalle, würde die passgenaue Unterstützung oft schwerfallen. Die Lehrer würden die Schüler aus falschem Unterstützungswillen versetzen, weil sie ihn „nett“ finden oder es „schade um ihn/sie wäre“. Meist würden diese Schüler mündlich auch sehr gut mitarbeiten, um die schriftlichen Noten auszugleichen, so Hubertus. Viele Schüler würden in ihrer Not kreativ werden. Vieles würden sie auswendig lernen oder den Unterricht per Diktiergerät aufnehmen, um die Informationen von einer Vertrauensperson aufschreiben zu lassen.

Tipp für Eltern bei Schwächen in der Rechtschreibung

Dem Lehrer sollte man nicht die Schuld zuschieben, sondern lieber mit ihm nach Lösungen suchen, so Peter Hubertus. Des Weiteren gebe es andere Hilfsangebote wie Kurse oder Nachhilfeunterricht. Um ihrem Kind selbst zu helfen, können Eltern dem Kind vorlesen und sich auch vorlesen lassen. Außerdem sollten sie ihr Kind beim Lernen unterstützen und ihm keinesfalls Vorwürfe machen. Gedichte auswendig zu lernen und zu singen, kann auf die Rechtschreibung auch eine positive Wirkung haben.

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