Susanne Falleram 05.01.2018

Hast du schon mal etwas von „Husband Stitch“ (auch „Daddy Stitch“ genannt) gehört? Wenn nicht, kannst du dich wohl glücklich schätzen. Einige Frauen, die bereits ein Kind bekommen haben, mussten diesen Horror schon durchmachen. Es handelt sich hierbei jedoch um nichts Natürliches, was nach einer Geburt passiert, sondern um etwas, das Ärzte ganz bewusst verursacht haben…

Diese grausame Sache verbirgt sich hinter dem Begriff „Husband Stitch“

Der „Husband Stitch“ auf Deutsch etwa „Ehemann-Stich“ bezeichnet ein mieses Vorgehen von Ärzten, die die Vagina einer Frau, die gerade entbunden hat, mit voller Absicht enger zunähen. Und das, ohne die frischgebackene Mama vorher zu fragen. Was das mit dem Ehemann zu tun hat? Nun ja, es soll quasi einen Gefallen an den Mann der betroffenen Frau sein, damit dieser beim Sex von einer engeren Vagina profitiert. Unfassbar, oder? Was sich wie eine üble Praxis aus dem Mittelalter anhört, ist jedoch ganz aktuell.

In einem solch verletzlichen Moment wie kurz nach der Geburt ist es besonders schlimm, was sich manche Ärzte herausnehmen.

So wurde das Thema beispielsweise in diesem Reddit-Thread vor zwei Jahren diskutiert, wo sich einige Nutzer der Diskussionsplattform zu Wort meldeten. Userin „cutiebug63“ berichtet, dass sie einen Stich zu eng zusammengenäht wurde und erst von ihrer Frauenärztin darauf aufmerksam gemacht wurde. Die Folge? Sex ist für sie nicht etwa lustvoller, sondern einfach nur noch schmerzhaft. Erschreckend auch die Schilderungen von Userin meeshh, die als Krankenschwester arbeitet und schon live erlebt hat, wie eine Ärztin (!) einer Patientin einen „Extra-Stich“ verpasst hat. Und das ist erst der Anfang einer ganzen Liste an Erfahrungsberichten…

Auch auf Facebook finden sich unter einigen Berichten zu dem Thema grausame Erzählungen von Frauen, denen bereits ein „Husband Stitch“ ohne ihr Einverständnis verpasst wurde. So berichtete zum Beispiel diese Frau, dass sie noch nach 15 Jahren unter starken Schmerzen deswegen leidet. Ein Mann wiederum erzählt, dass er tatsächlich gefragt wurde, ob es bei seiner Frau gemacht werden soll. Es gibt jedoch auch Frauen, die bewusst nach einer Verengung ihrer Vagina nach der Entbindung gefragt haben und es aus eigenem Willen für ihr Sexleben haben machen lassen, so zum Beispiel diese Frau.

Hast du schon Erfahrungen mit dem „Husband Stitch“ gemacht oder kennst jemanden, bei dem es so war? Berichte uns gerne von deinen Erfahrungen und deiner Meinung zum Thema in den Kommentaren.

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/chameleonseye, iStock/Getty Images Plus/kieferpix


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Was denkst du?

  • PechZopf348 am 06.01.2018 um 19:26 Uhr

    Ich bin seit knapp sieben Jahren als Gynäkologe und Geburtshelfer in verschiedenen Kliniken tätig, und habe soeben erst von diesem "Husband Stitch" erfahren. Dies ist keine übliche Praxis. Es handelt sich hierbei um ein absolut unprofessionelles Vorgehen, eine Verletzung der Würde der Integrität der Frau und um eine Verstümmelung. Ich rate jeder Frau folgendes Vorgehen: sprechen Sie ihren Geburtshelfer oder ihre Hebamme frühzeitig auf den "Husband stitch" an. Wenn die betreffende Person sich dann nicht vehement davon distanziert, wechseln Sie die Betreuung.

    Antworten