Vaterschaft muss nicht zu 100 Prozent feststehen

Aktuelles Urteil

Vaterschaft muss nicht zu 100 Prozent feststehen

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat ein Beschwerdeverfahren eines Mannes abgelehnt, der laut Vaterschaftstest zwar zu 99,99998 nicht aber zu 100 Prozent der Vater eines Mädchens ist.

Vaterschaft und Vaterschaftstest

Eine Vaterschaft muss nicht zu 100 Prozent festgestellt werden.

Ein Vaterschaftstest muss nicht zu vollen 100 Prozent die Vaterschaft eines Mannes bestätigen, damit dieser als eindeutiger Vater eines Kindes festgestellt wird. Auch eine Wahrscheinlichkeit von 99,99998 Prozent reiche aus, um die Vaterschaft festzustellen, so zumindest das Oberlandesgericht Stuttgart in einem aktuellen Urteil (Az. 17 UR 53/11). Zwar könne so kein mathematisch-naturwissenschaftlich stringenter Beweis für die Vaterschaft hergestellt werden, die Übereinstimmung aller untersuchten genetischen Merkmale von Mutter, Kind und angeblichem Vater haben jedoch „einen Grad von Gewissheit ergeben, gegen den vernünftige Zweifel nicht mehr erhoben werden können“, argumentierte das Gericht.

Vaterschaft trotz unerfülltem Kinderwunsch

Als Grund für die Unmöglichkeit seiner Vaterschaft gab der Mann an, in seiner vorangegangenen Ehe zwölf Jahre lang vergeblich versucht habe, mit seiner damaligen Ehefrau ein Kind zu zeugen. Er forderte ein Gutachten, das bestätigt, dass die Mutter des fraglichen Kindes im Empfängniszeitraum mehrfach Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann gehabt habe. Dies lehnte das Gericht ab. Nun werden 7500 Euro für den Unterhalt des Kindes und 2000 Euro für die Feststellung der Vaterschaft fällig.


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