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No Sugar

Zuckerfreie Ernährung – Sinnvoll oder überflüssig?

Zuckerfreie Ernährung – Sinnvoll oder überflüssig?

Zucker ist heutzutage in nahezu allen Lebensmitteln enthalten, doch gerade Babys vertragen ihn in so rauen Mengen oft nicht. Viele Eltern setzen daher mittlerweile auf eine zuckerfreie Ernährung. Doch ist das wirklich sinnvoll?

Wenn man heutzutage in den Supermarkt geht, lässt sich mittlerweile nur noch schwerlich ein Produkt finden, das keinen Zucker enthält. Auch Babyprodukte sind davon nicht mehr ausgenommen und erschweren so eine zuckerfreie Ernährung für die Kleinen ungemein. Dabei sollten gerade Kinder im ersten Lebensjahr nicht zu viel des Genussmittels zu sich nehmen. Auch wenn Du Dich nicht für eine komplett zuckerfreie Ernährung entscheidest, solltest Du daher trotzdem genau auf die Inhaltsstoffe der einzelnen Produkte achten. Am besten ist es natürlich immer noch, wenn Du den Babybrei einfach selbst herstellst. Dann weißt Du genau, was in der Beikost enthalten ist.

Zuckerfreie Ernährung: Mami füttert Baby.
Eine zuckerfreie Ernährung kann vielen Krankheiten vorbeugen.

Das spricht für eine zuckerfreie Ernährung

Mamis, die sich für eine zuckerfreie Ernährung entscheiden, führen einige gute Gründe an, weshalb die Kleinen erst später im Leben mit dem leckeren Süßen in Kontakt treten sollten. So erhöht Zucker das Risiko, an Diabetes zu erkranken und kann mit der Entwicklung von Hyperaktivität und Lernschwächen im späteren Leben in Verbindung gebracht werden. Auch der Zahnarzt freut sich selbstverständlich über eine zuckerfreie Ernährung, denn zu viel des Genussmittels führt bekanntlich zu Karies und schlechten Zähnen. Der Zucker soll die Zähne sogar bereits dann angreifen, wenn man sie noch gar nicht sehen kann. Darüber hinaus soll die frühe Gewöhnung an den süßen Geschmack im späteren Leben das Verlangen nach Süßem drastisch erhöhen. Wird der Heißhunger dann immer mit den falschen Lebensmitteln gestillt, kann das auf Dauer zu Übergewicht und sämtlichen Krankheiten, die damit zusammenhängen, führen.

Zuckerfreie Ernährung: So einfach geht’s!

Da nicht ganz klar ist, welche Menge Zucker für Babys schädlich ist, setzen immer mehr Eltern auf eine komplett zuckerfreie Ernährung. So schwer das am Anfang klingt, weil Zucker praktisch in allen Lebensmitteln enthalten ist, so leicht ist es, bei der noch recht begrenzten Ernährung von Babys tatsächlich auf das Genussmittel zu verzichten. Ganz zu Beginn wird Dein Kleines ohnehin ganz durch Mutter- oder Premilch satt. Diese enthält zwar ebenfalls Laktose, allerdings in Mengen, die genau auf Dein Baby abgestimmt sind. Auch die Beikost, die Du in etwa um den sechsten Monat einführen kannst, macht eine zuckerfreie Ernährung von Babys recht einfach. Setzt Du auf Baby-led-Weaning bestimmst Du so oder so, was genau Dein Kleines in die Hände bekommt und was darin enthalten ist. Doch auch wenn Du Deinem Baby lieber Brei geben möchtest, ist es kein Problem, hierbei auf Zucker zu verzichten. Am besten setzt Du jedoch auf selbstgemachten Babybrei. So kannst Du gut kontrollieren, dass auch wirklich kein Zucker enthalten ist. Kaufst Du doch einmal Fertigprodukte, solltest Du ganz genau auf die Inhaltsstoffe achten.

Zuckerfreie Ernährung: Darauf musst Du achten!

Wenn Du auf eine zuckerfreie Ernährung Wert legst, solltest Du in erster Linie die meisten Dinge selbst zubereiten. Denn auch spezielle Babyprodukte – seien es Breis, Tees oder Kekse – enthalten in der Regel immer etwas Zucker. Meist werben die Hersteller zwar damit, dass sie eine bestimmte Art Zucker nicht enthalten, diesen Mangel machen sie aber meist mit einer anderen nicht weniger süßen Art wieder wett. Beim Selbermachen solltest Du auch unbedingt auf Alternativen verzichten. Vor allem Süßstoff ist ebenfalls sehr ungesund. Honig und Sirup kleben zudem noch an den Zähnen fest. Eine Alternative braucht Dein Baby aber auch nicht unbedingt. Wenn Du von Anfang an auf eine zuckerfreie Ernährung achtest, wird es auch nicht unbedingt das Gefühl haben, dass es etwas verpasst. Um den Hunger nach Süßem zu stillen, bekommen die Kleinen schließlich in der Regel im kompletten ersten Jahr noch Mutter- oder Fertigmilch.

Das spricht gegen eine zuckerfreie Ernährung

Die meisten Experten, die sich gegen eine zuckerfreie Ernährung aussprechen, sehen in dem Verzicht nichts Schlimmes, sie halten ihn allerdings für übertrieben. So können sämtliche Vorteile einer Ernährung komplett ohne Zucker auch durch schlicht und ergreifend wenig Zucker erzielt werden. Es besteht zum Beispiel kaum eine Gefahr auf Karies, wenn die aufgenommene Nahrung wenig Zucker enthält, die Abstände zwischen den Mahlzeiten ausreichend lang sind – Dein Kind sich also nicht permanent zwischendurch mit Süßem vollstopft – und Du Deinem Spatz zweimal täglich die Zähne putzt. So erhält der Zucker keine Chance, die Zähne zu stark anzugreifen. Auch der Gewöhnung an den süßen Geschmack können Eltern durch zuckerfreie Ernährung wohl kaum entgegenwirken. Schließlich bekommen die meisten Babys von Geburt an eines der süßlich schmeckendsten Getränke überhaupt: die Muttermilch.

Ob eine zuckerfreie Ernährung sinnvoll ist oder nicht, darüber lässt sich gut streiten. Es ist auf jeden Fall nicht schädlich, komplett auf den industriellen Zucker zu verzichten oder sein Kind Zucker in kleinen Mengen konsumieren zu lassen. Du solltest also nur darauf achten, dass es nicht zu viel des Guten wird. Dies gelingt Dir am besten, indem Du den Brei für Dein Baby selbst herstellst, damit Du weißt, was für Zutaten er enthält.

Bildquelle: iStock/monkeybusinessimages

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