Lippenbalsam krebserregnd
Nina Rölleram 23.02.2017

Viele von uns benutzen mehrmals am Tag Lippenpflegestifte, um die Lippen geschmeidig zu halten. Über die Lippen können Pflegeprodukte natürlich auch ganz einfach in den Mund gelangen und sollten daher gesundheitlich unbedenklich sein. Leider sieht die Realität anders aus: Die Stiftung Warentest hat 35 Lippenpflegestifte getestet und in den meisten krebserregende Stoffe gefunden. Wenn Du erst einmal herausfindest, wie viel Lipbalm Du jährlich hinunterschluckst, wirst Du diese bestimmt meiden wollen!

Weil Lippenpflegestifte von vielen täglich benutzt werden, sollten sie eigentlich frei von bedenklichen Inhaltsstoffen sein. Die Realität sieht leider anders aus.

Weil Lippenpflegestifte von vielen täglich benutzt werden, sollten sie eigentlich frei von bedenklichen Inhaltsstoffen sein. Die Realität sieht leider anders aus.

Mosh, Moah und Posh: Das sind die krebserregenden Inhaltsstoffe

Das Ziel der aktuellen Überprüfung der Stiftung Warentest war es herauszufinden, ob sich darin die als krebserregend geltenden Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe Mosh und Moah sowie der synthetische Kohlenwasserstoff Posh befindet. Diese Substanzen befinden sich vor allem in auf Erdöl-basierender Kosmetika und werden zunehmend kritisch betrachtet. Trotz des Herausfilterns dieser Stoffe wurden in vielen Lippenpflegeprodukten bedenklich hohe Werte gefunden. Bedenkt man, dass wir auch durch manche Lebensmittel diese krebserregenden Stoffe zu uns nehmen, sind die Ergebnisse besorgniserregend! In der Hälfte der getesteten Lippenpflegestifte konnten die Substanzen nachgewiesen werden – auch in Produkten namhafter Hersteller wie Labello, Blistex und Bebe. Einige Discounter-Produkte und fast alle Naturkosmetik-Stifte wurden higegen als unbedenklich eingestuft. Das genaue Testergebnis erhältst Du über Stiftung Warentest.

Du schluckst mehr Lippenpflege, als Du denkst!

Ein Großteil des Lippenbalsams wird verschluckt!

Ein Großteil des Lippenbalsams wird verschluckt!

Findet man bei Dir in so ziemlich jeder Jackentasche und in Deiner Handtasche mindestens einen Lippenpflegestift? Dann bist Du wie viele andere Frauen auch, vermutlich eine regelmäßige Anwenderin und dachtest bisher bestimmt, dass Du Deinem Körper damit etwas Gutes tust. Doch der Preis für geschmeidige Lippen scheint hoch zu sein, wenn Du Dir darüber krebserregende Inhaltsstoffe zuführst. Denn diese liegen nicht einfach nur auf Deiner Lippenhaut: Durch Sprechen und über die Lippen lecken, gelangt eine große Menge Lippenstift direkt in Deinen Körper. Laut dem Wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) der EU-Kommission verschluckst Du jährlich etwa 20 Gramm Lippenpflege. Klingt nicht viel? Oh doch, das sind ganze viel Lippenpflegestifte! Da möchte man doch sofort alle erdölbasierten Lippenpflegeprodukte ausmisten und auf Naturkosmetik umsteigen, oder?

Doch nicht krebserregend? So reagieren die Hersteller

Wir haben uns gefragt, was eigentlich die Hersteller zu den Testergebnissen sagen. Bei Labello hat man zum Thema Mineralöl eine umfangreiche FAQ-Seite eingerichtet. Darin verteidigt der berühmte Lippenpflegehersteller die Verwendung von Mineralöl in Kosmetik und lobt dessen ausgeprägt pflegenden Eigenschaften. Zudem würden Lippenpflegeprodukte besonders streng getestet: Die Mineralöl-Höchstmengen, die von der europäischen Nahrungsmittelsicherheitsbehörde festgelegt wurden, werden nicht überschritten. Auf die Frage hin, ob die von Stiftung Warentest überprüften Stoffe krebserregend sind, hat Labello eine klare Antwort: „Nein.“ Ihnen zufolge würden zahlreiche Studien das Gegenteil belegen und sieht „Klärungsbedarf bei der von der Stiftung Warentest angewandten Analysemethodik“.

Keine Frage, die schlecht bewerteten Lippenpflege-Hersteller fühlen sich offensichtlich ganz schön auf den Schlips getreten und fechten die Testergebnisse an. Ob Mineralöl in Kosmetik tatsächlich schädlich oder doch durchaus empfehlenswert ist, darüber sind sich Wissenschaftler uneinig. Klar ist jedoch: Insbesondere der Stoff Moah gilt als bedenklich und wird aufgrundessen schließlich auch im Herstellungsprozess herausgefiltert. Wenn sich zum Schluss doch noch Reste davon nachweisen lassen, kann das Gefährdungspotenzial bei häufiger Anwendung womöglich doch hoch sein.

Bist Du geschockt von den Ergebnissen oder hältst Du die Aufregung für übertrieben? Leider lassen sich die Stoffe gar nicht so einfach anhand der Inhaltststoff-Liste auf den Verpackungen ablesen. Relativ sicher bist Du mit Naturkosmetikprodukten oder Du mischst Dir einfach Deinen Lippenbalsam selbst!

Bildquelle: iStock/Barabasa, iStock/Jummie, iStock/Duka82

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