Bruststraffung
am 14.05.2013

Wer eine Bruststraffung vornehmen lässt, der hat meist einen langen Leidensweg hinter sich. Es sind meist sehr persönliche Gründe, die eine Frau dazu veranlassen, eine Bruststraffung durchführen zu lassen. Das eigene Wohlbefinden steht dabei an erster Stelle.

Wohlgeformte, straffe Brüste sind für viele Frauen ein Ausdruck der Weiblichkeit und Jugend. Doch mit fortschreitendem Alter kann der Busen an Spannkraft verlieren und zu hängen beginnen. Auch eine Schwangerschaft und das Stillen können ihm seine Standfestigkeit nehmen, wodurch Hängebrüste vorprogrammiert sind. Ebenso können asymmetrisch geformte Brüste Betroffene derart belasten, dass eine Bruststraffung erforderlich wird. Denn für viele Frauen sind Brüste, die ihre jugendliche Form verloren haben, sowohl ein ästhetisches als auch ein seelisches Problem. Wer mit speziellen Übungen und straffenden Cremes nicht mehr weiterkommt, dem kann die Bruststraffung – immerhin eine der am häufigsten durchgeführten kosmetischen Brustkorrekturen – wieder zu mehr Selbstbewusstsein und einem positiveren Körpergefühl verhelfen. Obwohl die Bruststraffung mittlerweile als Routineoperation angesehen wird, birgt sie Risiken und ist daher nicht ohne weiteres vorzunehmen.

Bruststraffung: Das solltest Du bedenken

Wenn Du Dich dazu entschieden hast, eine Bruststraffung durchführen zu lassen, solltest Du Dich zunächst einmal sorgfältig über geeignete Kliniken und Ärzte informieren. Wichtig ist hierbei, dass der behandelnde Arzt ein Spezialist für Brustchirurgie ist und einen entsprechenden Facharzttitel hat. Du kannst Dich hierfür an den Leitlinien der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. orientieren. Darüber hinaus solltest Du Dir einen Arzt oder eine Klinik in der Nähe Deines Wohnortes aussuchen, denn für eine Bruststraffung sind ein ausführliches Vorgespräch sowie eine professionelle medizinische Nachsorge nötig. Zudem solltest Du Dir vorher Gedanken darüber machen, welches Ergebnis Du Dir von der Operation erhoffst. Dieses solltest Du in einem Beratungsgespräch mit dem Schönheitschirurgen, der die Bruststraffung durchführen wird, absprechen. Ein guter Schönheitschirurg wird Dir ehrlich mitteilen, ob es realisierbar ist, was Du Dir wünschst. Bei der Wahl des Schönheitschirurgen sollte niemals der Preis entscheidend sein, sondern die Erfahrung des Arztes.

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Die Kosten einer Bruststraffung

Eine Bruststraffung ist ein operativer Eingriff, der aus rein kosmetischen Gründen erfolgt. Er wird daher nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten für eine Bruststraffung variieren je nach Aufwand und Umfang zwischen 1500 und 6000 Euro. Sie setzen sich aus den OP-, Material-, Narkose- und Übernachtungkosten zusammen. Viele Frauen lassen sich von deutlich günstigeren Angeboten für eine Bruststraffung ins Ausland locken. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten. Du solltest Dich, wenn Du auch eine Schönheitsoperation im Ausland planst, ganz genau über den Arzt informieren und darauf achten, dass Du alle Informationen einwandfrei verstehst. Immerhin hat man nach einem verpfuschten Eingriff nicht nur einen viel größeren finanziellen Aufwand, sondern auch die psychischen und gesundheitlichen Risiken sind nicht zu verachten.

So funktioniert die Bruststraffung

Bei der Bruststraffung wird in der Regel nicht die Größe, sondern nur die Form der Brust verändert. Dazu gibt es verschiedene Methoden. Welche für Dich am besten geeignet ist, entscheidet der Arzt nach den individuellen Voraussetzungen Deines Körpers. Hier ist beispielsweise die Größe Deiner Brüste, der Aufbau des Bindegewebes und der Sitz der Brustwarzen entscheidend. Ein guter Arzt operiert möglichst narbensparend, sodass von der Bruststraffung nachher kaum etwas zu sehen sein wird. Eine Bruststraffung dauert in der Regel zwei Stunden. Bei der sogenannten „Periareolären Bruststraffung“ setzt der Arzt die notwendigen Schnitte ausschließlich um die Brustwarze herum und entfernt an dieser Stelle dann die oberflächlichen Hautschichten. Diese Methode empfiehlt sich, wenn die Straffung nur gering sein soll. Die „i-Bruststraffung“ wird bei mittelstarker Brusterschlaffung angewandt. Hierbei kann eine größere Hautmenge entfernt werden. Es wird dazu zusätzlich zu den Schnitten um die Brustwarze herum ein senkrechter Schnitt von der Brustwarze zur Unterbrustfalte gezogen. Im Falle einer starken Brusterschlaffung bzw. bei größeren Brüsten wird meist zusätzlich zu den Schnitten der „i-Bruststraffung“ noch ein „T-Schnitt“, welcher horizontal in der Unterbrustfalte verläuft, gezogen. Nach der Entfernung der überschüssigen Haut modelliert der Arzt die Brust neu und zieht die übrig gebliebene Haut zusammen. Hierbei kann auch ein zu großer Warzenhof problemlos verkleinert werden. Das Ergebnis ist ein straffer aussehender und spürbar festerer Busen. Wenn zusätzlich zur Bruststraffung eine Veränderung der Brustgröße angestrebt wird, kann die Bruststraffung auch in Kombination mit einer Brustvergrößerung oder einer Brustverkleinerung durchgeführt werden. Hierüber informiert Dich der Arzt im Vorgespräch.

Bruststraffung - Ist sie gefährlich?

Eine Bruststraffung ist für viele Frauen der letzte Ausweg

Nach der Operation

Unmittelbar nach der Bruststraffung wird Dir ein spezieller Verband – oftmals in Form eines Stütz-BHs – angelegt, um Schwellungen vorzubeugen. Diesen solltest Du ca. sechs Wochen lang tragen. Außerdem wird eine kleine Drainage angelegt, um das Ablaufen etwaiger Wundflüssigkeit zu ermöglichen. Diese bleibt je nach Größe des Eingriffs für etwa ein bis fünf Tage. Du solltest mindestens eine Nacht zur Kontrolle in der Klinik bleiben, denn eine Bruststraffung erfolgt in den meisten Fällen unter Vollnarkose, die eine große Belastung für den Körper darstellt. Eine gründliche Nachsorge mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen ist für das Gelingen der Bruststraffung unvermeidlich, denn so kann möglichen Komplikationen optimal vorgebeugt werden. Zudem solltest Du für mindestens eine Woche nach der Bruststraffung auf körperliche Belastungen verzichten. Sport und sonstige körperliche Anstrengung solltest Du mindestens zwei Monate lang vermeiden.

 

Mögliche Risiken der Bruststraffung

Eine Bruststraffung ist ein operativer Eingriff, der meist unter Vollnarkose durchgeführt wird, und birgt daher auch entsprechende Risiken. Neben den üblichen Narkoserisiken gehören zu den möglichen Komplikationen einer Bruststraffung Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen. Bei korrekter Durchführung ist aber eher selten mit schwerwiegenden Komplikationen zu rechnen. Schwellungen, Blutergüsse oder Sensibilitätsstörungen sind Begleiterscheinungen der Bruststraffung und gelten nicht als Komplikationen. In manchen Fällen kann die Schwellung der Brust bis zu einige Monate lang andauern. Dies ist unangenehm, hat aber keine Auswirkungen auf das Ergebnis der Bruststraffung und stellt auch keine gesundheitliche Beeinträchtigung dar. Das endgültige Resultat der Bruststraffung zeigt sich nach ca. drei bis sechs Monaten. Dann sollten alle Schwellungen und Narben verschwunden sein. Weitere Komplikationen der Bruststraffung sind Formasymmetrien der Brüste, verzogene Warzenhöfe und stark sichtbare Narben. Diese sind aber rein ästhetischer Natur und können daher fast immer vollständig korrigiert werden. Das Gefühl um die Brustwarze herum kann nach einer Bruststraffung je nach Größe des Eingriffs verringert sein. Dies muss aber nicht unbedingt der Fall sein.

Eine Bruststraffung ist eine ästhetische Operation, die mitunter einen nicht zu unterschätzenden Eingriff in den Körper darstellt. Wie jede OP ist die Bruststraffung mit Risiken verbunden, die je nach Schwere des Eingriffs variieren. Trotz der Risiken ist die Bruststraffung für viele Frauen der einzige Ausweg zu einem besseren Körpergefühl und mehr Lebensqualität. Denn die Brüste sind Ausdruck der Weiblichkeit und Probleme an dieser empfindlichen Stelle können zu einer schweren psychischen Belastung werden. Eine Bruststraffung sollte also – wie jede andere Schönheitsoperation – gut durchdacht sein und erst nach einer gründlichen Beratung erfolgen.

 

Bildquelle: Thinkstock/Rudyanto Wijaya

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