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OP-Klassiker

Brustvergrößerung: Der Traum von einem perfekten Busen

Brustvergrößerung: Der Traum von einem perfekten Busen

Die wenigsten Frauen haben von Natur aus perfekte Brüste und lassen sich gerne nachhelfen. Wer von einer größeren und volleren Brust träumt, denkt früher oder später über eine Brustvergrößerung nach. Doch wann ist eine Brustvergrößerung tatsächlich angebracht und was gibt es dabei zu beachten?

Kaum ein Körperteil ist dem Trendwandel der schnelllebigen Beautywelt so unterworfen wie die weibliche Brust. Seit einigen Jahrzehnten scheint man sich aber doch auf ein geltendes Schönheitsideal festgelegt zu haben: Formschöne, volle Brüste sind das, was laut öffentlicher Meinung der Perfektion am nächsten kommt. Wie bei Idealen üblich, gibt es nur sehr wenige Frauen, die diesem von Natur aus entsprechen. Den Frauen, die im Brustbereich von Mutter Natur in Sachen Üppigkeit nicht über die Maßen beschenkt worden sind, bleiben zwei Möglichkeiten: Sich mit dem, was vorhanden ist, abzufinden oder aber nachzuhelfen – zum Beispiel durch eine Brustvergrößerung.

Was man über Brustvergrößerung wissen sollte
Brustvergrößerung: Nach wie vor beliebt

Brustvergrößerung: Schöner Schein?

Allein in Deutschland lassen sich knapp 50 000 Frauen jährlich operieren, um sich den Traum von einer perfekten Brust zu erfüllen. Natürlich wäre es einfach, diese Frauen, wie es in den Medien zum Teil geschieht, als oberflächliche Geschöpfe, die sich nur über ihr Äußeres definieren, abzustempeln. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Es ist bewiesen, dass das eigene Selbstbewusstsein und Wohlempfinden zu einem großen Teil davon abhängt, als wie attraktiv man sich wahrnimmt. Eine nicht unerhebliche Zahl von Frauen leidet darunter, dass sie ihre Brust entweder von Natur aus als unschön empfinden oder aber dass die Form und somit auch die Attraktivität der Brust durch Alterserscheinungen, Schwangerschaft oder eine Gewichtsabnahme stark nachgelassen hat. Eine Brustvergrößerung kann dabei helfen, ein größeres Selbstbewusstsein und ein besseres Körperempfinden zu entwickeln und wird in Extremfällen daher teilweise sogar auch als notwendig angesehen – die Kosten werden dann auch von den Krankenkassen übernommen. Einer dieser Extremfälle ist zum Beispiel die Rekonstruktion der Brust nach einer durch Brustkrebs notwendig gewordenen Amputation.

Brustvergrößerung: Welche Methoden gibt es?

Da die ästhetische Chirurgie sich in den letzten Jahrzehnten ständig weiterentwickelt hat, kann eine Brustvergrößerung heute auf vielfältige Weisen durchgeführt werden. Bei allen gängigen Methoden wird der Patientin ein Brustimplantat, welches entweder mit Silikongel oder einer physiologischen Kochsalzlösung gefüllt ist, eingesetzt. Ob man sich bei der Brustvergrößerung für Silikon oder die Kochsalzlösung entscheidet, richtet sich nach den individuellen Wünschen und Begebenheiten der Patientin und sollte auf jeden Fall vor dem Eingriff mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Bei der submuskulären Implantation, die vor allem bei sehr dünnen Frauen mit wenig Fett- und Drüsengewebe zur Anwendung kommt, wird das Implantat entweder teilweise oder vollständig unter den Brustmuskel geschoben, während es bei der subglandulären Implantation unter der Brustdrüse und oberhalb des Brustmuskels platziert wird. Die submuskuläre Methode fällt dabei etwas schmerzhafter aus, weil sich der Brustmuskel zunächst über das Implantat dehnen und somit den neuen Brüsten anpassen muss. Aus diesem Grund wird oft die subglanduläre Implantation bevorzugt – auch sehen die Brüste nach dem Eingriff optisch sehr natürlich aus und fühlen sich zudem auch so an. Damit diese Methode angewandt werden kann, muss die Patientin aber über genügend eigenes Brustgewebe verfügen. Eine dritte Methode ist die subfasziale Methode, bei der die Prothese direkt innerhalb des Muskelstrumpfs und unter die den Muskel bedeckende Faszien-Schicht positioniert wird – diese wird aufgrund des sehr komplizierten Verfahrens jedoch nur selten angewandt.

Brustvergrößerung: Der richtige Schnitt

Bei allen diesen Methoden kann die Patientin bzw. der Chirurg wählen, wo der Schnitt, über den das Implantat in den Körper eingeführt wird, gesetzt wird. Die häufigste Methode hierbei ist nach wie vor der Schnitt unter der Brust, also in der Brustfalte. Sie hat den Vorteil, dass so nur eine sehr geringe Infektionsgefahr besteht und der Arzt genau sehen kann, wo das Implantat sich befindet. Ein Nachteil ist aber, dass in jedem Fall eine sichtbare Narbe zurückbleibt. Der Chirurg kann den Schnitt aber auch unter der Achsel setzen: So sind nach dem Eingriff kaum Narben zu sehen. Da dieses Verfahren aber ein hohes technisches Können erfordert und sehr zeitintensiv ist, wird der Schnitt unter der Achsel im Vergleich zu den anderen Methoden eher selten eingesetzt. Bei der dritten Methode, die sich wegen geringer Narbenbildung immer größerer Beliebtheit erfreut, wird der Zugang über die Brustwarze gewählt. Die Gefahr hierbei ist aber, dass während der Operation die Brustdrüsen beschädigt werden können.

Brustvergrößerung: Das Beratungsgespräch

Wenn Du Dich für eine Brustvergrößerung entschieden hast, gibt es schon im Vorfeld einige Dinge, auf die Du unbedingt achten solltest. Der erste Schritt ist es, einen Arzt zu finden, dem Du vertraust und vor allem auch zutraust, die Operation ohne Komplikationen durchzuführen. Dein Arzt sollte Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie sein und im ersten Beratungsgespräch kostenlos darüber informieren, welche Implantate und Methoden, aber auch Risiken es gibt. Auch solltet Ihr die Themen Nachsorge und Kosten ausfürhrlich besprechen.
Die Kosten für eine Brustvergrößerung sind von Arzt zu Arzt und Klinik zu Klinik unterschiedlich. Derzeit liegt die Preisspanne für eine derartige Operation in Deutschland zwischen 4.500 und 6.800 Euro – damit gehört die Brustvergrößerung zu den teuersten Schönheitsoperationen überhaupt. Sollten nämlich keine zwingenden medizinischen Gründe vorliegen, werden die Kosten weder von gesetzlichen noch von privaten Krankenkassen übernommen.
Ein guter Arzt sollte trotzdem keine Werbung für die Brustvergrößerung machen, sondern auch dazu in der Lage sein, objektiv zu entscheiden, ob der Patientin durch eine Brustvergrößerung tatsächlich geholfen ist und gegebenenfalls sogar davon abraten. Solltest Du Dich als Patientin nicht gut aufgehoben fühlen, steht es Dir natürlich vollkommen frei, den Arzt zu wechseln. Für Dich selbst ist es hilfreich, wenn Du Dich vor dem Beratungsgespräch darauf vorbereitest und Dir eventuelle Fragen zum Beispiel aufschreibst. Deine Wünsche und Vorstellungen sollten von dem Chirurgen auf ihre Durchführbarkeit überprüft werden. Sollten diese zu realitätsfern sein, muss in jedem Fall über Alternativen oder Kompromisse offen diskutiert werden.

Brustvergrößerung: Die Operation und die Risiken

Eine Brustvergrößerung ist ein operativer Eingriff, der meistens unter Vollnarkose stattfindet. Es gibt zwar auch Ärzte, die die Brustvergrößerung unter einer lokalen Betäubung anbieten – üblich ist das aber nicht. Das größte Risiko ist, dass es nach der Operation zu einer so genanten Kapselfibrose kommen kann. Dabei handelt es sich um eine Fremdkörperreaktion des Körpers, bei der es zur Ausbildung einer harten, bindegewebsartigen, teilweise schmerzhaften Kapsel kommt, die zu starken Verformungen der Brust führen kann. In so einem Fall ist eine ganz neue Implantateinsetzung notwendig. Die Kapselfibrose tritt schätzungsweise bei 15 Prozent aller Brustvergrößerungen auf, die Ursache dafür ist noch nicht geklärt. Als weitere Komplikationen können zum Beispiel Wundheilungsstörungen, Infektionen, Blutergüsse oder ein vorübergehendes Taubheitsgefühl der Brustwarze auftreten.
All diese möglichen Risiken zeigen deutlich, dass es sich bei der Brustvergrößerung um eine „richtige“ Operation handelt – der Schritt sollte als gut überlegt sein und auf keinen Fall leichtfertig erfolgen.

Brustvergrößerung: Die Nachbereitung

Sollte die Brustvergrößerung gut und ohne Komplikationen verlaufen sein, wird in den meisten Fällen ein Klinikaufenthalt von etwa zwei Tagen empfohlen, in denen die Patientin unter ärztlicher Beobachtung steht. Nach dem Eingriff sind die Brüste geschwollen und neigen dazu, sich zu entzünden, wenn man zu früh wieder anfängt, sie wieder voll zu beanspruchen. Abgesehen davon sollte in den ersten zwei Monaten nach der Operation auch im Sexualleben und beim Sport behutsam und vorsichtig mit den Brüsten umgegangen werden, wobei die Patientin sich auch immer an die Empfehlungen des behandelnden Arztes halten sollte. Erst nach mehreren Wochen bzw. Monaten, wenn alles vollständig abgeheilt ist und alle Narben verblasst sind, kann man das endgültige Ergebnis sehen und abschätzen, ob es den persönlichen Wünschen und Vorstellungen entspricht.

Eine Brustvergrößerung will gut durchdacht sein und sollte angesichts der möglichen Komplikationen nicht leichtfertig durchgeführt werden. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem vertrauenswürdigen Arzt, eine realistische Zielsetzung, was das Endergebnis angeht und die Einsicht, dass es sich bei einer Brustvergrößerung um einen massiven Eingriff in der Körper handelt, tragen genauso zum Erfolg der Brustvergrößerung bei wie eine ohne jegliche Komplikationen verlaufene Operation.

Bildquelle: Dreamstime

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