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Corona-Krise

Kurz vor dem Aus? Beliebte Modekette schließt 200 Filialen

Kurz vor dem Aus? Beliebte Modekette schließt 200 Filialen

Der schweizer Modefilialist Tally Weijl hat die aktuelle Corona-Krise besonders stark getroffen. Um das Überleben der Kette zu sichern, greift man nun zu einschneidenden Maßnahmen: Das Unternehmen schließt 200 Filialen, rund 750 Angestellten droht nun die Kündigung.

Corona-Krise wurde zur Katastrophe

Die Corona-Krise wurde für Tally Weijl in den vergangen Wochen zur größtmöglichen Katastrophe. Und das vor allem finanziell. Das Unternehmen hat durch die coronabedingten Schließungen aller Filialen zu große Umsatzeinbußen erlitten. Um einer Insolvenz vorzubeugen, schließt der Fast-Fashion-Riese mit Sitz in Basel nun 200 Filialen und entlässt so rund einen Drittel seiner Angestellten.

Warum diese harten Einschnitte? Um weiter bestehen zu können, benötige das Unternehmen einen Covid-19-Kredit in Höhe von rund 25 Millionen Euro, wie die Neue Züricher Zeitung berichtet. Diesen gibt es in der Schweiz aber nur, wenn ein Sparplan für die Modekette vorliegt. Ohne diesen Kredit, kann das Unternehmen nicht mehr lange bestehen.

Tally Weijl
Die Fast-Fashion-Kette Tally Weijl hofft nun auf Rettung durch einen Covid-19-Kredit.

Neben Filialen in der Schweiz, Italien und Frankreich, werden auch einige in Deutschland befindliche Standorte geschlossen. Hier gibt es insgesamt 135 Tally Weijl-Stores. Welche von ihnen schon bald nicht mehr die Türen für ihre Kundinnen öffnen, ist noch nicht bekannt. Laut der Neuen Züricher Zeitung ziehe man sich aus den Märkten Bulgarien, Kroatien und Serbien komplett zurück.

Schon vor der Corona-Krise in Schwierigkeiten

Tally Weijl ist den meisten für trendige Young-Fashion bekannt, die vor allem Teenager begeistert. Das sollte sich eigentlich in der Zukunft ändern. Man plante die bisherige Zielgruppe zu erweitern, so dass sich auch ältere Kundinnen angesprochen fühlen. Der Mode-Riese war gerade dabei sein Unternehmen umzustrukturieren, was bisher leider eher etwas holprig als glatt lief, wie Beat Grüring, Mitinhaber der Fast-Fashion-Kette in einem Interview mit der TextilWirtschaft verriet.

Nachdem man Millionen in die Umstrukturierung investiert hatte und glaubte, die Krise damit bald überstanden zu haben, kam jedoch die nächste. Die Umsatzeinbußen in Höhe von rund 20 Millionen Euro durch die vorübergehenden Schließungen in der Corona-Krise, brachten Tally Weijl weitere Schwierigkeiten.

Tally Weijl wurde 1984 in Basel von Namensgeberin Tally Elfassi-Weijl gegründet. Das Unternehmen betreibt insgesamt 800 Läden, davon allein 135 in Deutschland.

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Bildquelle:

Imago Images / Pius Koller, ALexander Pohl

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