Farbabzug
Katja Gajekam 04.07.2018

Du hast deine Haare gefärbt oder getönt, aber das Ergebnis ist nicht so, wie du es dir gewünscht hast? Wenn du deine aktuelle Haarfarbe unbedingt loswerden willst, kann dir das mit einem sogenannten Farbabzug gelingen.

Was ist ein Farbabzug?

Ein Farbabzug ist ein chemischer Vorgang, bei dem eingelagerte Farbpigmente aus deinen Haaren entfernt werden können. Das heißt, wenn du deine Haare gefärbt oder getönt hast und der Ton nicht so geworden ist, wie du ihn gerne hättest, kannst du deiner Ausgangshaarfarbe mit diesem Prozess wieder etwas näherkommen. Dabei gilt: Je kürzer die Färbung zurückliegt, desto besser lässt sie sich auch wieder entfernen.

Achtung: Produkte für einen Farbabzug sind frei im Handel erhältlich, obwohl sie ursprünglich nur für die professionelle Anwendung gedacht waren. Es gibt viele Friseure, die vor der Anwendung zu Hause warnen und auch abraten.

Auch die Erfahrungen mit einem Farbabzug sind teilweise durchwachsen: So berichten viele Frauen, dass Efassor bei ihnen kaum Schaden in den Haaren verursacht hat, während andere sich damit ihre Haare ruiniert haben. Das bestätigt auch eine unserer Leserinnen, der nach der Anwendung 10 Zentimetern an Haaren weggebrochen sind. Diese Risiken sollten dir bewusst sein, bevor du dich für einen Farbabzug entscheidest.

Das kann ein Farbabzug:

  • Pigmente von Intensivtönungen und Colorationen aus den Haaren entfernen
  • schwarz oder braun gefärbte Haare wieder heller bekommen
  • Fleckige Ergebnisse durch die Farbkorrektur ausgleichen
  • Rückstände von Directions entfernen, die du selbst mit Reinigungsshampoo nicht wegbekommst
  • Hartnäckige Farben wie Elumen abschwächen
  • Die natürlichen Pigmente deiner Haare etwas aufhellen (z. B. bei einem herausgewachsenen Ansatz)

Das kann ein Farbabzug nicht:

  • Eine Blondierung rückgängig machen

Bei blondierten Haaren ist ein Farbabzug nicht möglich, da hier keine Pigmente in den Haarfasern eingelagert, sondern entzogen wurden. Du kannst damit also nur dunklere, gleichwertige oder knallige Farben aus deinen Haaren entfernen, aber keine, die heller sind.

So funktioniert ein Farbabzug

Man unterscheidet zwischen einem sauren und einem alkalischen Farbabzug.

Alkalischer Farbabzug

Ein alkalischer Farbabzug funktioniert durch eine Mischung aus Pulver und Oxydant, also einem Entwickler mit Wasserstoffperoxid. Dadurch wirkt er wie eine leichte Blondierung, der das Haar aufhellt und ihm so eingelagerte Pigmente von Färbungen und Tönungen entzieht.

Saurer Farbabzug

Hier wird eine Lösung mit einem sauren pH-Wert angewandt, die nur künstliche Farbpigmente entfernt und keine Auswirkungen auf die natürlichen hat. Sie ist schonender als der alkalische Farbabzug, da hier kein Oxydant verwendet wird. Allerdings kannst du damit keine Schaumtönungen oder Pflanzenhaarfarben entfernen.

Einen Farbabzug mit Efassor selbst machen

Efassor* ist ein Pulver von L’Oréal Professionnel. Das Produkt gehört eigentlich nur in Friseurhände, wenn du jedoch experimentierfreudig mit deinen Haaren bist und dich in Sachen Haarefärben sehr gut auskennst, kannst du den Farbabzug mit Efassor auch selbst machen. Dafür wird ein Entwickler benötigt, weshalb mit Efassor ein alkalischer Farbabzug möglich ist, der deine Haare von Pigmenten tiefenreinigt. Du kannst jedoch statt des Entwicklers auch nur Wasser verwenden, damit wirst du jedoch nur einen leichten Unterschied zu vorher erzielen können. Allerdings ist diese Methode weitaus schonender zu deinen Haaren.

Auch hier nochmal die Warnung: Ein Farbabzug kann dein Haar stark schädigen. Wenn es bereits stark strapaziert oder stark blondiert ist, solltest du die Finger davon lassen und dich lieber an einen Friseur wenden. Alternativ kannst du auch zum Colour B4 Haarfarbenentferner* greifen, der in Drogerien frei verkäuflich und somit unbedenklicher ist.

Für eine leichte Reinigung und bei helleren Tönen:

  1. Mische einen Beutel Efassor mit 60 ml heißem Wasser in einer Plastikschüssel miteinander.
  2. Massiere die Lösung wie ein Shampoo in deine trockenen Haare ein. Beginne mit dem Auftragen immer zuerst an den dunkelsten Stellen deiner Haare.
  3. Lass das Ganze je nach Stärke 5 bis 20 Minuten einwirken.
  4. Wasche deine Haare mit einem pflegenden Shampoo und verwende anschließend eine Kur.

Für eine stärkere Reinigung und bei dunkleren Tönen:

  1. Mische einen Beutel Efassor mit 75 ml Entwickler (je nach Stärke 6% oder 9%) in einer Plastikschüssel miteinander.
  2. Massiere die Creme wie ein Shampoo in deine trockenen Haare ein. Beginne mit dem Auftragen immer zuerst an den dunkelsten Stellen deiner Haare.
  3. Lass das Ganze je nach Stärke 15 bis 60 Minuten einwirken.
  4. Wasche deine Haare mit einem pflegenden Shampoo und verwende anschließend eine Kur.

Verwende bei langen Haaren zwei Beutel von Efassor. Einer enthält 28 Gramm des Pulvers. Gehe immer auf Nummer sicher und besorge dir lieber zu viel des Produkts als zu wenig, da das Ergebnis sonst fleckig werden kann, wenn du nicht genug hast, um es im ganzen Haar zu verteilen.

12 typische Fehler beim Haarefärben

Falls du dir öfter selbst die Haare färbst und oft nicht zufrieden bist, machst du vielleicht welche von den folgenden Fehlern. Wir erklären dir, wie du sie vermeiden kannst, damit beim nächsten Mal richtig zufrieden bist!

Farbabzug: Auf diese Punkte solltest du achten

  • Eine Farbkorrektur greift immer in die Haarstruktur ein, je höher der Wasserstoffperoxid-Anteil ist, desto mehr. Du solltest dir also bewusst sein, dass der Farbabzug deine Haare schädigen kann.
  • Da die Rotpigmente in den Haaren am hartnäckigsten sind, kann es sein, dass deine Haare nach dem Farbabzug orange werden, falls du beispielsweise eine braune Coloration entfernen willst.
  • Auch andere unschöne Farbtöne können entstehen: Hier solltest du noch mal mit einer leichten Tönung drübergehen.
  • Möglicherweise braucht es mehrere Anwendungen, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Lass jedoch immer mindestens eine Woche Zeit dazwischen, um deinen Haaren eine Pause zu gönnen und sie so lange mit Kuren und Haarölen wieder aufzubauen. Spürst du bereits Schädigungen an deinem Haar, solltest du auf eine weitere Anwendung verzichten.
  • Ein Farbabzug kann eine sehr stinkige Angelegenheit sein. Wenn du also empfindlich auf Gerüche reagierst, solltest du gewappnet sein.

Wie du siehst, musst du bei einem Farbabzug mit allem rechnen. Deine Haarstruktur kann danach geschädigt sein oder das Ergebnis kann komisch aussehen. Es gibt jedoch auch viele Frauen, die sehr gute Erfahrungen mit dieser Art des Farbentzugs gemacht haben, außerdem sprechen die Vorher-Nachher-Bilder für sich. Wenn du dich jedoch nicht selbst an die Prozedur herantraust, kann dir immer ein guter Friseur helfen.

Bildquelle:

iStock/Image Source, Instagram

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