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Haarseife statt Shampoo: So reinigst du dein Haar schonend

Haarseife statt Shampoo: So reinigst du dein Haar schonend

Natürliche Inhaltsstoffe, keine Konservierungsstoffe, keine Silikone und so gut wie kein Müll mehr: Haarseife ersetzt immer häufiger herkömmliches Shampoo. Bei der Anwendung von Haarseife gibt es jedoch ein paar Punkte, auf die du achten musst, damit sie deinen Haaren guttut.

So wirkt Haarseife

Haarseife besteht aus verschiedenen natürlichen Zutaten: meist einer Vielzahl von Ölen und angenehmen Duftstoffen. Ihre reinigende Eigenschaft erhalten sie durch die enthaltenen verseiften Öle. Der Fettanteil der Seife spielt eine große Rolle: Hier muss man manchmal ein wenig herumprobieren, welcher Grad für die eigenen Haare am besten geeignet ist. Meist wird eine Überfettung zwischen 3 und 5 Prozent empfohlen, es gibt jedoch auch Haarseifen mit mehr oder weniger Prozentanteil.

Übrigens: Haarseife ist etwas anderes als festes Shampoo. Dieses entfernt nämlich mithilfe von Tensiden Fett und Schmutz aus dem Haar und ist quasi wie ein normales Shampoo ohne Wasseranteil, also in gepresster Form. Verkauft werden sie meist unter der Bezeichnung „Shampoo Bar“.

So wendest du Haarseife an

Wenn du deine Haare bisher nur mit normalem Shampoo gewaschen hast, wird die Anwendung von Haarseife zunächst ungewohnt sein. Besonders kompliziert ist sie allerdings nicht:

  1. Stelle dich unter die Dusche und mache dein gesamtes Haar nass.
  2. Befeuchte die Seife mit Wasser. Nun kannst du sie entweder in deiner Hand aufschäumen und den Schaum in den Haaren verteilen, oder direkt mit der Seife über deine Haare streichen.
  3. Wenn du alles verteilt hast, kannst du deine Haare nochmal ein wenig durchkneten.
  4. Spüle die Seife nun gründlich aus. Das kann etwas länger dauern als bei normalem Shampoo.

Damit deine Haare nicht stumpf werden, empfiehlt es sich, je nach Art der Seife und Härte des Wassers anschließend eine saure Rinse anzuwenden. Dafür mischst du einen Liter kaltes Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig. Diese Mischung kippst du nach dem Waschen über deine Haare. Auf diese Weise werden Kalkrückstände neutralisiert und entfernt.

Erfahrungen mit Haarseife

Nicht alle Haare reagieren gleich auf Haarseife. Oft bedarf es einer gewissen Eingewöhnungszeit, bis sich Haare und Kopfhaut von herkömmlicher Kosmetik auf das Naturprodukt umgestellt haben. In vielen Online-Foren tauschen sich Frauen über ihre Erfahrungen aus.

Die Vorteile von Haarseife

Haarseife hinterlässt keine chemischen Rückstände im Haar. Dadurch können die Haare wieder natürlich gesund werden und auch die Kopfhaut kann sich erholen. Viele Frauen berichten, dass ihre Haare seit der Anwendung von Haarseife mehr glänzen, weniger schnell fetten und zudem mehr Volumen haben. Zudem finden viele den Umweltaspekt und dass die Seife praktisch für Reisen ist besonders vorteilhaft.

Die Nachteile von Haarseife

Vielfach liest man, dass Haarseife auf Dauer die Haare austrocknen kann – oder vielmehr die saure Rinse im Anschluss. Viele Frauen rinsen ihren Schopf daher nur noch ein Mal pro Woche oder verwenden nach dem Waschen eine Naturkosmetik-Spülung, Haaröle oder eine andere Leave-in-Pflege. Zwar pflegen die in der Haarseife enthaltenen Öle die Haare, manchmal reicht dies aber besonders bei trockenen Spitzen nicht aus. Manche Testerinnen wechseln daher auch bei jeder Wäsche zwischen der Seife und einem Naturkosmetik-Shampoo oder variieren zwischen Haarseife mit hoher und niedriger Überfettung, damit die Kopfhaut ihre Talgproduktion nicht herunterfährt.

Auch von einer empfindlichen Kopfhaut wird manchmal berichtet: So können Schuppen durch Seifenreste oder Kalk auf der Kopfhaut entstehen, außerdem kann es zu Jucken kommen. In ganz seltenen Fällen klagen Frauen sogar über vermehrten Haarausfall, was an dem hohen alkalischen pH-Wert der Haarseife liegen könnte.

Generell sind solche Fälle jedoch die Minderheit.

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Beliebte Marken

Längst bieten viele verschiedene Marken Haarseife zum Verkauf an. Oft stecken bekannte Seifenmanufakturen dahinter. Sehr bekannte Marken sind beispielsweise Golconda*, Savion*, Speick*, Manna oder Sauberkunst. Diese haben meist viele verschiedene Haarseifen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen und Überfettungen im Sortiment. Im Schnitt kostet eine Seife, auch Bio, etwa zwischen 10 und 15 Euro. Haarseife kannst du übrigens auch wie normale Seife ganz einfach selbst machen!

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Wie eine Haarseife bei dir wirkt, kommt ganz auf die Zusammensetzung, deinen Haartyp und den Kalkgehalt des Wassers an. Bis du die ideale Seife für dich gefunden hast, kann es ein paar Wochen dauern. Gib also nicht gleich auf, wenn du unbedingt auf Haarseife umsteigen willst.

Bildquelle:

iStock/annata78; Golconda

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