Weniger Weihnachtsgeld nach Krankheit

Weihnachtsgeld kann auch gekürzt werden. Das Landesarbeitsgericht in Rheinland-Pfalz sprach einer Arbeitnehmerin den Anspruch auf die Sondervergütung ab, nachdem sie gegen ihren Arbeitgeber und die ausbleibende Weihnachtsvergütung klagte.

Weihnachtsgeld nach langer Krankheit gekürzt

Arbeitgeber können das Weihnachtsgeld kürzen.

Die Feiertage stehen vor der Tür und die Geschenke wollen gekauft werden. Viele Arbeitnehmer warten daher am Ende eines Jahres auf die Zahlung ihres Weihnachtsgeldes. Doch das Landesarbeitsgericht in Rheinland-Pfalz entschied: Der Arbeitgeber kann das Weihnachtsgeld bis auf Null kürzen, wenn der Arbeitnehmer lange krank war.

Zu diesem Entschluss kam das Landesarbeitsgericht im Falle einer Arzthelferin. Als Arbeitnehmerin in einer Praxis erhielt sie drei Jahre lang eine Sonderzahlung in Höhe eines Monatsbruttogehaltes. Das Jahr darauf erkrankte die Arbeitnehmerin von Juni bis Dezember und bekam von ihrem Arbeitgeber kein Weihnachtsgeld ausgezahlt. Sie klagte, doch die Richter sprachen ihr den Anspruch auf die Sondervergütung ab – auch in der zweiten Instanz.

Die Begründung für dieses Urteil findet sich im Arbeitsvertrag der Arbeitnehmerin. Darin hieß es: „Die etwaige Zahlung von Gratifikationen, Prämien oder sonstigen Sondervergütungen erfolgt freiwillig und unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs.“ Der Arbeitgeber dürfe demnach die Höhe der Auszahlung davon abhängig machen, wie lange der Arbeitnehmer tatsächlich gearbeitet hat und das Weihnachtsgeld kürzen.

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